Der weltweite Markt für Elektroauto-Batterien wächst weiterhin rasant, Treiber sind einmal mehr vor allem die Hersteller aus China, die ihre Marktanteile erhöhen konnten, so SNE Research in einer aktuellen Auswertung. Insgesamt wuchs der Markt auf 1187 GWh, ein Plus von knapp 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
CATL aus China behauptete demnach seine Position als globaler Marktführer und verzeichnete einen Batterieabsatz von 464,7 GWh – ein Anstieg von 35,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Neben großen chinesischen Herstellern wie Zeekr, Aito, Li Auto und Xiaomi setzen auch globale Hersteller wie Tesla, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen auf Batterien des Weltmarktführers. Parallel dazu treibt CATL die Kommerzialisierung von Natrium-Ionen-Batterien voran und plant, deren Massenproduktion 2026 auszuweiten – für Anwendungen in Personen- und Nutzfahrzeugen.
Der Automobilkonzern BYD belegte weltweit den zweiten Platz mit einem Batterieabsatz von 194,8 GWh, einem Anstieg von 27,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Unternehmen, das sowohl Batterien als auch Elektroautos und Plug-in-Hybride vertikal integriert produziert, expandiert BYD derzeit stark in verschiedene Fahrzeugsegmente und Märkte. Besonders bemerkenswert: BYDs Batterieabsatz in Europa erreichte 2025 mit 14,9 GWh ein Wachstum von mehr als 200 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem investiert BYD in die Kommerzialisierung von Natrium-Ionen-Batterien und arbeitet an einer dedizierten Produktionskapazität von 30 GWh pro Jahr.

Der kombinierte Marktanteil des südkoreanischen Top-Ten-Trios LG Energy Solution, SK On und Samsung SDI am globalen EV-Batteriemarkt betrug im vergangenen Jahr insgesamt 15,4 Prozent – ein Rückgang von 3,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. LG Energy Solution belegte weiterhin Platz 3 mit einem Wachstum von 11,3 Prozent (108,8 GWh). SK On rangierte auf Platz 6 mit einem Wachstum von 12,3 Prozent (44,5 GWh), während Samsung SDI einen Rückgang von 6,9 Prozent (28,9 GWh) verzeichnete.
Der Batterieabsatz von LG Energy Solution wurde hauptsächlich durch Installationen in wichtigen Fahrzeugen von Tesla, Chevrolet, Kia und Volkswagen getragen. Trotz anhaltend schwacher globaler Verkaufszahlen der mit LG-Energy-Solution-Batterien ausgestatteten Tesla-Modelle verzeichnete das Unternehmen ein Wachstum des verbauten Batterievolumens von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum wurde durch die Ausweitung des E-Auto-Lineups von Chevrolet sowie starke Verkaufszahlen der Modelle Kia EV3, Hyundai Inster und Renault Scenic gestützt. Nach der Kündigung eines Batterieliefervertrags mit Ford und der Betriebsunterbrechung der Ultium-Cells-Werke wird jedoch eine strategische Neuausrichtung im US-Markt erwartet – etwa eine verstärkte Fokussierung auf BESS (Batterie-Energie-Speicher-Systeme).
Batterien von SK On wurden hauptsächlich in wichtigen Fahrzeugen von Herstellern wie Hyundai und Kia, Mercedes-Benz, Ford und Volkswagen verbaut. Bei der Hyundai Motor Group verzeichneten der Ionity 5 und der EV6 die höchsten Installationsvolumina. Zudem wirkten sich die stabilen Verkäufe des Volkswagen ID.4 und ID.7 positiv auf SK Ons jährliche Batteriekennziffern aus. Negativ schlug hingegen der starke Einbruch bei den Verkäufen des Ford F-150 Lightning zu Buche, nachdem Ford Ende 2025 einen Produktionsstopp angekündigt hat. Darüber hinaus wird die Auflösung von BlueOval SK – dem Gemeinschaftsunternehmen von SK On und Ford – sowie die schwächelnde E-Auto-Nachfrage im US-Markt künftig als Belastungsfaktor für SK Ons Installationsvolumina erwartet.
Samsung SDI weist eine hohe Lieferkonzentration bei BMW, Audi, Rivian und Jeep auf. BMW stattet wichtige elektrifizierte Modelle wie den i4, i5, i7 und iX mit Samsung-SDI-Batterien aus. Insbesondere die starken Verkaufszahlen der Flaggschiffmodelle i4 und i5 wirkten dem allgemeinen Rückgang des Installationsvolumens bei Samsung SDI teilweise entgegen. Auch Audi verzeichnete – besonders in Europa – eine positive Resonanz auf den Q6 e-tron, der auf Audis PPE-Plattform basiert und mit SDI-Batterien ausgestattet ist. Aufgrund schwacher Verkäufe des bisherigen Q8 e-tron ging das Gesamtvolumen der in Audi-Fahrzeugen verbauten SDI-Batterien jedoch leicht zurück. Bei Jeep stachen die Verkäufe des Wagoneer S hervor, der mit SDIs 100-kWh-Batteriepack ausgestattet ist. Rivian setzt für seine Modelle R1S und R1T ebenfalls auf Akkus von Samsung SDI, jedoch blieb das Wachstum des Installationsvolumens der Südkoreaner begrenzt – bedingt durch die Ausweitung des Standard-Trims (der laut SNE Research möglicherweise andere Zellen verwendet) sowie den allgemeinen Verkaufsrückgang bei Rivian.

Der japanische Batteriehersteller Panasonic, der hauptsächlich Tesla beliefert, belegte mit 44,2 GWh an verbauten Batterien im Jahr 2025 Platz 7. Um seine starke Abhängigkeit von Tesla zu verringern, konzentriert sich Panasonic auf die Effizienzsteigerung seiner nordamerikanischen Produktionslinien sowie die Entwicklung der Zellen der nächsten Generation (4680 und 2170). Mit dem Umbau der Werke in Kansas und Nevada soll sich die Kostenstruktur stabilisieren, und Gespräche über neue Kooperationen mit nordamerikanischen Automobilherstellern weiten sich aus – eine Grundlage für die Diversifizierung der Nachfrage. Diese Strategie soll die Risiken aus Teslas Ausbau der hauseigenen Batterieproduktion abfedern und den mittelfristigen Marktanteil in Nordamerika sichern. Darüber hinaus diversifiziert Panasonic sein Geschäftsportfolio durch den Ausbau der BESS-Batterieproduktion, um auf den wachsenden Energiebedarf durch Netzstabilisierung und KI-Rechenzentren zu reagieren.
Quelle: SNE Research – Pressemitteilung vom 04.02.2026








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