Volkswagen startet mit neuer Elektronikarchitektur für China

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Tobias Stahl
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Die Volkswagen Group China hat mit der Serienproduktion des ersten Fahrzeugs auf Basis der neuen China Electronic Architecture (CEA) begonnen. Der VW ID.Unyx 07 markiert somit den Einstieg des Konzerns in eine neue Generation „intelligenter vernetzter Fahrzeuge“ (ICV) für den chinesischen Markt, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Volkswagen hat den ID.Unyx 07 vollständig in China entwickelt, getestet und produziert.

Mit der CEA führt Volkswagen erstmals eine zonale Elektronikarchitektur ein, die konzernweit skalierbar ist und zusammen mit allen Antriebsarten von Elektroautos über Hybride bis hin zu Verbrennern eingesetzt werden kann.

Die CEA soll als technologische Grundlage für die kommenden ICV des Konzerns dienen. Kern der Hochleistungs-Elektronikarchitektur ist eine neu strukturierte Fahrzeugelektronik: In heutigen Fahrzeugen übernehmen oft dutzende einzelne Steuergeräte jeweils isolierte Aufgaben, etwa die Bedienung der Fensterheber oder der Klimaanlage, aber auch das Bremsregelsystem, Batteriemanagement und die Fahrerassistenz. Neue zonale Elektronikarchitekturen sollen diese Funktionen bündeln und zentral steuern – so ist es auch bei Volkswagens CEA: Statt vieler einzelner Steuergeräte kommen leistungsfähige Zentralrechner zum Einsatz, die mehrere Fahrzeugfunktionen bündeln. Laut Volkswagen reduziert sich die Zahl der elektronischen Steuergeräte im Fahrzeug so um rund 30 Prozent.

Die Architektur kann vollständig per Over-the-Air-Update aktualisiert werden und soll eine technische Basis für neue Softwarefunktionen bilden, darunter KI-gestützte Cockpits, lokal entwickelte Fahrerassistenzsysteme und Fahrzeug-Updates über die gesamte Lebensdauer hinweg.

„In China, for China“: CEA als wichtiger Baustein für Volkswagens China-Strategie

Nach Konzernangaben hat Volkswagen die CEA in 18 Monaten von der Konzeptphase bis zur Serienreife entwickelt. Neben der Volkswagen Group China Technology Company (VCTC) waren auch Cariad China und der chinesische Autobauer Xpeng an der Entwicklung beteiligt. Der ID.Unyx 07 entsteht im Volkswagen-Werk Anhui.

Oliver Blume, CEO des Volkswagen-Konzerns, spricht von einem wichtigen Schritt innerhalb der Strategie „In China, for China“: Mit der Strategie zielt Volkswagen auf eine schnellere Entscheidungsfindung und eine auf die Bedürfnisse des chinesischen Markts angepasste Produktentwicklung, in der Hoffnung, auf dem größten Automobilmarkt der Welt wettbewerbsfähig zu bleiben. Die neue Elektronikarchitektur ermögliche softwaregetriebene Innovationen und beschleunige den Ausbau des Modellportfolios in China, ohne Abstriche bei Qualität und Sicherheit machen zu müssen, so Blume.

Volkswagen erwartet bis zu 50 Prozent niedrigere Entwicklungskosten

Die neue Architektur soll deutliche Zeit- und Kostenvorteile in der Fahrzeugentwicklung ermöglichen: Neue Entwicklungsprozesse sollen die Fahrzeugentwicklungszeit um bis zu 30 Prozent verkürzen können. Zudem sollen die die lokalisierte Entwicklung und eine frühzeitige Einbindung von Zulieferern in der Konzeptphase die Entwicklungskosten für neue Modelle in ausgewählten Schlüsselprojekten um bis zu 50 Prozent reduzieren können. Agile Entwicklungsprozesse sollen zudem schnelle Anpassungen an sich ändernde Kundenanforderungen ermöglichen.

Noch im laufenden Jahr will Volkswagen vier weitere Modelle aus seinen chinesischen Joint Ventures vorstellen, die die neue Elektronikarchitektur nutzen. Ebenfalls in diesem Jahr soll die CEA schrittweise von Fahrzeugmodellen des A-Segments auf Modelle des B-Segments ausgeweitet werden. Ziel sei es, den Kunden ein breites Portfolio intelligenter vernetzter Fahrzeuge anzubieten.

Quelle: Volkswagen Group – Pressemitteilung vom 28.01.2026

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Tobias Stahl kann sich für alle Formen der Fortbewegung begeistern, aber nachhaltige Mobilität begeistert ihn besonders. Da ist es kein Wunder, dass er schon seit 2019 über E-Autos, erneuerbare Energien und die Verkehrswende berichtet.

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