Der südkoreanische Automobilhersteller Kia hat bestätigt, dass im kommenden Jahr das Elektro-Einstiegsmodell Kia EV1 auf den Markt kommen soll. Wie das britische Fachportal Autocar berichtet, soll es sich dabei um ein E-Stadtauto mit Fließheck handeln, das technisch auf der 400-Volt-E-GMP-Plattform stehen soll, die auch für den etwas größeren Kia EV2 verwendet wird. Allerdings soll der EV1 wohl etwas tiefer liegen als das kleine E-SUV EV2 – und somit wohl auch anders geschnitten sein als der Konzernbruder Hyundai Inster.
Dem Bericht zufolge könnten dann ebenfalls die im EV2 verwendeten Batterien mit 42,2 kWh und 61 kWh Kapazität verwendet werden, womit Reichweiten von bis zu 480 Kilometern möglich sein sollten. Für ein Fahrzeug dieser Klasse wäre das wahrlich viel, sodass auch längere Fahrten kein Problem darstellen sollten – zumindest was die Reichweite angeht. Als Startpreis erwarten die britischen Kollegen etwa 23.000 Euro für die Version mit der kleineren Batterie. Zwar gibt es noch nicht allzu viele Informationen zum neuen E-Kleinstwagen von Kia, doch Autocar vermutet, dass es wie auch der EV2 im Werk in der Slowakei für den europäischen Markt gefertigt werden könnte.
Neues E-SUV für Familien
Außerdem soll 2029 ein neues Flaggschiff-Elektro-SUV für Familien auf den Markt kommen, mit dem anspruchsvollere Kunden bedient werden sollen. Dieses könnte sich als Kia EV7 unterhalb des üppigen Kia EV9 einreihen, laut Autocar soll damit auch auf die gute Nachfrage auf die höher ausgestattete Linie des Kia EV5 reagiert werden. Der Kia EV8 könnte indes irgendwann ein elektrischer Stinger-Nachfolger werden. „Die Neuzugänge sind Teil einer Strategie, den Elektroauto-Absatz bis 2030 auf eine Million Einheiten pro Jahr zu steigern und damit einen Marktanteil von 3,8 Prozent zu erreichen – gegenüber 250.000 Einheiten und 1,7 Prozent im Jahr 2025“, schreibt Autocar.
Aus Sicht von Kia sei die Phase der „Early Adopters“ bei Elektroautos abgeschlossen, sodass inzwischen die Zeit der „Early Majority“ geschlagen hat. Das heißt, dass E-Autos nicht mehr nur etwas für Pioniere sind, sondern im Markt angekommen und akzeptiert sind – und auf dem Weg, die Mehrheit der genutzten Fahrzeuge zu stellen – zumindest bei den Neuanschaffungen. Ein Blick auf die aktuellsten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts stützen diese These für Deutschland, denn inzwischen ist gut jeder vierte Neuwagen hierzulande vollelektrisch unterwegs.
Kia verspricht sich vor allem von der Einführung der kommenden E-GMP-Plattform einen weiteren Schub beim Absatz. „Diese neue Struktur soll eine Steigerung der Batteriekapazität um 40 Prozent mit sich bringen, die Motorleistung um 9 Prozent erhöhen und in der Lage sein, eine Level-2-Plus-Plus-Autofahrfunktion anzubieten“, schreibt Autocar. Hierbei kann das Auto weitestgehend autonom fahren, der Fahrer muss jedoch aufmerksam bleiben. Zudem sollen die neuen Batterien günstiger werden, sodass eine Preisparität mit Verbrennern auch bei Kia in greifbare Ferne rücken sollte.
Quelle: Autocar – Kia confirms electric city car for 2027, new family SUV for 2029








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