„Schaufenster Elektromobilität“: Die Schaufenster-Regionen stehen fest

„Schaufenster Elektromobilität“: Die Schaufenster-Regionen stehen fest
Copyright:

Schaufenster Elektromobilität

Jürgen
Jürgen
  —  Lesedauer 4 min

Am Dienstag, dem 3. April 2012, hat die deutsche Bundesregierung über die Vergabe von Fördermitteln für innovative Elektromobilität-Projekte in Deutschland entschieden. Aus den 23 Bewerbungen wurden schließlich vier Projekte ausgewählt. Erfahren Sie hier mehr über die Entscheidung und die einzelnen Projekte.

Die deutsche Bundesregierung hat folgende Projekte / Regionen im Rahmen des Programms ‚Schaufenster Elektromobilität‚ für eine Förderung ausgewählt:

  • Living Lab e-mobil BW (Baden-Württemberg)

logo-living-lab-bwDie Schaufenster-Region konzentriert sich mit ihren Aktivitäten auf die Region Stuttgart und die Stadt Karlsruhe. Rund 120 Partner haben sich in 41 Einzelprojekten zusammengeschlossen. Das gesamte Projektvolumen beträgt 153 Millionen Euro. Bis Ende 2015 werden mehr als 3.100 Elektrofahrzeuge eingesetzt.

  • Internationales Schaufenster der Elektromobilität (Berlin/Brandenburg)

emo-berlin-brandenburgIm Schaufenster Berlin-Brandenburg sollen 74 Projekte umgesetzt werden, darunter 35 Kernprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 165 Millionen Euro. Davon stammen rund 75 Millionen Euro aus privaten Mitteln; das Land Berlin unterstützt mit bis zu 25 Millionen Euro. 14 globale Automobilmarken aus neun Automobilunternehmen sind beteiligt. Dazu kommen die Branchenführer in Automobilzulieferung, Energietechnik, Infrastruktur und Transport. Die großen deutschen Energieversorger sind ebenso mit von der Partie wie global agierende Logistikunternehmen, ebenso wie namhafte IT- und Kommunikationsunternehmen.

  • Unsere Pferdestärken werden elektrisch (Niedersachsen)

unsere-pferdestaerken-werden-elektrischSeit Frühsommer 2011 wurde unter Federführung der Metropolregion und mit Hilfe von Niedersächsischer Staatskanzlei und Wirtschaftsministerium die Konzeption für das Niedersächsische Schaufenster erarbeitet. Ergebnis der Bemühungen: insgesamt 37 Projekte. Unter dem Dach der Metropolregion versammelten sich über 200 Partner, darunter Großunternehmen wie die Volkswagen AG, Continental AG und Johnson Controls ebenso zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen. Die Allianz umfasst ebenso Wissenschaft und Hochschulen, Kammern und Verbände, Gewerkschaft und Kommunen, die regionalen Wachstumsinitiativen und Wirtschaftsförderungen und das Land Niedersachsen.

  • Elektromobilität verbindet (Bayern/Sachsen)

Elektromobilitaet-verbindetFür den Erfolg der Bewerbung aus Bayern-Sachsen spricht der breite Ansatz mit fünf thematischen Schwerpunkten. Die Themen „Langstreckenmobilität“, „Urbane und Ländliche Mobilität“ sowie „Internationale Verbindungen“ und „Aus- und Weiterbildung“ bilden ein umfangreiches Gesamtkonzept. Nicht nur Projekte rund um das Elektrofahrzeug werden bedient, sondern auch Vorhaben in den Bereichen Energiesystem und Verkehrssystem. Das bayerisch-sächsische Schaufenster wird einen funktionierenden Markt für Elektrofahrzeuge vorbereiten und die Frage- und Problemstellungen im Bereich Elektromobilität für den Nutzer klären. Die Freistaaten Bayern und Sachsen haben für das Schaufensterprojekt ‚Elektromobilität verbindet‘ zusammen 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Die Entscheidung beruht auf den Empfehlungen einer 13-köpfigen Fachjury aus Wissenschaftlern und Fachverbänden, welche die 23 Bewerbungen geprüft und bewertet hatte. Als ‚Schaufenster‘ sind diejenigen groß angelegten regionalen Demonstrations- und Pilotvorhaben ausgewählt worden, in denen die innovativsten Elemente der Elektromobilität an der Schnittstelle von Energiesystem, Fahrzeug und Verkehrssystem gebündelt und deutlich – auch international – sichtbar gemacht werden.

Der Entscheidung der Bundesregierung schließt sich ein Verfahren zur Prüfung und Bewilligung der in den erfolgreichen Schaufenstern gebündelten Einzelprojekte an. In diesem Verfahren werden auch die jeweiligen Fördervolumina festgelegt. Die Bundesregierung schließt sich dem Votum der Fachjury an, dass kein Schaufenster mit mehr als 50 Millionen Euro Bundesmitteln gefördert werden sollte, um in der Summe eine möglichst große Bandbreite an innovativen Konzepten verwirklichen zu können.

Die ‚Schaufenster Elektromobilität‘ sind eine Maßnahme aus dem Regierungsprogramm Elektromobilität von Mai 2011 – die Bundesregierung greift damit eine Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) aus deren 2. Bericht auf. Für das auf drei Jahre angelegte Programm stellt der Bund Fördermittel in Höhe von bis zu 180 Millionen Euro zur Verfügung.

Verkehrsminister Ramsauer:

Die neuen Schaufenster werden zum Aufschwung der Elektromobilität in Deutschland erheblich beitragen. Die vier ausgewählten Regionen hatten olympiareife Konzepte vorgelegt – und werden jetzt mit Hilfe der Bundesregierung elektrisiert.

Es bleibt dabei: 2020 sollen mindestens eine Million Elektroautos auf unseren Straßen unterwegs sein. Mehr als die Hälfte der Fahrzeuge sollte aus deutscher Produktion kommen.

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Jürgen

Jürgen

Jürgen gründete 2011 den Blog Elektroauto-news.net und veröffentlichte als einer der ersten Elektroauto-Blogs in Deutschland Nachrichten und Hintergrbundberichten zu E-Fahrzeugen und Hybridautos.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Toyota Hilux BEV: Erster Elektro-Pick-up der Baureihe

Toyota Hilux BEV: Erster Elektro-Pick-up der Baureihe

Sebastian Henßler  —  

Toyota bringt den Hilux als Elektroauto: 715 kg Nutzlast, 1600 kg Anhängelast, Offroad-Tauglichkeit und emissionsfreier Allradantrieb in einem Modell.

Schenna e.motion: Königsetappe über das Stilfserjoch

Schenna e.motion: Königsetappe über das Stilfserjoch

Sebastian Henßler  —  

Tag zwei der Schenna e.motion: 200 km über Stilfserjoch, Umbrailpass und Schweiz bis zur Hofkäserei Englhorn. Die fahrerisch stärkste Etappe des Programms.

Blume, VW: EU braucht fairen Wettbewerb für Autobranche

Blume, VW: EU braucht fairen Wettbewerb für Autobranche

Sebastian Henßler  —  

Die EU bestraft chinesische Elektroautos mit Strafzöllen, Hybride bleiben ausgenommen. VW-Chef Blume sieht darin ein strukturelles Problem für Europa.

Geely-Tochter Lotus korrigiert Elektrostrategie radikal

Geely-Tochter Lotus korrigiert Elektrostrategie radikal

Sebastian Henßler  —  

Lotus gibt den Plan zur reinen Elektromarke auf und setzt künftig auf Verbrenner und Hybride. Ein V8-Supersportwagen für 425.000 Euro ist für 2028 geplant.

Genesis GV60 Magma demnächst bestellbar

Genesis GV60 Magma demnächst bestellbar

Sebastian Henßler  —  

Genesis bringt mit dem GV60 Magma seinen ersten Performance-Stromer nach Deutschland. Ab Mitte 2026, ab 85.990 Euro, mit 477 kW im Boost-Modus.

Premiere: Škoda startet Serienproduktion des Eqip in Spanien

Premiere: Škoda startet Serienproduktion des Eqip in Spanien

Sebastian Henßler  —  

Im Volkswagen-Werk Pamplona hat die Serienproduktion des Škoda Epiq begonnen. Das E-Auto kostet ab rund 26.000 Euro und basiert auf der neuen MEB+-Plattform.

Lidl Niederlande: E-Lkw beliefern ab 2027 alle Filialen

Lidl Niederlande: E-Lkw beliefern ab 2027 alle Filialen

Sebastian Henßler  —  

Lidl Niederlande will ab 2027 alle Filialen elektrisch beliefern und wäre damit weltweit der erste Einzelhändler mit vollständig emissionsfreier Logistik.