Zwischenstand des Umweltbonus zum 30. September 2018

Zwischenstand zum Umweltbonus

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Kurz nach Monatsanfang werfen wir gemeinsam, wie gewohnt, einen Blick auf die aktuellen Zahlen des Umweltbonus. Dieser wurde in 2016 durch die Bundesregierung ins Leben gerufen, um den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern. Monat für Monat berichten wir auf Elektroauto-News.net über aktuelle Zwischenstände hinsichtlich gestellter Anträge für den Umweltbonus. Bereits gestern gab es einen Blick auf die meistverkauften gebrauchte Elektroautos / Elektroautomarken im September 2018.

Stand 30.09.2018 sind insgesamt 80.274 Förderanträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingegangen. Insgesamt 4.936 neue Anträge gab es somit im neunten Monat des Jahres. Wobei 49.733 Anträge für rein Batterie-elektrische Fahrzeuge, 30.522 Förderanträge für Plug-in-Hybride und 19 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge eingereicht wurden.

Wir erinnern uns: Käufer von rein batteriebetriebenen Fahrzeugen erhalten einen Zuschuss von 4.000 Euro, Fahrer eines Hybridfahrzeug mit Elektro- und Verbrennungsmotor erhalten eine Prämie in Höhe von 3.000 €. Bei den Hybridfahrzeugen ist ausschlaggebend, ob sich diese an der Steckdose laden lassen.

Anträge nach Antragsteller im Detail im September 2018

In der offiziellen Pressemitteilung zum Umweltbonus heißt es: „Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird.“ Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass die Neuzulassung nach dem 18.05.2016 stattfindet, weiterhin muss das Fahrzeug mindestens sechs Monate im Besitz des Käufers bleiben – dies gilt auch für geleaste Elektrofahrzeuge.

Wer entsprechende Anträge gestellt hat und wie sich diese nach absoluten Zahlen verteilen wird Monat für Monat ausgewertet. Daher ergibt sich für die Zahlen im September 2018 folgendes Bild:

  • Privatperson: 33.988
  • Unternehmen: 44.875
  • Stiftung: 58
  • Körperschaften: 394
  • Vereine: 296
  • Kommunaler Betrieb: 578
  • Kommunaler Zweckverband: 85

Auch bei der Betrachtung der Zahlen im September zeigt sich deutlich, dass das Ranking der Anträge nach Antragssteller weiterhin von Unternehmen angeführt wird; gefolgt von Privatpersonen. Man darf vermuten, das Unternehmen den Umweltbonus nutzen, um ihre Flotte entsprechend umzustellen. Die neue Dienstwagenreglung für E-Autos dürfte dies noch deutlich interessanter gestalten.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle

Unverändert zeigt sich die Spitze des Hersteller-Rankings für den Umweltbonus. An vorderster Front findet man weiterhin BMW (13.910), Volkswagen (11.986) und smart (9.501). Gefolgt auf den Plätzen vier bis sechs von Renault (9.017), StreetScooter (6.644) und Audi (6.103) .  Nachdem StreetScooter sich bereits letzten Monat an Mercedes-Benz vorbei gedrängelt hat, folgt diesen Monat Audi.

Mercedes-Benz  reiht sich mit 3.535 Anträgen direkt hinter Audi ein. Es folgen auf den letzten Plätzen des Rankings KIA (3.396), Mitsubishi (3.330) und Nissan (3.220) auf Platz zehn. Somit darf man im September 2018 ein wenig Bewegung im Ranking der Hersteller feststellen.

Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im September 2018 folgende Situation:

  • Renault ZOE: 8.430
  • StreetScooter Work + Work L: 6.644
  • smart Fortwo: 6.370
  • BMW i3: 6.125
  • Audi A3 e-tron: 6.103
  • VW e-Golf: 5.783
  • BMW 225xe: 5.194
  • Mitsubishi Outlander: 3.270
  • smart Forfour: 3.131
  • VW Golf GTE: 2.518

Noch weniger Veränderung fand auf Bundesland-Basis statt. Nordrhein-Westfalen (21.658), Bayern (15.206) sowie Baden-Württemberg (13.616) nehmen weiterhin die Plätze eins bis drei an der Spitze für sich ein. Auf den hinteren Plätzen rangieren Bremen (371), Mecklenburg-Vorpommern (574) und das Saarland (711).

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

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3 Antworten

  1. zum aktuellen Diesel-Streit :die Prämie bei Umtausch eines “alten” Diesel-Fahrzeugs in ein neueres Fahrzeug mit weniger giftigen Abgasen ist doch 4000 EUR ……. genausoviel wie die Prämie für den Kauf eines neuen El-Autos !
    Warum benutzt man da nicht die Gelegenheit, den Umstieg auf El-autos in grossem Stil zu initiieren ?
    Wahrscheinlich zwei Hauptgründe : 1. so viele El-autos können die Automobilhersteller so schnell gar nicht liefern
    2. Reichweite (bzw. Reichweitenangst) und die leidliche Geschichte mit der nicht ausreichenden Infrastruktur.
    Zu punkt 2, Medien und Vertreter von verschiedenen Parteien und Interessengruppen überbetonen deren Bedeutung (siehe Norwegen : 90 % kommen mit Laden zuhause und am Zielort(Arbeitsstelle) aus!) Die 4000 EUR für den Umtausch in ein anderes Diesel- oder Benzinfahrzeug sind meiner Meinung nach “zum Fenster hinausgeworfen” – sowohl für den Einzelnen als auch für die Volkswirtschaft als Ganzes.

  2. Ich verstehe nicht wieso Tesla nicht auf der Liste ist, wenn das Unternehmen doch mehr als alle anderen verkauft? Klärt mich bitte auf, ich bin noch nicht ganz dabei…

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