51.389 neue Anträge für Umweltbonus / Kaufprämie im September 2021

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Bis zum 30. September 2021 gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 846.735 Förderanträge ein. Seit Ende August 2021 sind somit 51.389 Anträge neu hinzugekommen. Dieses Zahlen als Basis konnten die gestellten Kaufprämien-Anträge für Elektroautos und Plug-In-Hybride im August ein leichtes Plus gegenüber den Vormonaten hinlegen. Noch im Dezember 2020 wurde mit 58.365 Anträgen der bisherige Höchststand seit Auslobung des Umweltbonus erreicht; danach war die Anzahl gestellter Anträge rückläufig. Der Verlauf über die Monate hinweg wird über die nachfolgend eingefügte Grafik gut ersichtlich.

846.735 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende September 2021 gestellt

846.735 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende September 2021 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im neunten Monat des Jahres 2021 um die eingangs erwähnten 51.389 Anträge erhöht. Im Detail sieht man, dass 29.559 Anträge für Elektroautos, 21.826 Anträge für Plug-in-Hybride sowie vier Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Bei den Anträgen für E-Autos konnte man erneut eine leichtes Ansteigen der gestellten Anträge feststellen. Bei den Plug-In-Hybriden hingegen setzt sich der leichte Rückgang fort. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos ist im Vergleich zum Vormonat gleich geblieben.

468.186 Anträge für reine E-Autos, 378.336 für Plug-in-Hybride und 213 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

468.186 Anträge für reine E-Autos, 378.336 für Plug-in-Hybride und 213 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 846.735 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro.

Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Zudem ist es mittlerweile Tatsache, dass die Kaufprämien für den Kauf klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge verdoppelt wurde. Die vorgesehene Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro ist rückwirkend zum 4. Juni, also dem Tag des Beschlusses, in Kraft getreten. Es ist daran zu denken, dass lediglich der Anteil der Bundesregierung verdoppelt wurde. Die Hersteller bleiben ihrem Umweltbonus-Anteil weiterhin treu.

Anträge nach Antragsteller im Detail im September 2021

Wie sich die bereits gestellten Anträge im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt. Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 350.298
  • Freiberuflich tätige Person: 2
  • Unternehmen: 442.937
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung: 4.087
  • Privatunternehmen: 8
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 2.510
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Kirche, kirchl. Einrichtung, anerkannte Religionsgem.: 1
  • Stiftung: 422
  • Körperschaft: 6.091
  • Eingetragene Genossenschaften: 1
  • Einzelunternehmer: 8

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin eine leicht stärkere Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. Generell mag der Schwerpunkt auf Unternehmen daran liegen, dass es eine Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen gibt. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im September 2021

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im September 2021: An vorderster Front steht abermals Volkswagen mit 137.016 Anträgen, welche für Stromer aus deren Hause gestellt wurden. Mit dieser Anzahl an gestellten Anträgen setzt sich der deutsche Automobilhersteller deutlich von der Konkurrenz ab. Es folgt auf Rang zwei Mercedes-Benz (87.147 Anträge), darauf BMW mit 79.146 Anträgen auf den Umweltbonus. Damit konnten die drei deutschen Hersteller Renault (76.712 Anträgen) erneut hinter sich lassen. Hier wird ganz deutlich die PHEV-Offensive von Mercedes spürbar. Bei BMW greift der Absatz der Premium-PHEV nun auch, was sich im Anstieg der Anträge messen lässt.

Auf Renault folgt abermals Audi (48.994) sowie Hyundai (48.478), welche hinsichtlich der gestellten Anträge für den Umweltbonus fast gleichauf sind. Die Mercedes-Benz-Tochter smart (43.918) wurde im September von Tesla (47.111) auf den achten Rang verdrängt. Hinter smart reihen sich KIA mit 32.808 Anträgen sowie Skoda (28.643) ein. Auf Modellebene betrachtet zeichnet sich folgendes Bild:

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 136.282
  • Bayern: 154.481
  • Berlin: 24.978
  • Brandenburg: 17.304
  • Bremen: 4.482
  • Hamburg: 17.855
  • Hessen: 69.418
  • Mecklenburg-Vorpommern: 6.949
  • Niedersachsen: 76.120
  • Nordrhein-Westfalen: 212.205
  • Rheinland-Pfalz: 39.861
  • Saarland: 9.028
  • Sachsen: 23.257
  • Sachsen-Anhalt: 10.910
  • Schleswig-Holstein: 29.397
  • Thüringen: 14.075
  • Sonstiges (Ausland): 133

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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