Porsche plant günstigen Einstiegs-Taycan mit Heckantrieb und kleiner Batterie

Copyright Abbildung(en): Porsche AG

Ein Porsche Taycan mit Heckantrieb für „nur“ gut 88.000 Euro und somit 20.000 Euro günstiger als das preiswerteste aktuelle Modell? Dem Fachblatt Carmagazine zufolge gar nicht mal so unwahrscheinlich. Die Briten haben ihre Preisberechnung selber aufgestellt, sie ist also mit Vorsicht zu genießen. Aber dass es den Taycan-Hecktriebler tatsächlich geben soll, hat dem Magazin Porsches Entwicklungschef Michael Steiner persönlich verraten: „Es wird ein Einstiegsmodell des Taycan geben“, sagte Steiner in einem Telefoninterview während der Coronavirus-Krise.

Dabei handle es sich „um ein Modell mit Hinterradantrieb und kleinerer Batterie“, so Porsches Chefentwickler, das schon im kommenden Jahr Debüt feiern könnte. Damit würde der Taycan preislich interessanter in jenen Märkten werden, wo ein Allradantrieb kaum nachgefragt wird, etwa China, verriet Steiner. Der günstige Taycan mit Hinterradantrieb würde die bestehenden Allrad-Versionen 4S, Turbo und Turbo S ergänzen. Komplett überraschend wäre das Modell nicht, schließlich hieß es in Porsche-Kreisen schon im Vorfeld der Premiere im Sommer 2019, dass eine günstige Version mit Heckantrieb „gut möglich“ sei.

Steiner wollte sich in dem Gespräch nicht zu Porsches Preispolitik für den kleinen Taycan äußern, deshalb hat Carmagazine selbst den Taschenrechner gezückt: Die Briten gehen davon aus, dass der Preisunterschied in etwa so hoch ausfällt, wie zwischen den 911er-Modellen Carrera mit Heckantrieb und dem Allradgetriebenen Carrera 4.

In Deutschland ist der derzeit günstigste Taycan 4S ab gut 106.000 Euro zu haben. Das Top-Modell Taycan Turbo S startet bei 185.456 Euro. Je nach Modell kommt der Taycan auf zwischen 320 kW und 460 kW, der Turbo S schafft im Overboost sogar bis zu 560 kW. Damit beschleunigt der stärkste Taycan in nur 2,8 Sekunden auf Tempo 100. Bei der Akkukapazität stehen in der Basisversion des 4S 71 kWh netto zur Verfügung, wahlweise und bei den Turbo-Modellen sind es 84 kWh netto. Die Reichweite nach WLTP schwankt je nach Akkugröße und Motorisierung zwischen 333 und 463 Kilometern.

Die Nachfrage indessen ist ungebrochen hoch. Schon vor dem offiziellen Marktstart hatte Porsche 30.000 Vorbestellungen. Deshalb gibt es auch Überlegungen, das ursprüngliche Jahresvolumen von 20.000 gefertigten Fahrzeugen anzupassen. Angesichts eines günstigeren Einstiegsmodells und der damit breiteren Käuferschaft sicherlich keine schlechte Idee

Quelle: Carmagazine — New cheaper 2wd Porsche Taycan electric car on the way soon // Electrive — Porsche plant für Taycan Einstiegsversion mit Heckantrieb

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7 Antworten

  1. Sehr geil!
    Hoffentlich mit einem sehr effizienten Motor mit rund 350-400 PS. Viel weniger Schnickschnack (Ausstattung) und damit weniger Gewicht. Dazu dann noch die Option zum großen Akku, Leiche 19“ Aerofelgen – perfekt!

  2. kleinere Batterie ? Da muss man aber dann schon schleichen, um es von einem zum nächsten 800V-HPC-Lader zu schaffen – übliche Ladeverweigerungen an der Säule noch gar nicht mit eingeplant.
    Wird aber wohl mehr für die Glasgarage, oder dem Porschefuhrpark mancher Kunden als weiteres Standzeug gedacht sein.
    PS: Treffe keine Etron, Taycan und EQC mehr an den CCS-Säulen, woran das wohl liegt ?
    Hatte mit meinem Kona 64 noch keinen einzigen Ladeabbruch und lade ausschließlich CCS (natürlich nur zwischen 30 und 80 % bei unter 1C – möchte das Fz ja mindesten 15 Jahre ohne Batterieprobleme täglich fahren).

    1. Ich sage Ihnen woran es liegen könnte, dass Sie niemanden mehr ausser sich selber an CCS-Säulen antreffen. Weil jeder dem die Ladezeit zu kostbar ist, falls er dann nicht einen Notfall hat, sein BEV 99% zu Hause, im Office, beim Hotel, Restaurant oder einfach bei Freunden und Bekannten, etc. lädt und sogar noch günstiger. 5s einstecken, Zeit geniessen, 5s ausziehen und retour nach Hause. 1 mal die Woche genügt, schont die Batterie, und spart massiv Ladezyklen. Easy going ohne Stress und Zeitverlust. CEE 3-ph 11kW/22kW mit FI-Schalter abgesicherter Zuleitung und einem NRGkick Ladekabel, das Sie dann auch auch im Auto mitführen können und gut ist.

      So haben Sie das Privileg immer und sofort an eine CCS Ladestation andocken zu können. Auf diese Weise denke ich an Sie und Andere.
      Und falls ich dann doch einen Notfall hätte, dann benütze ich den SuC der Sie ebenfalls nicht tangiert.

      Übrigens, den Kona 64 finde ich ein hocheffizientes Fahrzeug mit einem sehr tiefen Verbrauch. Gratuliere.

      1. Danke – stimmt ! Wirklich immer wieder interessant, wie BEVs vielfälltig genutzt und geladen werden. Da ich als Rentner Zeit im Überfluss habe, zuhause nur eine Phase mit 1,5qmm zur Garage nutzen kann, balanciere ich gerade mal 2, 3x pro Jahr mit dem Ladeziegel an der Schukodose. Hab nicht mal ein Typ 2 Kabel – wozu auch. Selbst wenn ich einen teuren 22kWh-Doppellader hätte, wäre mir das unterwegs zu langsam. Würde ich dann auch noch einen zusätzlichen 800V-Wechselrichter spazieren fahren, den ich gar nicht nutze, hätte ich mich fürs falsche Fz entschieden. Bin aber froh, dass sich der Taycan super verkauft – fahrwerktechnisch sicherlich unschlagbar !

  3. Wenn der Frontmotor fehlt, könnte man auch noch am Heck das 2-Gang-Getriebe weglassen, um schaltfrei zu fahren. Dann wäre mehr Platz im Auto und eine Longrange-Variante wäre machbar. Da passen brutto dann sicher mehr als 100 kWh rein und der Verbrauch wäre relativ gering.

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