Elektroauto Kaufprämie zeigt kaum Auswirkungen bei Fuhrparkverwalter

Copyright Abbildung(en): BMW AG

Nachdem die EU-Komission grünes Licht für die Elektroauto Kaufprämie gegeben hat, haben mittlerweile nicht nur Privatkunden die Möglichkeit von der Prämie beim Kauf eines Elektro- oder Hybridautos zu profitieren. Auch gewerbliche Autokäufer können die 4.000 Euro für Modelle mit reinem Elektroantrieb beziehungsweise 3.000 Euro für Plug-in-Hybride mit nehmen.

Dataforce, seines Zeichens Flottenmarktexperte mit Kontakten zu über 100.000 Flottenbetreibern in Deutschland, hat in einer telefonischen Blitzumfrage zur Kaufprämie 323 Fuhrparkleiter an der Leitung gehabt und deren Meinung zur Verabschiedung der Elektroauto Kaufprämie abgefragt. Bei dieser Befragung gelangte man zu interessanten Erkenntnissen, hinsichtlich dem Einsatz von E-Fahrzeugen im Fuhrpark größerer Unternehmen.

Denn insgesamt für nur 5% sei die Prämie ein Anlass, künftig vermehrt E- oder Hybridfahrzeuge anzuschaffen. Weitere 2% haben schon vor Verabschiedung der Prämie mit dem Gedanken gespielt entsprechende Fahrzeuge anzuschaffen. Gut elf Prozent der Befragten sind hinsichtlich der Anschaffung alternativer Antriebe noch unentschlossen oder machten keine Angaben.

Dataforce-Fuhrpark-Elektroautos

Übrig bleiben 82% für die keine Elektroautos als Firmenfahrzeuge in Frage kommen. Ein ziemlich ernüchterndes Ergebnis. Wobei das Ganze natürlich immer von zwei Seiten zu betrachten ist. Ein Außendienstler im Vertrieb wird es sich schlichtweg nicht leisten können bei einer Rundreise durch Deutschland ständig Halt zu machen, um das eigene Fahrzeug aufzuladen. Hier muss das Auto den Anforderungen des Marktes gerecht werden. Bin aber zuversichtlich, dass mit steigender Reichweite vermehrt Unternehmen Gefallen an entsprechenden E-Fahrzeugen finden werden.

Wenn wir gerade bei statistischen Auswertungen sind, noch ein paar Zahlen. Insgesamt wurden bis zum 01.01.2016 rund 25.500 reine Elektroautos und 10.800 Fahrzeugen mit Range-Extender und Plug-In Hybriden zugelassen. Davon wurden gut 39% von Privatpersonen sowie 38% auf dem relevanten Flottenmarkt zugelassen. Dort hat sich allerdings gezeigt, dass die Fahrzeuge nur für kurze Zeit zugelassen werden.

So sind viele Autos aus den Jahren 2012 und 2013 bereits wieder von deutschen Straßen verschwunden. In den Jahren 2014 und 2015 wurden genauso viele Fahrzeuge neu auf den Markt gebracht, wie gerade zugelassen sind. Auch hier darf man auf die langfristige Entwicklung gespannt sein.
Quelle: Dataforce

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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wenn wundert es denn,das nicht mehr Elektroautos verkauft werden,seit Einführung der Kaufprämie sind die Nachlässe gesunken,wieder mal der Endverbraucher der Dumme

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