Skoda-Chef: „Elroq stellt Preisparität zum Verbrenner her“

Skoda-Chef: „Elroq stellt Preisparität zum Verbrenner her“
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Preislich auf Augenhöhe mit Verbrennern: der Elroq / Skoda

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Skoda läutet die nächste Runde ein beim Duell Verbrenner gegen Elektroauto: Markenchef Klaus Zellmer sagte in einem Interview mit dem Handelsblatt, dass der soeben vorgestellte Elroqdas erste Modell“ der tschechischen VW-Marke sei, „mit dem wir für die Kunden eine Preisparität zu einem Verbrennermodell herstellen“.

Der Basispreis des Elroq liegt bei 33.900 Euro, der mit ihm vergleichbare Karoq kostet mindestens 33.140 Euro, nur 760 Euro weniger. Bei Elektroautos jedoch sind bessere Leistungs- und Ausstattungsmerkmale im Basismodell üblich, „ausstattungsbereinigt sind die beiden Modelle preislich für unsere Kunden gleich“, sagt Zellmer. „Das gab es noch nie, und es wird ein entscheidender Hebel bei der Nachfrage sein. Davon bin ich überzeugt.“

Das Preisgefüge dürfte sich ab 2025 nochmals deutlicher verschieben, so der Skoda-Chef, da die Autohersteller in Europa die neuen CO2-Flottenziele der EU einhalten müssen, um Strafzahlungen zu vermeiden. „Wir werden einen unvergleichlichen Preiskampf im Segment der Elektrofahrzeuge erleben, weil natürlich jeder versuchen wird – und versuchen muss –, die Ziele zu erreichen“, sagt Zellmer. Es werde ein „Kraftakt“ für die Hersteller, das Preisgefüge, die Margen und Restwerte im Blick zu behalten, um profitabel zu bleiben.

Das Verbrenner-Aus in der EU ab 2035 sei „schwierig“ umzusetzen, findet Zellmer. Trotzdem habe Skoda „alles darauf ausgerichtet, dass es 2035 diesen Endpunkt gibt“ und begrüßt die „Planungssicherheit“, die damit einhergeht. Zellmer schiebt jedoch einen Teil der Verantwortung für mehr Klimaschutz im Verkehrssektor ab und sagt, Skoda baue „das, was unsere Kunden wollen – und nicht das, von dem wir glauben, was sie fahren sollen.

Es gebe neben der reinen Elektromobilität „weitere technische Möglichkeiten zur nachhaltigen CO2-Reduzierung“, die genutzt werden sollten, „vor allem auch, weil der Verbrennerfuhrpark 2035 in der EU bei circa 200 Millionen Fahrzeugen liegen wird“, gibt Zellmer zu bedenken. Er sieht „enormes Potenzial bei alternativen Kraftstoffen wie E-Fuels, um die CO2-Emissionen zu verringern“, liefert allerdings – wie fast durchwegs alle Automanager und Politiker, die ebenfalls auf E-Fuels setzen wollen – keine Antworten darauf, woher die enorme Menge an erneuerbaren Energien kommen soll, die notwendig wäre, um diesen Treibstoff klimafreundlich und günstig produzieren zu können. Die Wissenschaft hingegen ist sich weitestgehend einig, dass E-Fuels weder bei Pkw noch bei Lkw eine maßgebliche Rolle spielen können.

Quelle: Handelsblatt – Skoda strebt Preisparität zwischen Verbrenner und Elektro an

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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