Kia EV3 mit Allrad: 195 kW und 572 Kilometer Reichweite

Kia EV3 mit Allrad: 195 kW und 572 Kilometer Reichweite
Copyright:

Kia

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Der Kia EV3 bekommt zum Modelljahr 2027 gleich mehrere Aufwertungen, die im Segment der kompakten Elektro-SUV Seltenheitswert haben. Ab sofort lässt sich der Bestseller der Marke erstmals mit Allradantrieb und einem 22-kW-On-Board-Charger bestellen. Die Auslieferungen starten im Juli.

Mit der neuen AWD-Variante zieht eine zweite Antriebsachse in den EV3 ein. Ein 150-kW-Motor an der Vorderachse arbeitet mit einem 45-kW-Heckmotor zusammen, gemeinsam stehen 195 kW und 385 Nm bereit. Den Sprint auf Tempo 100 erledigt der Allradler in 6,6 Sekunden – die frontgetriebene Version mit großem Akku benötigt dafür 7,9 Sekunden. Serienmäßig kommt der AWD-EV3 mit der 81,4-kWh-Batterie und 19-Zoll-Rädern, die Reichweite gibt Kia mit bis zu 572 Kilometern an. Im Gespannbetrieb steigt die gebremste Anhängelast auf 1,5 Tonnen, während der Fronttriebler mit großem Akku bei 1000 Kilogramm liegt.

Erhältlich ist der Allradantrieb in den Ausstattungslinien Earth und GT-Line. Der EV3 Earth AWD startet bei 46.880 Euro, die sportlich orientierte GT-Line mit Allrad bei 51.190 Euro. An den Preisen der frontgetriebenen Varianten ändert sich trotz gestiegener Rohstoff- und Transportkosten nichts. Die Basisversion Air mit 58,3-kWh-Akku bleibt bei 35.990 Euro und bietet bis zu 436 Kilometer Reichweite. Alle Varianten umfasst die 7-Jahres-Herstellergarantie sowie acht Jahre Batteriegarantie bis 160.000 Kilometer.

Die zweite wesentliche Neuerung betrifft das Laden mit Wechselstrom. Optional ist ab der Ausstattung Earth ein 22-kW-On-Board-Charger verfügbar, der die AC-Ladezeiten deutlich verkürzt. Die Standardbatterie lässt sich damit in knapp drei Stunden von zehn auf 100 Prozent laden, der große Akku in rund vier Stunden. Mit dem serienmäßigen 11-kW-Lader dauert derselbe Vorgang 5:20 beziehungsweise 7:15 Stunden. Am Gleichstrom-Schnelllader bleibt es bei rund 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent für beide Akkugrößen. Kia hatte das 22-kW-AC-Laden zuerst beim EV2 eingeführt und rollt es nun auch auf den EV3 sowie den EV5 aus.

Kia EV3: Mehr Komfort und eine GT-Variante in Sicht

Neben Antrieb und Ladetechnik bringt das Modelljahr 2027 weitere Ergänzungen. Eine neigungsverstellbare Rückbanklehne soll den Sitzkomfort im Fond verbessern, vorn gibt es eine leistungsstärkere USB-C-Ladebuchse mit 100 Watt – beides optional ab der Linie Earth. In der GT-Line lässt sich zusätzlich eine zweite induktive Ladestation ordern, sodass zwei Smartphones gleichzeitig kabellos geladen werden können.

Die Serienausstattung des Earth umfasst unter anderem Navigationssystem mit Kia-Connect-Diensten und KI-Assistent, induktive Smartphone-Ladestation, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn und ein Batterievorheizsystem. Die GT-Line setzt darauf mit Ledernachbildungs-Sitzbezügen, Premium-Soundsystem von Harman/Kardon, elektrischer Heckklappe, Wärmepumpe und einer 230-Volt-Steckdose im Fond für die V2L-Funktion auf.

Optional kommen unter anderem Head-up-Display, belüftete Entspannungssitze und ein Glas-Schiebedach hinzu. Beide Ausstattungslinien bieten ein breites Spektrum an Assistenzsystemen, darunter navigationsbasierter Tempomat, Autobahnassistent 2.0 mit Spurwechselunterstützung und aktiver Totwinkelassistent.

Darüber hinaus hat Kia für das Modelljahr 2027 eine GT-Variante des EV3 angekündigt. Sie soll in Kürze bestellbar sein, detaillierte Informationen will der Automobilhersteller rechtzeitig zum Bestellstart veröffentlichen.

Quelle: Kia – Pressemitteilung

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Kia Elektroautos

Kia senkt Preise in Europa im Wettbewerb mit China

Kia senkt Preise in Europa im Wettbewerb mit China

Sebastian Henßler  —  

Kia-Chef Song erwartet Chinas Autobranche früher vor einer Restrukturierung als gedacht – will bis dahin mit Wachstumsstrategie und Reserven punkten.

Kia PV5 Cargo: Hochdach und City-Version für Europa

Kia PV5 Cargo: Hochdach und City-Version für Europa

Sebastian Henßler  —  

Kia zeigt in Birmingham zwei neue Varianten des PV5 Cargo. Die Hochdachversion bietet über fünf Kubikmeter Ladevolumen, die Kurzversion zielt auf die Stadt.

Intax bezieht E-Transporter PV5 von Kia

Intax bezieht E-Transporter PV5 von Kia

Maria Glaser  —  

Kia liefert einen speziellen PV5-Umbau an das deutsche Unternehmen Intax, das auf Umrüstungen spezialisiert ist.

Kia: Softwaredefinierte Autos kommen erst ab 2028

Kia: Softwaredefinierte Autos kommen erst ab 2028

Laura Horst  —  

Kia verschiebt die Markteinführung seines ersten softwaredefinierten Autos und investiert deutlich mehr in die Elektrifizierung und in den Softwarebereich.

Kia EV1 kommt nächstes Jahr – und 2029 ein neues E-SUV

Kia EV1 kommt nächstes Jahr – und 2029 ein neues E-SUV

Daniel Krenzer  —  

Kia bringt nächstes Jahr ein E-Stadtauto auf den Markt, das sich wohl klar von EV2 und Hyundai Inster unterscheiden wird.

Kia EV2 im Test: Was der kleine Stromer wirklich kann

Kia EV2 im Test: Was der kleine Stromer wirklich kann

Sebastian Henßler  —  

Der Kia EV2 will Elektromobilität ab 26.600 Euro alltagstauglich machen. Im Fahrbericht zeigt der kompakte Stromer, was in ihm steckt.