Studie: 280 Millionen Elektroautos bis 2040

Studie: 280 Millionen Elektroautos bis 2040
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Der Elektroautomarkt biete sich aktuell wunderbar an, um darüber verschiedene Studien zu fahren, um einen Blick auf die potenzielle Zukunft zu werfen. Auch das Researchhaus Wood MacKenzie hat es sich nicht nehmen lassen diesen zu betrachten. Das Ergebnis: drastischer Anstieg der Nachfrage, mit Profitchance für etliche Rohstoffe. Laut Wood MacKenzie werden bis 2040 rund 280 Millionen Elektroautos auf der gesamten Welt unterwegs sein. Ende 2017 waren wir gerade einmal bei drei Millionen Fahrzeuge angekommen.

Laut den Analysten des Researchhauses wird dann Asien, der bevölkerungsreichste Kontinent, mit 117 Millionen Fahrzeugen an der Spitze stehen, wobei die Volksrepublik China den größten Anteil ausmachen wird. Mit Abstand soll Europa – 79 Millionen Fahrzeuge – auf China folgen, auf dritter Stelle die USA mit 71 Millionen E-Fahrzeugen. Die restlichen rund 13 Millionen elektrifizierten Autos verteilen sich auf die restlichen Länder dieser Erde, also die Regionen Osteuropa, Afrika und Lateinamerika.

Ab etwa 2025 steigt die Kurve für Europa und USA steiler an, was die Nachfrage nach E-Autos angeht. Wood MacKenzie rechnet also dann mit dem Beginn der Aufholjagd des „Westens“. Dazu passt, dass Mercedes-Benz jüngst verkündet hat, dass in fünf Jahren alle Modelle auch mit Batterieantrieb verfügbar sein sollen. Auch andere Automobilhersteller haben ähnliche Pläne geäußert. DS Automobiles beispielsweise möchte ab dann nur noch elektrifiziert unterwegs sein.

Profitieren werden von dieser Entwicklung nicht nur die Automobilhersteller, welche rechtzeitig auf E-Mobilität setzen, sondern vor allem Rohstofflieferanten. An vorderster Stelle stehen hier aktuell noch die Lieferanten für Lithium und Kobalt. Denn beide Materialien werden in den Lithium-Ionen-Batterien der aktuellen Generation verwendet. Auf mittelfristige Sicht sind diese Stoffe auch nicht ersetzbar, da alle Batteriefabriken, die derzeit gebaut werden, auf diese Technologie ausgerichtet sind.

Eine aktuelle Studie von McKinsey kommt zu dem Ergebnis, dass man sich um Lithium wohl vorerst keine Sorgen machen müsse. Bei Kobalt sieht die Prognose allerdings schlechter aus: 65 Prozent der weltweiten Produktion entfallen auf den politisch instabilen Kongo. Die ihrerseits natürlich mehr vom Kobalt-Boom profitieren möchten. Bei BMW reagiert man darauf und setzt auf die Blockchain, um die Herkunft von Kobalt zurückzuverfolgen. Hierdurch soll ein fairer Abbau von Kobalt nachverfolgt werden können.

Geht es nach McKinsey tritt ab 2022 ein Mangel an Kobalt auf, vorausgesetzt das äußerst aggressive Szenario setzt sich durch.

Aber auch Industriemetalle wie Kupfer und Nickel werden einen Aufschwung erfahren. Bei Kupfer kann man als Daumenregel darauf setzen, dass etwa doppelt soviel Material in Elektroautos wie bei Verbrennern eingebaut wird. Dabei läuft der Kupfermarkt schon bis zum Jahr 2025 in ein Angebotsdefizit, dass je nach Schätzung zwischen 2 Millionen und bis zu 6 Millionen Tonnen liegen wird. Bei Nickel könnte die Nachfrage noch stärker ausfallen. Wood MacKenzie erwartet, dass ab dem Jahr 2020 Nickel am Markt fehlen wird. Bis 2026 soll die Produktionslücke auf eine Millionen Tonnen steigen.

Quelle: FinanzNachrichten.de – Elektroauto-Studie: Analysten sehen drastisches Wachstum bis 2040

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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