Skoda stoppt vorübergehend günstige Elroq-Varianten

Skoda stoppt vorübergehend günstige Elroq-Varianten
Copyright:

Škoda

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Skoda hat die beiden günstigsten Varianten seines Elektro-SUV Elroq vorübergehend aus dem Programm genommen. Der Bestellstopp betrifft die Ausführungen Elroq 50 und Elroq 60 und hat nach Angaben des Herstellers technische Gründe. Hintergrund ist zugleich die anhaltend hohe Nachfrage nach dem Modell, die die Produktionskapazitäten im Stammwerk Mladá Boleslav zuletzt stark beanspruchte.

Der Elroq entwickelte sich im vergangenen Jahr zu einem der meistverkauften Elektroautos in mehreren europäischen Märkten. Für Skoda bedeutete das einen neuen Absatzrekord, zugleich stieß die Fertigung jedoch an ihre Grenzen. Vor diesem Hintergrund entschieden Markenchef Klaus Zellmer sowie die für Produktion und Vertrieb zuständigen Vorstände Andreas Dick und Martin Jahn, die beiden Einstiegsvarianten vorerst nicht mehr anzubieten. Begründet wird der Schritt offiziell mit der starken Nachfrage und der allgemeinen Modellstrategie.

Aktuell können Kund:Innen nur noch höher positionierte Versionen des Elroq bestellen. Dazu zählt der Elroq 85 mit Heckantrieb und einer Spitzenleistung von 210 kW sowie die Allradvarianten Elroq 85x und Elroq RS mit bis zu 250 kW. In Deutschland liegen die Preise dieser Modelle derzeit zwischen 44.180 und 53.050 Euro.

Einstiegsmodelle waren deutlich günstiger angesetzt

Die nun pausierten Versionen waren deutlich günstiger positioniert. Der Elroq 50 Tour verfügt über eine Spitzenleistung von 125 kW und eine Batterie mit 55 kWh Kapazität. Der Einstiegspreis liegt bei 33.900 Euro. Der Elroq 60 bringt es auf 150 kW Leistung und ist mit einer 63-kWh-Batterie ausgestattet, der Basispreis beträgt 38.650 Euro. Beide Varianten sind derzeit nicht mehr im Skoda-Konfigurator auswählbar.

Kund:Innen, die weiterhin Interesse an einem dieser Modelle haben, können auf verfügbare Lagerautos bei Händlern zurückgreifen. Diese stehen allerdings nur noch in begrenzter Zahl zur Verfügung. Alternativ bleibt die Möglichkeit zu warten. Nach aktuellen Planungen sollen die preiswerteren Elroq-Versionen gegen Ende des ersten Quartals wieder bestellbar sein. Die Auslieferungen würden je nach Ausführung zwischen Ende Juni und Anfang September erfolgen.

Die Pause nutzt Skoda offenbar auch für technische Anpassungen. Offizielle Details nennt der Hersteller bislang nicht. Ein von Medien zitierter Skoda-Händler verweist jedoch auf neue technische Anforderungen sowie Änderungen an der Antriebsbatterie. Diese sollen sich positiv auf die maximale Ladeleistung und die Ladezeiten der Autos auswirken. Bestätigt ist lediglich, dass der Bestellstopp einen technischen Hintergrund hat.

Elroq zählt zu den meistverkauften Elektroautos Europas

Die Bedeutung des Elroq für Skoda lässt sich auch an den aktuellen Absatzzahlen ablesen. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 lieferte der Hersteller weltweit fast 120.000 Elektroautos aus. In Europa schafften es sowohl der Elroq als auch der Enyaq unter die zehn meistverkauften E-Autos. Der Elroq belegte dabei den zweiten Platz, der Enyaq Rang sechs.

In mehreren Ländern führt der Elroq die Verkaufsstatistiken an. In der Tschechischen Republik, Dänemark und der Slowakei ist er das meistverkaufte Elektroauto. In Österreich, den Niederlanden und der Schweiz zählt das Modell zu den drei erfolgreichsten seiner Art. Diese Entwicklung unterstreicht die starke Marktposition des Elroq, macht aber auch deutlich, warum Skoda derzeit Anpassungen im Angebot vornimmt.

Quelle: Skoda – Pressemitteilung / edison – Bestellstopp beim Basis-Elroq: Warum sich das Warten lohnen könnte

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Škoda Elektroautos

Jeder dritte Škoda in Europa fährt elektrisch

Jeder dritte Škoda in Europa fährt elektrisch

Maria Glaser  —  

Die Auslieferungen verzeichneten in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 ein Wachstum um 6,1 Prozent mit einem signifikanten Anteil von E-Autos in Europa.

Škoda Epiq Sportline startet Ende Oktober in den Verkauf

Škoda Epiq Sportline startet Ende Oktober in den Verkauf

Sebastian Henßler  —  

Škoda erweitert sein Einstiegs-SUV mit Elektroantrieb um die Sportline-Variante. Sie bietet 99 oder 155 Kilowatt Leistung und glänzend schwarze Akzente.

Škoda Peaq 90x im Fahrbericht: Viel Platz für die Familie

Škoda Peaq 90x im Fahrbericht: Viel Platz für die Familie

Stefan Grundhoff  —  

Der Škoda Peaq 90x bietet viel Platz für Familie und Freizeit. Im Fahrbericht überzeugen Raumgefühl, Allradantrieb und mehr als 600 Kilometer Reichweite.

Bestellstart für den neuen Škoda Epiq 40

Bestellstart für den neuen Škoda Epiq 40

Michael Neißendorfer  —  

Der Einstieg ins vollelektrische Škoda Portfolio ist jetzt ab 27.900 Euro möglich. Und bald wird es nochmals günstiger.

Volvo Cars: Škoda-Chef Klaus Zellmer wird neuer CEO

Volvo Cars: Škoda-Chef Klaus Zellmer wird neuer CEO

Sebastian Henßler  —  

Volvo Cars hat Klaus Zellmer zum neuen CEO berufen. Der bisherige Škoda-Chef soll das Amt spätestens zum 1. Oktober 2027 übernehmen und Samuelsson ablösen.

Warum Škoda dem VW-Konzern seinen Erfolg verdankt

Warum Škoda dem VW-Konzern seinen Erfolg verdankt

Sebastian Henßler  —  

Während viele europäische Autohersteller sparen müssen, wächst Škoda deutlich schneller als der Markt und baut seinen Anteil in Europa spürbar weiter aus.

Fahrbericht Škoda Epiq 55: Gut, aber nicht gerade günstig

Fahrbericht Škoda Epiq 55: Gut, aber nicht gerade günstig

Stefan Grundhoff  —  

Als elektrischer Zwilling des VW ID Cross bringt der Skoda Epiq 55 bewährte Konzerntechnik ins Einsteigersegment, allerdings zu einem stattlichen Preis.