Seat stellt neue E-Roller und E-Scooter vor

Copyright Abbildung(en): Seat

Auf dem neunten Smart City Expo World Congress in Barcelona hat Seat diese Woche gleich mehrere Neuerungen verkündet: Der spanische Automobilhersteller präsentierte sowohl die nächste Generation seines e-Kickscooters mit größerer Reichweite und einem Zweikreisbremssystem als auch die Konzeptstudie für seinen ersten vollelektrischen e-Roller. Für großes Interesse sorgte darüber hinaus die Ankündigung des Unternehmens, urbanen Mobilitätslösungen ab sofort eine neue Geschäftseinheit zu widmen.

Die Sparte Seat Urban Mobility soll künftig alle produkt-, service- und plattformbasierten Mobilitätslösungen des Unternehmens unter einem Dach vereinen und 2020 die Markteinführung des neuen vollelektrischen e-Rollers koordinieren, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung. Auch die nächste Generation des Seat e-Kickscooters gehört nun zum Portfolio von Seat Urban Mobility.

„Diese strategische Geschäftseinheit ermöglicht, dass wir uns ganz auf die neuen Mobilitätsanforderungen unserer Kunden konzentrieren können. Seat ist für den Volkswagen Konzern das Kompetenzzentrum für Mikromobilität. Unsere Aufgabe besteht darin, nicht nur für Seat, sondern für alle Marken des Konzerns speziell abgestimmte Produkte zu entwickeln. Darüber hinaus werden wir auch Dienstleistungen und Lösungen für Privatpersonen und Flotten anbieten.“ – Luca de Meo, Vorstandsvorsitzender Seat

Mit der Einführung des Seat EXS e-Kickscooters hatte das Unternehmen 2018 den Grundstein für die aktuelle Entwicklung gelegt. Zielgruppe der neuen Geschäftseinheit sind Privatpersonen (Ownership) sowie Flotten- und Sharing-Dienste (Pay-per-use).

Seat Carsharing wird durch Elektroautos ergänzt

Seat gliedert zudem seine eigenen Sharing-Dienste in die neue Geschäftseinheit ein. Dazu zählt unter anderem die Carsharing-Plattform Respiro, die in der spanischen Hauptstadt Madrid sowie der katalanischen Großstadt L’Hospitalet de Llobregat eine Flotte nachhaltiger Erdgas-Fahrzeuge betreibt. Die Plattform wird ihr Portfolio in Kürze noch um das erste Seat-Elektroauto, den Mii electric, erweitern.

Auch der in Zusammenarbeit mit dem Start-up-Unternehmen UFO angebotene Kicksharing-Service von Seat wird künftig zu Seat Urban Mobility gehören. Unterstützt wird er von Seat:CODE, dem neuen Softwareentwicklungszentrum des Unternehmens.

Die bisherige Zusammenarbeit von Seat mit Großstädten und öffentlichen Einrichtungen werde von Seat Urban Mobility fortgesetzt, um die Entwicklung eines optimalen Stadtfahrzeugs weiter voranzutreiben. Mit der Präsentation des Konzeptautos Seat Minimó auf dem vergangenen Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hatte Seat bereits demonstriert, wie ein solches Fahrzeug aussehen könnte.

Seat E-Scooter soll 2020 auf den Markt kommen

Auf der Fachmesse in Barcelona stellte Seat zudem seine Konzeptstudie für einen neuen, vollelektrischen e-Roller vor. Der Elektro-Scooter beeindruckt durch sein kompaktes Design und stilisierte geometrische Formen. Er soll 2020 auf den Markt kommen und eignet sich sowohl für Privatpersonen als auch für Sharing-Flotten. Seat hat diesbezüglich eine Kooperationsvereinbarung mit dem Rollerhersteller Silence geschlossen, der die e-Roller künftig in seinem Werk in Molins de Rei, auf halber Strecke zwischen Barcelona und Martorell, fertigen wird.

„Wir möchten den Städten und Großstädten ein Ansprechpartner sein. Die Konzeptstudie für unseren Seat e-Roller ist eine Antwort auf die allgemeine Nachfrage nach einer agileren Form der Mobilität. Unsere Zusammenarbeit mit Silence ist ein großartiges Beispiel dafür, wie wir durch partnerschaftliche Kooperationen noch effizienter sein können.“ – Lucas Casasnovas, Leiter für urbane Mobilität bei Seat

Der neue e-Roller ist mit einem 7 kW (9,5 PS) starken Motor ausgestattet, hat ein sattes Drehmoment von 240 Nm und erzielt eine Spitzenleistung von 11 kW (14,8 PS). Dies entspricht einem Hubraum von 125 Kubikzentimetern. Er beschleunigt in 3,8 Sekunden von Null auf 50 Stundenkilometer und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Im WLTP-Zyklus betrug die Fahrleistung dieser Konzeptstudie mit nur einer Akkuladung beachtliche 115 Kilometer.

Seat

Der Akku ist entnehmbar und kann damit auf einfache Weise an der hauseigenen oder einer öffentlichen Ladestation geladen werden. Die Energiekosten belaufen sich dabei auf etwa 70 Cent pro 100 Kilometer Fahrleistung. Trotz des kompakten Designs bietet die Konzeptstudie unter dem Sattel genügend Platz zum Verstauen von zwei Helmen. Zudem verfügt sie über eine Konnektivitätslösung und ermöglicht dem Fahrer, per App Informationen über den Ladestand des Akkus oder den Standort des E-Rollers abzurufen.

Neue Konzeptstudie für den Seat e-Kickscooter

Seat hat auch die nächste Generation seinen e-Kickscooters enthüllt. Dieser verfügt nun über eine Reichweite von bis zu 65 Kilometern, ein Zweikreisbremssystem und einen deutlich leistungsfähigeren Akku mit einer Kapazität von 551 Wattstunden. Das aktuelle Modell des e-Kickscooters, der 2018 vorgestellte Seat EXS, hat sich bereits mehr als 10.000 Mal verkauft, teilt Seat mit.

Seat

DGT 3.0: Sicher unterwegs mit dem Internet der Dinge

Des Weiteren präsentierte Seat die neue Initiative DGT 3.0 ‒ ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der spanischen Generaldirektion für Verkehr (DGT). Bei diesem wegweisenden Projekt können Fahrzeuge über das Internet der Dinge in Echtzeit mit Verkehrsampeln und Verkehrsbeeinflussungsanlagen kommunizieren. Diese neue Art des Verkehrsmanagements habe positive Auswirkungen auf den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit und biete zudem ein noch besseres Fahrerlebnis als bislang.

In den vergangenen Jahren hat Seat seine Aktivitäten im Bereich der urbanen Mobilität kontinuierlich ausgebaut. Diese reichen von dem Erwerb von Respiro über das Konzeptauto Seat Minimó und die Einführung des e-Kickscooters bis hin zu dem nun vorgestellten, ersten vollelektrischen e-Roller der Marke. Urbane Mobilitätslösungen wie diese gehören inzwischen zum Kerngeschäft des Unternehmens.

Quelle: Seat – Pressemitteilung vom 20.11.2019

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2 Antworten

  1. Schade das nirgendswo erwähnt wird das man mit den kickscooter exs keine ABE bekommt. Selbst der Kundenservice von Seat ist überfordert damit. Jetzt schmückt mein Meier Kickscooter mein Wohnzimmer weil ich noch immer damit nicht auf der Straße fahren darf. Tja jetzt muss mein stincker Diesel weiter auf die Straße.

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