Mercedes-Benz CLA ist Europas „Car of the Year 2026“

Mercedes-Benz CLA ist Europas „Car of the Year 2026“
Copyright:

Mercedes-Benz

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Mercedes-Benz CLA ist das Car of the Year 2026. Bei einer Gala, die auf dem Brüsseler Autosalon stattfand, verkündeten die 59 Mitglieder der Jury des „Car of the Year“-Awards in einer Abstimmung nach dem Vorbild des Eurovision Song Contest ihr Urteil und kürten den neuen „König“ des europäischen Automarkts.

Die diesjährige Ausgabe sei so hart umkämpft gewesen wie nie zuvor, da alle Finalisten über elektrifizierte Antriebe verfügten und die meisten von ihnen vollständig elektrisch waren. Der Mercedes-Benz CLA wurde zum besten europäischen Auto gekürt und setzte sich im Finale gegen sechs weitere Kandidaten durch: den Citroën C5 Aircross, den Dacia Bigster, den Fiat Grande Panda, den Kia EV4, den Renault 4 und den Škoda Elroq.

Mit diesem Sieg übernimmt der Mercedes CLA den Titel vom Renault 5 E-Tech, der die begehrte europäische Auszeichnung in der vergangenen Saison gewonnen hatte. Für Mercedes-Benz ist es erst das zweite Mal in der 62-jährigen Geschichte des „Car of the Year“-Awards, dass die Marke die Trophäe gewinnt. Der letzte Sieg liegt 52 Jahre zurück: 1974 wurde der Mercedes-Benz 450 SE/SEL ausgezeichnet.

Der Mercedes CLA erhielt mit 320 Punkten die meisten Stimmen. Auf Platz zwei folgte der Škoda Elroq mit 220 Punkten, dicht gefolgt vom Kia EV4 mit 208 Punkten. Rang vier belegte der Citroën C5 Aircross mit 207 Punkten, gefolgt vom Fiat Grande Panda mit 200 Punkten. Platz sechs ging an den Dacia Bigster mit 170 Punkten, Rang sieben an den Renault 4 mit 150 Punkten.

Mercedes-Benz

Der Mercedes-Benz CLA, der rein elektrisch fast 800 Kilometer abspulen kann, erhielt zudem die meisten Erstplatzierungen der Jury: insgesamt 22. Der Citroën C5 Aircross war bei 15 Juroren der Favorit. An dritter Stelle folgte der Fiat Grande Panda mit neun Erstplatzierungen, dicht gefolgt vom Škoda Elroq mit acht. Der Kia EV4 erhielt von zwei Juroren die Höchstwertung. Der Renault 4 hingegen wurde in diesem Jahr von keinem der Juroren auf Platz eins gesetzt – unter anderem, weil er in die Fußstapfen der letzten beiden Sieger treten musste, des Renault 5 E-Tech (2025) und des Renault Scénic (2024), die ihm ganz offensichtlich eine Nummer zu groß waren.

Quelle: Car of The Year – Pressemitteilung vom 09.01.2026

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

EU-Flottengesetz könnte deutsche Autohersteller stärken

EU-Flottengesetz könnte deutsche Autohersteller stärken

Michael Neißendorfer  —  

Das neue Flottengesetz der EU hat viel Potential zur CO2-Senkung, ist aktuell aber wenig ambitioniert – und kein „Verbrenner-Aus durch die Hintertür“.

So hoch fallen die Elektroprämien der Autohersteller aus

So hoch fallen die Elektroprämien der Autohersteller aus

Wolfgang Gomoll  —  

Einige Autohersteller gewähren zusätzlich zur staatlichen Förderung hohe Rabatte auf E-Autos. Wir zeigen, wo es die besten Stromer-Deals gibt.

Abhängigkeit der Zulieferer vom Verbrenner bleibt hoch

Abhängigkeit der Zulieferer vom Verbrenner bleibt hoch

Michael Neißendorfer  —  

Das Vertrauen in die E-Mobilität als Wachstumsmotor lässt indes nach, stattdessen werden E-Autos zunehmend als Risikofaktor gesehen.

Verband der Kfz-Hersteller fordert Klarheit bei E-Auto-Förderung

Verband der Kfz-Hersteller fordert Klarheit bei E-Auto-Förderung

Michael Neißendorfer  —  

Komplizierte Förderbedingungen und Nachweisverfahren sowie völlige Unklarheit zum Abwicklungsverfahren hemmen die Wirkung des Programms, so der VDIK.

Brüssel könnte E-Auto-Subventionen an 70 Prozent EU-Anteil knüpfen

Brüssel könnte E-Auto-Subventionen an 70 Prozent EU-Anteil knüpfen

Laura Horst  —  

Die Europäische Kommission könnte einen lokalen Produktionsanteil von 70 Prozent für Elektroautos fordern, damit sie für staatliche Subventionen infrage kommen.

CATL baut Marktführerschaft bei E-Auto-Akkus aus

CATL baut Marktführerschaft bei E-Auto-Akkus aus

Michael Neißendorfer  —  

Der weltweite Markt für Elektroauto-Akkus wächst weiterhin rasant, Treiber sind einmal mehr vor allem die Hersteller aus China, die ihre Marktanteile erhöhen.

Analyse: Trumps Klimapolitik kostet US-Autofahrer Billionen

Analyse: Trumps Klimapolitik kostet US-Autofahrer Billionen

Michael Neißendorfer  —  

„Die Gewinner sind die Ölkonzerne, die Verlierer sind die Amerikaner selbst“, so das ICCT über die Entscheidung der USA, Klimavorgaben für Mobilität aufzuheben.