Škoda hat vor wenigen Tagen die Ergebnisse der ersten neun Monate des Jahres 2026 veröffentlicht. Bei den Auslieferungen konnte die tschechische Automarke ein Wachstum auf weltweit 812.400 Fahrzeuge verzeichnen, was einem Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Knapp 666.800 Fahrzeugzulassungen entfielen auf den Kernmarkt Europa, womit Škoda als zweitmeistverkaufte Marke Europas hervorgeht.
Zu dem globalen Wachstum von Škoda hat außerdem der indische Markt beigetragen, der mit 53.200 Auslieferungen ein Plus von 7,8 Prozent erreichte, unter anderem durch die starke Nachfrage nach den überarbeiteten Modellen Slavia und Kushaq. Indien etabliert sich als viertgrößter Markt der Marke. Wichtige Wachstumsmärkte wie Indien, Vietnam und die ASEAN-Region wolle Škoda nach eigenen Angaben zunehmend erschließen.
Der Umsatz von Škoda in den ersten drei Quartalen erreichte ein Wachstum von 3,5 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro und das Betriebsergebnis stieg um 7,4 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite entwickelte sich ebenfalls positiv auf 8,3 Prozent gegenüber 8,0 Prozent im Jahr 2025. „Dies ist das Ergebnis unseres breitesten und aktuellsten Modellportfolios, unserer finanziellen Disziplin und kontinuierlicher Effizienzsteigerungen“, sagte Holger Peters, Kommissarischer Vorstandsvorsitzender von Škoda Auto.
Der Netto-Cashflow lag mit einem Rückgang um 7,9 Prozent bei 1,8 Milliarden Euro und auch die Investitionen waren mit einem Minus von 11 Prozent rückläufig.
Zweitmeistverkaufte Marke Europas
Deutschland bleibt der größte Markt für Škoda, wobei die Auslieferungen hierzulange im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,9 Prozent auf 178.300 Fahrzeuge stiegen. Auch in anderen europäischen Ländern nahmen die Auslieferungen zu. So wurden in Großbritannien 71.700 Fahrzeuge mit einem Plus von 8,4 Prozent, in der Tschechischen Republik 70.500 Fahrzeuge mit einem Plus von 4,2 Prozent, in Polen 50.700 Fahrzeuge mit einem Plus von 10,4 Prozent und in Frankreich 39.800 Fahrzeuge mit einem Plus von 10,0 Prozent ausgeliefert.
Außerhalb Europas folgte die Türkei mit 32.600 Fahrzeugen und einem Wachstum von 1,2 Prozent auf Indien. Das stärkste prozentuale Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete Škoda in Ägypten mit 48,8 Prozent, in Ungarn mit 19,4 Prozent und in Belgien mit 17,1 Prozent.
Insbesondere in Sachen Elektromobilität weist Škoda im bisherigen Jahresverlauf eine starke Bilanz auf. Die weltweiten Auslieferungen von vollelektrischen und Plug-in-Hybriden stiegen um 34,7 Prozent auf 203.100. Davon entfielen 167.400 Einheiten auf reine Elektroautos, was einem Wachstum von 41,3 Prozent entspricht. Für die neuen, vollelektrischen Modelle Škoda Epiq, das in Spanien produziert wird, und Škoda Peaq mit Produktion im tschechischen Stammwerk der Marke gingen bis Mitte Oktober weltweit bereits 82.000 Bestellungen ein.
Auf dem europäischen Markt machten batterieelektrische und Plug-in-Hybride 29,8 Prozent der Auslieferungen aus, gegenüber 24,1 Prozent im Vorjahr. Damit fährt fast jeder dritte Škoda in Europa elektrisch. Die Modelle Elroq und Enyaq belegten in Europa den dritten bzw. vierten Platz der meistverkauften Elektroautos. Darüber hinaus war der Elroq in mehreren Ländern auf Platz 1, darunter auch Deutschland. Weltweit wurden 92.200 Fahrzeuge vom Typ Elroq ausgeliefert mit einem Anstieg von 52,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Insgesamt ist Škoda im bisherigen Jahresverlauf nicht nur die zweitmeistverkaufte Marke Europas, sondern auch die fünftmeistverkaufte Marke für Elektroautos in Europa. Holger Peters spricht von einer erfolgreichen Elektrifizierungsstrategie, die auch dazu beitragen solle, Herausforderungen im nächsten Jahr wie einen noch stärkeren Wettbewerb und Margendruck zu bewältigen.
Škoda Auto strebe nach eigenen Angaben an, bis zum Ende des Jahrzehnts zu den drei absatzstärksten Marken in Europa zu gehören. Dazu sollen sowohl Elektro- und Hybridmodelle als auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor beitragen. Derzeit bietet Škoda auf rund 100 Märkten 14 verschiedene Pkw-Modellreihen an, von denen der Škoda Octavia weiterhin das insgesamt meistverkaufte Modell ist, gefolgt vom Kodiaq und Kamiq. Für den Fabia wurde eine elektrische Version angekündigt. Im Gesamtjahr 2025 lieferte die Marke, die seit mehr als 30 Jahren zum Konzern Volkswagen gehört und circa 40.000 Mitarbeiter:innen beschäftigt, weltweit über eine Million Fahrzeuge aus.
Quelle: Skoda – Pressemitteilung vom 30. Oktober 2026








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