Porsche strebt an 50% des Umsatzes in 2025 mit elektrifizierten Modellen zu erwirtschaften

Porsche strebt an 50% des Umsatzes in 2025 mit elektrifizierten Modellen zu erwirtschaften
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Porsche AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Für das Jahr 2025 hat man sich beim Stuttgarter Automobilunternehmen Porsche vorgenommen die Hälfte des Umsatzes über den Verkauf elektrifizierter Fahrzeuge zu erwirtschaften. Kommuniziert wurde dies in einem neuen Artikel zum ersten reinen E-Auto in Serienfertigung von Porsche, dem Porsche Taycan.

Porsche-Chef Oliver Blume hat am Freitag, den 08.06.2018, bei einer Jubiläumsfeier bekannt gegeben, dass die erste rein elektrisch angetriebene Baureihe, die 2019 Premiere feiert, Porsche Taycan heißen wird. Porsche erklärt die Herkunft des Namens Taycan ganz simpel. So stammt dieser aus dem orientalischen Sprachraum, bedeutet sinngemäß „lebhaftes, junges Pferd“ und greift damit das Porsche-Markenzeichen auf. Mittelpunkt dieses Wappens ist das Stuttgarter Rössle. Zuvor wurde dieser unter dem Projektnamen Porsche Mission E geführt.

In der eingangs zitierten Mitteilung gab Porsche weitere Details zum Taycan, als auch zur Elektrifizierungsstrategie des Unternehmens selbst bekannt. Wie bereits erwähnt sieht Porsche bis 2025 einen 50-Prozent-Anteil elektrifizierter Modelle am Gesamtabsatz vor. Diese 50% elektrifizierte Modelle teilen sich hierbei hälftig in reine E-Autos sowie Plug-In-Hybrid-Modelle auf. Um dies zu erreichen ist man bereit zu investieren. Bis 2022 sollen rund sechs Milliarden Euro in den Ausbau der Elektromobilitätsaktivitäten investiert werden. Ursprünglich war lediglich die Hälfte davon vorgesehen.

Allein 500 Millionen Euro sollen in die Entwicklung von Varianten und Derivaten des Taycan fließen, mehr als eine Milliarde Euro ist zudem für die Elektrifizierung bestehender Modelle einkalkuliert. Des Weiteren wird ein Teil des Investments in die gemeinsame Architektur für Elektroautos von Porsche und Audi, als auch in den Ausbau von Partnerschaften. Erst kürzlich beteiligte sich Porsche an der kroatischen Technologie- und Sportwagenfirma Rimac. Vom Invest erhofft man sich Synergie-Effekte für die eigene E-Offensive.

Eine dreistellige Zahl an Prototypen des Porsche Taycan soll mittlerweile das Licht der Welt erblickt haben. Mit 21 dieser getarnten Exemplare sind 60 Entwickler auf Erprobungstour. Diese führt sie unter anderem in den westlichen Teil Südafrikas, um den Taycan bei extremen Temperaturen zu testen. Rund 40.000 Testkilometer seien bereits absolviert worden. Auf den Markt kommt der Taycan Ende 2019. Wobei man von rund 20.000 abgesetzten Einheiten pro Jahr ausgeht.

Auch die technischen Daten des Taycan wissen zu überzeugen. Zwei E-Maschinen mit einer Systemleistung von mehr als 440 kW beschleunigen das Elektroauto in weniger als 3,5 Sekunden auf Tempo 100. In unter zwölf Sekunden auf 200 km/h. Die maximale Reichweite beträgt über 500 Kilometer, wobei diese Angabe noch auf dem nicht mehr relevanten Fahrzyklus NEFZ basiert. Mittlerweile gilt das WLTP-Verfahren, welches zumindest von VW-Konzernchef Diess als Risikofaktor angesehen wird.

Nach Einschätzungen der Porsche AG ist ein differenzierendes Merkmal der Elektromobilität, mit welcher Spannung ich den Antrieb betreiben und die Akkus laden kann. So basiert der Taycan auf der erwähnten 800-Volt-Technik, die im Autobau noch nicht vorkommt. Das neue E-Fahrzeug von Porsche soll damit in nur 15 Minuten 80 Prozent nachladen können, Strom für 400 Kilometer. Das Laden von Elektroautos des Sportwagenherstellers Porsche soll ähnlich teuer sein wie das Betanken mit Benzin, sagte Finanzvorstand Lutz Meschke in einem Gespräch mit dem US-Blog Gearbrain.

Quelle: Electrive.net – Porsche will 2025 zur Hälfte Modelle mit E-Antrieb absetzen

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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