Der schwedisch-chinesische Elektroautohersteller Polestar aus der Geely-Gruppe will zeigen, dass Wachstum und Klimaschutz kein Widerspruch sein müssen und liefert in einer aktuellen Pressemitteilung dazu neue Zahlen. Laut aktuellem Nachhaltigkeitsbericht hat das Unternehmen seine Treibhausgasemissionen pro verkauftem Fahrzeug seit 2020 um 31 Prozent gesenkt. Gleichzeitig ist das Geschäft deutlich gewachsen, was den Anspruch des Unternehmens unterstreicht, Wachstum vom negativen Klimaeinfluss zu entkoppeln.
Seit 2020 hat Polestar seine Treibhausgasemissionen pro verkauftem Fahrzeug um 31 Prozent verringert. Im selben Zeitraum hat das Unternehmen sein Geschäft skaliert und die jährlichen Verkäufe auf mehr als 60.000 Fahrzeuge gesteigert, ist in 28 Märkte expandiert, hat drei neue Modelle auf die Straße gebracht und Produktionslinien in Werken in drei Ländern aufgebaut. Damit verfolgt der Hersteller einen Ansatz, der sich bewusst gegen einen Trend in der Branche stellt. Während Klimazusagen teilweise ins Stocken geraten und weiterhin in Verbrennertechnologien investiert wird, „bewegt sich Polestar in die entgegengesetzte Richtung: nach vorne“, wie es im Bericht heißt.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Gleichzeitigkeit von Wachstum und sinkender CO₂-Bilanz pro Elektroauto. Seit 2020 haben sich die Absatzzahlen mehr als versechsfacht, während die Emissionen pro Fahrzeug deutlich gesunken sind. „Wenn man Emissionen während man wächst nicht reduziert, ist dies eine bewusste Entscheidung dagegen“, wird Geschäftsführer Michael Lohscheller zitiert.
Nachhaltiger in der gesamten Lieferkette
Die Reduktion basiert dabei nicht auf einem einzelnen technologischen Durchbruch, sondern auf einer Vielzahl bereits verfügbarer Maßnahmen – etwa dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien in der Batterieproduktion und Fertigung, der Nutzung kohlenstoffarmer Materialien sowie effizienteren Fahrzeugplattformen. Auch der Modellmix spielt eine Rolle: So trug insbesondere der Hochlauf des Polestar 4 als bislang emissionsärmstes Modell des Unternehmens zur Verbesserung bei.
Ein zentraler Hebel liegt weiterhin in der Lieferkette. Gerade die Batterieproduktion gilt als einer der größten Emissionstreiber bei Elektroautos. Hier setzt Polestar verstärkt auf erneuerbare Energien und optimierte Prozesse, um den CO₂-Fußabdruck zu senken. Gleichzeitig wirkt sich auch die Nutzung der Fahrzeuge aus: Da Europa aktuell der wichtigste Absatzmarkt ist, profitieren die Fahrzeuge im Betrieb zunehmend von einem steigenden Anteil erneuerbarer Energien im Strommix. Beides zusammen zeigt, dass die Klimabilanz von Elektroautos maßgeblich von der gesamten Wertschöpfungskette abhängt – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis hin zur Nutzung.
Langfristig verfolgt Polestar ein ambitioniertes Ziel: Bis 2040 will das Unternehmen klimaneutral werden. Der aktuelle Fortschritt deutet darauf hin, dass zumindest die Richtung stimmt, auch wenn der Weg dorthin weiterhin anspruchsvoll bleibt. Dass der CO₂-Fußabdruck von Elektroautos massiv sinkt, hatte zuletzt auch BMW thematisiert, deren E-Autos wohl inzwischen nach nur einem Jahr nachhaltiger unterwegs sind als die vergleichbaren Verbrenner.
Quelle: Polestar – Pressemitteilung vom 28. April 2026







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