VW feiert fünf Millionen E-Antriebe im Konzernverbund

VW feiert fünf Millionen E-Antriebe im Konzernverbund
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Volkswagen | E-Antrieb APP550 laut VW einer der effizientesten E-Antriebe seiner Klasse

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Die Volkswagen Group hat weltweit fünf Millionen elektrische Antriebseinheiten produziert. Dieser Meilenstein betrifft die Werke in Győr, Kassel, Tianjin und Zuffenhausen und verweist auf den Ausbau eines internationalen Fertigungsverbunds. Hinter der Zahl steht eine Strategie, die elektrische Antriebssysteme konzernweit zu entwickeln, zu industrialisieren und über verschiedene Marken hinweg auf hohe Stückzahlen zu bringen.

Eine zentrale Rolle übernimmt dabei das Netzwerk von Volkswagen Group Components. Innerhalb dieses Verbunds gilt das Werk Kassel als einer der wichtigsten Standorte für E-Antriebe. Dort wurde die Produktion im vergangenen Jahr gegenüber 2024 um rund 24 Prozent gesteigert, was einer Jahresmenge von mehr als 850.000 Einheiten entspricht. Die Ausweitung verdeutlicht, wie stark die Nachfrage nach elektrischen Antriebslösungen innerhalb des Konzerns gewachsen ist und wie konsequent die Fertigung darauf ausgerichtet wird.

Thomas Schmall, Konzernvorstand Technik, ordnet die Entwicklung als Beleg für die technologische Breite des Unternehmens ein. „Der Meilenstein von fünf Millionen produzierten E-Antrieben zeigt: Volkswagen ist sowohl im Verbrenner- als auch im Elektro-Segment führend“. Gleichzeitig verwies er auf das globale Entwicklungs- und Produktionsnetzwerk, das den elektrischen Antriebsstrang in allen Facetten abdecke. Mit dem ersten selbst entwickelten Pulswechselrichter nehme der Konzern nun auch das steuernde „Gehirn“ des Systems in die eigene Hand. Das diene nicht nur der Qualitätssicherung, sondern auch der technologischen Eigenständigkeit.

Elektro-Antriebseinheit APP550 im Volumensegment etabliert

Während die Produktionszahlen den Rahmen setzen, rückt auf Produktebene vor allem der Antrieb APP550 in den Mittelpunkt. Diese Einheit wird unter anderem in der ID.-Familie von Volkswagen, im Škoda Enyaq sowie im Cupra Tavascan eingesetzt. Am Standort Kassel lief inzwischen die einmillionste Einheit vom Band. Innerhalb des Konzerns gilt der APP550 damit als besonders stark nachgefragt.

Technisch knüpft das Aggregat an seinen Vorgänger an, wurde jedoch in zentralen Punkten weiterentwickelt. Nach Unternehmensangaben sank der Energieverbrauch um rund 20 Prozent, während Drehmoment und Leistung bei identischen Abmessungen um etwa 75 beziehungsweise 40 Prozent zulegten. In der Serienversion erreicht der Antrieb bis zu 240 kW und stellt maximal 560 Nm bereit. Diese Veränderungen wirken sich auf Reichweite, Beschleunigung und Geräuschverhalten aus. Ein kombiniertes Wasser- und Öl-Kühlkonzept übernimmt die Temperaturregelung, ohne dass eine zusätzliche Pumpe erforderlich ist. Damit verbindet der Konzern Effizienzsteigerungen mit einer kompakten Bauweise.

Die Herstellung solcher Systeme ist in ein eng verzahntes Gefüge eingebettet. Entwicklung, Industrialisierung, Leistungselektronik und Logistik greifen ineinander, sodass neue Komponenten parallel zur Serienproduktion vorbereitet werden können. Standorte wie Kassel übernehmen dabei nicht nur die Fertigung, sondern begleiten auch die Einführung zentraler Technologien in die Großserie.

Vor diesem Hintergrund kündigt die Volkswagen Group an, künftig auch Pulswechselrichter konzernintern zu produzieren. Diese Bauteile regeln den Stromfluss zwischen Batterie und E-Maschine und beeinflussen damit maßgeblich Effizienz und Leistungsentfaltung. Durch die Eigenentwicklung sollen Produktzyklen verkürzt, Kosten reduziert und Abhängigkeiten von externen Zulieferern verringert werden. Der Schritt steht im Zusammenhang mit dem Bestreben, Schlüsseltechnologien stärker im eigenen Haus zu bündeln.

Nächste Generation für kompakte E-Modelle in Vorbereitung

Parallel dazu bereitet der Konzern mit dem APP290 eine weitere Antriebsgeneration vor, die vor allem für die Electric Urban Car Family vorgesehen ist. Dazu zählen unter anderem ID. Polo, Škoda Epiq und Cupra Raval. In dieser Baureihe kommt Siliciumcarbid als Halbleitermaterial im Pulswechselrichter zum Einsatz. Das Material ermöglicht eine effizientere Umwandlung elektrischer Energie und soll sich im Alltag in Form von Reichweite und Leistungsfähigkeit bemerkbar machen. Geplant sind Leistungsstufen von 85 kW bis 166 kW auf Basis einer 400-Volt-Architektur.

Quelle: Volkswagen – Fünf Millionen E-Antriebe produziert: Volkswagen Group erreicht globalen Meilenstein, APP550 setzt den Benchmark

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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