Polestar erhöht Anteil an recyceltem Kobalt in Batterien

Polestar erhöht Anteil an recyceltem Kobalt in Batterien
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Maria Glaser
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Polestar hat den Anteil recycelter Batteriematerialien in seinen Elektroautos Polestar 2 und Polestar 3 erhöht: Die Batterien dieser beiden Modelle enthalten nun mindestens 50 Prozent an recyceltem Kobalt, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. Darüber, ob dies auch andere Modelle betrifft, also den Polestar 4 und Polestar 5, oder geplante Modelle, wie den Roadster Polestar 6 oder den Elektro-SUV Polestar 7, wurde in der Pressemitteilung keine Angabe gemacht.

Viele Rohstoffe, die für die Herstellung von Elektroauto-Akkus zentral sind, neben Kobalt beispielsweise Lithium, werden zum Teil unter Bedingungen abgebaut, die nicht nur der Umwelt zusetzen, sondern auch das soziale Gefüge vor Ort betreffen. Daher wird das Batterierecycling immer wichtiger, bei dem Rohstoffe aus alten Elektroauto-Akkus zurückgewonnen und wiederverwendet werden können.

Recycling und Kreislaufwirtschaft für Klimaziele

Polestar hat es sich laut eigener Aussage zum Ziel gesetzt, die Abhängigkeit von primären Rohstoffen zu verringern, die Transparenz entlang der Wertschöpfungskette zu erhöhen und damit wertvolle Ressourcen im Kreislauf zu halten. Die Strategie des Unternehmens umfasse dabei nicht nur die Materialbeschaffung, denn auch während der Nutzung soll die Lebensdauer der Batterie verlängert werden. Dies kommt nicht nur der Umwelt, sondern auch Nutzer:innen zugute, da der Akku den größten Kostenpunkt eines Elektroautos ausmacht.

Insgesamt umfassen die Klimaziele von Polestar, die Treibhausgasemissionen pro verkauftem Fahrzeug bis 2030 zu halbieren und Klimaneutralität in der gesamten Wertschöpfungskette bis 2040 zu erreichen. Bereits seit 2020 setze sich das Unternehmen für mehr Klimatransparenz in der Automobilindustrie ein. So veröffentlichte Polestar Lebenszyklusanalysen für seine Modelle und gab Informationen zu CO2-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bekannt. Kobalt des Polestar 2 kann zudem per Blockchain nachverfolgt werden, was die Lieferkette transparent gestalten soll. Mit der Einführung einer intelligenten Ladeintegration wurden die relativen CO2‑Emissionen pro Fahrzeug seit 2020 um ein Viertel gesenkt.

Einen Polestar zu fahren sei eine bewusste Entscheidung von Kund:innen, die an morgen denken, so Fredrika Klarén, Head of Sustainability bei Polestar. „Elektrifizierung, die mit erneuerbarer Energie betrieben und durch zirkuläre Batteriematerialien ermöglicht wird, lässt ein neues System entstehen: Ressourcen bleiben im Kreislauf und sind stets verfügbar, statt knapper zu werden“, so Klarén.

Um die Hochvoltbatterien aufzuarbeiten, arbeite Polestar mit den Batteriezentren von Volvo Cars zusammen. Bei einem Batteriewechsel der Modelle Polestar 2 oder Polestar 3 erhalten Kund:innen erneuerte Ersatzbatterien mit gleichwertigem Gesundheitszustand.

Darüber hinaus baut Polestar nach eigenen Angaben in allen Märkten Recyclingpartnerschaften auf, um Batterielebenszyklen zu verlängern und die Materialrückgewinnung zu maximieren. Neben Batterien setzt Polestar auch auf Kreislaufwirtschaft bei anderen Materialien, wie Aluminium, Stahl, Teppichen oder Garn.

Quelle: Polestar – Pressemitteilung vom 24. März 2026

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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