Kia EV1: Elektro-Stadtauto ab 2028 für unter 22.000 Euro

Kia EV1: Elektro-Stadtauto ab 2028 für unter 22.000 Euro
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Kia plant ein neues Einstiegs-Elektroauto für den europäischen Stadtverkehr. Das Modell mit der Bezeichnung EV1 soll 2028 auf den Markt kommen und einem Bericht des britischen Fachmagazins Auto Express zufolge zu einem Einstiegspreis zwischen 20.000 und 22.000 Euro angeboten werden – ohne staatliche Förderung. Damit würde es sich direkt gegen den neuen Renault Twingo positionieren, der in Europa für knapp unter 20.000 Euro erhältlich ist, sowie gegen den für 2027 angekündigten Volkswagen ID. Polo in ähnlicher Preisklasse.

Ted Lee, Kias Executive Vice President und Leiter des globalen Operationsbereichs, bestätigte gegenüber Auto Express, dass Kia und Hyundai gemeinsam an einer neuen Fahrzeugarchitektur für ihre jeweiligen Einstiegs-Elektroautos arbeiten. Die Plattform soll speziell für dieses Segment entwickelt werden, wobei die Kosten zwischen beiden Marken aufgeteilt werden. Das Schwestermodell von Hyundai wird dem Bericht zufolge voraussichtlich unter dem Namen Ioniq 1 auf den Markt kommen und sowohl den eingestellten Hyundai i10 als auch den Inster EV ablösen.

Kia EV1: Kein Kompromiss beim Anspruch

Trotz des Einstiegspreises soll der EV1 laut Lee keine Abstriche bei Qualität, Fahrdynamik oder Design machen. Das Modell ist zudem als erstes Software-defined Vehicle von Kia geplant und soll autonome Fahrfunktionen für die Autobahnfahrt integrieren. Die Entwicklung läuft bereits seit rund zwei Jahren, was auf einen bewusst langen Reifungsprozess hindeutet – anders als bei Renault, das den neuen Twingo in lediglich 100 Wochen zur Serienreife gebracht hat.

Das Design des EV1 soll sich vom kubischen, SUV-inspirierten EV2 absetzen und einen urbaneren Charakter tragen. Intern haben die Designer laut Bericht bewusst auf den bisherigen Picanto als Referenz verzichtet, um dem neuen Modell eine eigenständige Identität zu geben. Jochen Paesen, Kias Head of Advanced Design, deutete gegenüber Auto Express an, dass die Marke insgesamt eine neue Designgeneration anstrebt: „Wir haben eine solide Basis geschaffen, und ich glaube, wir haben mittlerweile eine gute Präsenz. Aber wie können wir noch attraktiver werden, und wie bringen wir die Leute dazu, in den Showroom zu kommen und zu sagen: „Den Kia will ich haben“?“ – sinngemäß: Kia fragt sich, wie aus einem guten Fundament echte Begehrlichkeit wird.

Ein Konzeptfahrzeug soll voraussichtlich 2027 gezeigt werden, etwa ein Jahr vor dem Serienmodell. Dieses Muster entspricht dem bei EV2, EV3, EV4 und EV5 bekannten Vorgehen, bei denen Konzept und Serienversion optisch eng beieinanderlagen.

Produktion möglicherweise in Europa

Als primärer Zielmarkt gilt Europa, und auch die Produktion könnte auf dem Kontinent stattfinden – möglicherweise im selben slowakischen Werk, in dem bereits der EV2 gefertigt wird. Der EV1 würde dort den Platz des Picanto einnehmen, der derzeit in Europa ab rund 17.000 Euro angeboten wird.

Ebenfalls im Gespräch ist eine GT-Variante des EV1. Kia entwickelt solche Sportversionen für alle Modelle seiner EV-Baureihe; beim EV3 GT etwa liegt die Leistung bei rund 213 kW. Für den kleinsten Vertreter der Familie dürfte die Leistungssteigerung moderater ausfallen – als Referenz gilt der EV2 mit 108 kW. Konkrete technische Details zum EV1 GT nannte Kia bislang nicht.

Quelle: Auto Express – New Kia EV1 to arrive in 2028, and Hyundai Ioniq 1 won’t be far behind

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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