Der Kia EV3 bekommt zum Modelljahr 2027 gleich mehrere Aufwertungen, die im Segment der kompakten Elektro-SUV Seltenheitswert haben. Ab sofort lässt sich der Bestseller der Marke erstmals mit Allradantrieb und einem 22-kW-On-Board-Charger bestellen. Die Auslieferungen starten im Juli.
Mit der neuen AWD-Variante zieht eine zweite Antriebsachse in den EV3 ein. Ein 150-kW-Motor an der Vorderachse arbeitet mit einem 45-kW-Heckmotor zusammen, gemeinsam stehen 195 kW und 385 Nm bereit. Den Sprint auf Tempo 100 erledigt der Allradler in 6,6 Sekunden – die frontgetriebene Version mit großem Akku benötigt dafür 7,9 Sekunden. Serienmäßig kommt der AWD-EV3 mit der 81,4-kWh-Batterie und 19-Zoll-Rädern, die Reichweite gibt Kia mit bis zu 572 Kilometern an. Im Gespannbetrieb steigt die gebremste Anhängelast auf 1,5 Tonnen, während der Fronttriebler mit großem Akku bei 1000 Kilogramm liegt.
Erhältlich ist der Allradantrieb in den Ausstattungslinien Earth und GT-Line. Der EV3 Earth AWD startet bei 46.880 Euro, die sportlich orientierte GT-Line mit Allrad bei 51.190 Euro. An den Preisen der frontgetriebenen Varianten ändert sich trotz gestiegener Rohstoff- und Transportkosten nichts. Die Basisversion Air mit 58,3-kWh-Akku bleibt bei 35.990 Euro und bietet bis zu 436 Kilometer Reichweite. Alle Varianten umfasst die 7-Jahres-Herstellergarantie sowie acht Jahre Batteriegarantie bis 160.000 Kilometer.
Die zweite wesentliche Neuerung betrifft das Laden mit Wechselstrom. Optional ist ab der Ausstattung Earth ein 22-kW-On-Board-Charger verfügbar, der die AC-Ladezeiten deutlich verkürzt. Die Standardbatterie lässt sich damit in knapp drei Stunden von zehn auf 100 Prozent laden, der große Akku in rund vier Stunden. Mit dem serienmäßigen 11-kW-Lader dauert derselbe Vorgang 5:20 beziehungsweise 7:15 Stunden. Am Gleichstrom-Schnelllader bleibt es bei rund 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent für beide Akkugrößen. Kia hatte das 22-kW-AC-Laden zuerst beim EV2 eingeführt und rollt es nun auch auf den EV3 sowie den EV5 aus.
Kia EV3: Mehr Komfort und eine GT-Variante in Sicht
Neben Antrieb und Ladetechnik bringt das Modelljahr 2027 weitere Ergänzungen. Eine neigungsverstellbare Rückbanklehne soll den Sitzkomfort im Fond verbessern, vorn gibt es eine leistungsstärkere USB-C-Ladebuchse mit 100 Watt – beides optional ab der Linie Earth. In der GT-Line lässt sich zusätzlich eine zweite induktive Ladestation ordern, sodass zwei Smartphones gleichzeitig kabellos geladen werden können.
Die Serienausstattung des Earth umfasst unter anderem Navigationssystem mit Kia-Connect-Diensten und KI-Assistent, induktive Smartphone-Ladestation, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn und ein Batterievorheizsystem. Die GT-Line setzt darauf mit Ledernachbildungs-Sitzbezügen, Premium-Soundsystem von Harman/Kardon, elektrischer Heckklappe, Wärmepumpe und einer 230-Volt-Steckdose im Fond für die V2L-Funktion auf.
Optional kommen unter anderem Head-up-Display, belüftete Entspannungssitze und ein Glas-Schiebedach hinzu. Beide Ausstattungslinien bieten ein breites Spektrum an Assistenzsystemen, darunter navigationsbasierter Tempomat, Autobahnassistent 2.0 mit Spurwechselunterstützung und aktiver Totwinkelassistent.
Darüber hinaus hat Kia für das Modelljahr 2027 eine GT-Variante des EV3 angekündigt. Sie soll in Kürze bestellbar sein, detaillierte Informationen will der Automobilhersteller rechtzeitig zum Bestellstart veröffentlichen.
Quelle: Kia – Pressemitteilung







Wird geladen...