Serie 0: Cupra startet Countdown für Produktion des Raval

Serie 0: Cupra startet Countdown für Produktion des Raval
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Seat-Cupra

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Das spanische Markenduo Seat und Cupra startet dieses Jahr mit der Einführung des Cupra Raval in eine neue Ära: Es ist das erste vollelektrische Fahrzeug, das im Stammwerk des Unternehmens in Martorell produziert wird. Für die Challenger-Brand stellt das Modell einen enorm wichtigen Schritt in die Zukunft dar, markiert es doch den Startschuss für eine ganze Reihe an günstigen Elektroautos aus dem Volkswagen-Konzern.

„Wir starten in ein historisches Jahr. In Martorell, dem Epizentrum der Mobilität der Zukunft, befinden wir uns in der Endphase zur Serienproduktion des Cupra Raval – dem Auto, das den Beginn einer neuen Ära für die Marke kennzeichnen wird“, sagt Markus Haupt, CEO von Seat und Cupra. Die Spanier leiten das Projekt für urbane Elektroautos im Auftrag der Markengruppe Core des Volkswagen-Konzerns. „Wir haben unsere Anlagen umgebaut, unsere Teams geschult und unsere Prozesse optimiert, um dies zu ermöglichen. Heute ist das Ziel, die Elektromobilität in Europa von der Iberischen Halbinsel aus voranzutreiben, näher denn je“, so der Seat-Cupra-CEO.

Derzeit wird im Stammwerk von Seat und Cupra die industrielle Transformation weiter vorangetrieben, die Vorbereitungen für die Serienproduktion des Cupra Raval sind in den letzten Zügen. Diese finale Phase, bekannt als Serie 0, ermöglicht es dem Produktionsteam, Prozesse und Qualitätsstandards vor der Serienproduktion gründlich zu validieren.

Im Rahmen der Transformation hat die Seat S.A. eine Fläche von rund 160.000 Quadratmetern in ihrem Werk in Martorell für die Produktion von Elektroautos angepasst, die Produktionslinie 1 renoviert, rund 1000 neue Roboter in die Karosseriefertigung integriert und 60 Stanzwerkzeuge für Komponenten installiert – darunter auch die neue PXL-Presse.

Darüber hinaus wurden vier neue Karosseriefarben für die neue Fahrzeugfamilie der Markengruppe Core des Volkswagen-Konzerns entwickelt. Hinzu kommt eine kürzlich in Betrieb genommene 600 Meter lange automatisierte Brücke, die das Batteriesystem-Montagewerk mit der Linie 1 der Montagehalle verbindet. Auf diese Weise wird ein kontinuierlicher und effizienter Fluss von Batterien direkt zur Produktionslinie gewährleistet.

„Wir befinden uns in der finalen Phase unserer industriellen Transformation. Wir überprüfen und optimieren den Betrieb unserer Anlagen, die bereits heute als Maßstab in der Branche gelten. Martorell entwickelt sich weiter und wird mit der Einführung der neuen Elektromodelle seine Position als Zentrum der Mobilität der Zukunft festigen: eine flexible Fabrik, die in der Lage ist, 100 Prozent elektrische, hybride und effiziente Verbrennungsmodelle für verschiedene Marken des Volkswagen Konzerns zu produzieren – und die bereit ist, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen“, kommentiert André Kleb, Chief Production Officer (CPO) für die Iberische Halbinsel der Markengruppe Core des Volkswagen Konzerns.

Vier E-Auto-Modelle von drei Marken

Seat und Cupra leiten das Cluster für die Entwicklung der urbanen Elektroautofamilie der Markengruppe Core des Volkswagen-Konzerns. Insgesamt vier Modelle von drei Marken werden in Spanien hergestellt: der Cupra Raval und der Volkswagen ID. Polo im Werk Martorell sowie der Škoda Epiq und der Volkswagen ID. Cross im Werk Navarra. Die Teams von Seat und Cupra sowie Volkswagen Navarra arbeiten hierfür eng zusammen und haben bereits mehr als 560.000 Schulungsstunden absolviert.

Cupra

Mit dem Ziel, in Europa eine führende Rolle in der Elektromobilität einzunehmen, stellt dieses Projekt eine bedeutende Investition in die Entwicklung der Modelle und der gesamten Wertschöpfungskette dar. In Spanien sind mehr als 90 Zulieferer und 110 Produktionsstätten ansässig, die zusammen 70 Prozent der Materialkosten ausmachen und das Land als wichtige Säule im industriellen Ökosystem des Projekts festigen. Um dieses Vorhaben finanziell besser auszustatten, hat der spanische Staat mehrere Milliarden Euro an Fördergeldern bereitgestellt.

Quelle: Cupra – Pressemitteilung vom 20.02.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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