Kia: Softwaredefinierte Autos kommen erst ab 2028

Kia: Softwaredefinierte Autos kommen erst ab 2028
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Laura Horst
Laura Horst
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Der südkoreanische Hersteller Kia hat die Markteinführung seiner softwaredefinierten Fahrzeuge (SDV) um etwa ein Jahr auf 2028 verschoben. Das Unternehmen hat zudem am Donnerstag mitgeteilt, dass es seine Investitionspläne erheblich aufstockt und rund 30 Prozent mehr für Elektrifizierung, Softwareentwicklung und neue Geschäftsfelder bereitzustellen.

In 2025 hatte Kia die Einführung seines ersten SDV im Jahr 2027 angekündigt. Nun will der Autobauer, der Teil der Hyundai Motor Group ist, sein erstes Auto mit halbautonomer Fahrtechnologie für Autobahnen in 2028 auf den Markt bringen. Anfang 2029 soll ein fortschrittlicheres Modell herauskommen, das im Stadtverkehr eingesetzt werden kann.

Kia und Hyundai, die gemeinsam den viertgrößten Autohersteller der Welt bilden, gelten im Vergleich zu Tesla oder der Konkurrenz aus China als Nachzügler in Hinblick auf autonomes Fahren und im Bereich Softwarefunktionen. Entwicklungen in diesem Bereich soll die Partnerschaft mit Nvidia vorantreiben. Erst im vergangenen Monat gab die Hyundai Motor Group bekannt, die Zusammenarbeit im Bereich autonomes Fahren deutlich auszubauen.

Deutlich höhere Investitionen geplant

Von 2026 bis 2029 plant Kia, 41,4 Billionen Won (ca. 23,3 Milliarden Euro) in die Elektrifizierung seiner Autos, die Softwareentwicklung und die Forcierung neuer Geschäftsfelder zu investieren. Gegenüber der ursprünglich veranschlagten Investitionssumme entspricht dies einer Steigerung von 30 Prozent.

Zudem erklärte der Autobauer, mehr als 500 Millionen Dollar (ca. 42,7 Millionen Euro) in die Weiterentwicklung seiner Fähigkeiten im Bereich der physischen KI sowie seiner Modelle für die Verknüpfung von Bild, Sprache und Handlung zu investieren. Gleichzeitig sollen die strategischen Partnerschaften mit Technologieunternehmen wie Google, DeepMind und Nvidia vertieft werden.

Gemeinsam mit Hyundai will Kia durch die Integration von Boston Dynamics das Feld Robotik vorantreiben. Der von Boston Dynamics entwickelte humanoide Atlas-Roboter soll ab 2028 in einem Werk des Konzerns im US-Bundesstaat Georgia zum Einsatz kommen. Zudem will das Unternehmen bis dahin eine Fabrik errichten, die jährlich 30.000 Roboter produzieren kann.

Absatzziele bis 2030 nach unten korrigiert

Während der südkoreanische Hersteller sein Investitionsbudget deutlich angehoben hat, senkte das Unternehmen seine Elektroautoziele im Jahr 2030 auf eine Million Einheiten. Das neue Absatzziel in der Elektrosparte liegt damit etwa 20 Prozent unter dem ursprünglich angepeilten Wert und spiegelt die schwächere Nachfrage nach Elektroautos in den Vereinigten Staaten wider.

Kia hat zudem seine gesamten Absatzziele bis 2030 auf 4,13 Millionen Autos gesenkt. Damit hätte der Hersteller einen Anteil von 4,5 Prozent am Weltmarkt, was einem Anstieg von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 3,14 Millionen Einheiten und einem globalen Marktanteil von 3,5 Prozent entspricht. Den Absatz von Hybridautos will Kia bis 2030 auf 1,1 Millionen Einheiten ausbauen, was einer Steigerung von 60 Prozent gegenüber dem Ziel für 2026 entspricht.

Quelle: Reuters – Kia delays launch of software-focused cars, unveils big hike to investment plans

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