Polestar hat zwei Modellen ein umfassendes Update spendiert. Der Polestar 3 und der Polestar 4 – der künftig offiziell Polestar 4 Coupé heißt – sind ab sofort in überarbeiteter Form bestellbar. Die Einstiegspreise liegen bei 78.900 Euro für den Polestar 3 und bei 61.900 Euro für den Polestar 4 Coupé.
Das größte technische Upgrade betrifft den Polestar 3: Das Flaggschiff-SUV der schwedischen Marke erhält eine 800-Volt-Elektroarchitektur, die die Ladeperformance deutlich nach oben schraubt. Die maximale Gleichstromladeleistung steigt auf bis zu 350 kW, der Ladevorgang von zehn auf achtzig Prozent dauert unter optimalen Bedingungen nur noch 22 Minuten – ein Viertel weniger als beim Vorgänger.
Ergänzt wird das durch die neue Batteriesoftware „Breathe Charge“, die den Batteriezustand in Echtzeit überwacht und die Ladegeschwindigkeit dynamisch anpasst. Laut Polestar ermöglicht sie bei einer zehnminütigen Schnellladung eine um bis zu 38 Prozent höhere Reichweite im Vergleich zu einer Ladung ohne diese Funktion.
Auch beim Antrieb gibt es spürbare Änderungen. Alle Versionen des Polestar 3 erhalten einen neu entwickelten Permanentmagnet-Synchronmotor an der Hinterachse; in den Dual-Motor-Varianten arbeitet er mit einem Asynchronmotor an der Vorderachse zusammen. Die Systemleistung der Performance-Variante steigt dabei auf bis zu 500 kW. Eine automatische Abschaltfunktion für den Frontmotor soll die Effizienz im Alltag verbessern, eine überarbeitete Fahrwerksabstimmung und neue Lenkungssoftware sollen das Fahrerlebnis schärfer machen.

Ein weiteres Update betrifft die Bordelektronik: Der Polestar 3 wechselt auf den Nvidia Drive AGX Orin-Prozessor, was die Rechenleistung nach Herstellerangaben um mehr als das Achtfache steigert. Davon profitieren aktive Sicherheitssysteme, Fahrzeugfunktionen und die Verarbeitung von Sensordaten. Optisch kommen zwei neue Außenfarben hinzu – „Storm“ und „Krypton“ –, dazu Embleme in Kontrastfarben. Im Innenraum erweitern neue Materialkombinationen das Angebot, darunter bio-attribuiertes MicroTech in „Nebula“ mit recyceltem Aluminium-Dekor sowie Nappaleder in „Dune“.
Beim Polestar 4 Coupé stehen die Fahrwerksänderungen im Mittelpunkt. Die überarbeitete Abstimmung mit neu kalibrierten Dämpfern, geänderten Feder- und Stabilisatorspezifikationen sowie Polyurethan-Rückprallanschlägen soll Agilität, Komfort und Lenkpräzision verbessern. An der Leistungscharakteristik ändert sich nichts: Die Allrad-Variante beschleunigt weiterhin in 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Polestar bezeichnet den Polestar 4 Coupé als das Modell mit dem bislang geringsten CO₂-Fußabdruck im eigenen Lineup. Für die in Hangzhou Bay produzierte Dual-Motor-Variante gibt das Unternehmen 20,3 Tonnen CO₂-Äquivalente über den gesamten Lebenszyklus bis zur Auslieferung an – ein Rückgang um 1,1 Tonnen gegenüber dem Marktstart.
Parallel zu den technischen Anpassungen führt Polestar eine einheitliche Ausstattungsstruktur ein, die bereits beim Polestar 5 eingeführt wurde. Beide Modelle gliedern sich künftig in „Rear Motor“ und „Dual Motor“, die Topvariante des Polestar 3 trägt den Zusatz „Performance“.
Quelle: Polestar – Pressemitteilung








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