BYD legt sich wohl auf Standort für Europa-Werk fest

BYD legt sich wohl auf Standort für Europa-Werk fest
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Elektrobauer BYD (Build Your Dreams) will sein erstes Werk in Europa offenbar in Ungarn errichten. Das berichtet jedenfalls das Handelsblatt, das sich wiederum auf die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ beruft. Demnach soll offenbar ein komplett neues Werk errichtet und kein bestehendes übernommen werden, was auch lange als Option galt. Offiziell soll der Standort wohl noch in diesem Jahr bekanntgegeben werden. Derzeit wollte BYD die Gerüchte trotz Anfrage noch nicht bestätigen.

Offenbar hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Urban kürzlich auch die Unternehmenszentrale von BYD in China besucht und sich mit BYD-Chef Wang Chuanfu, als Orban dort wegen eines Gipfeltreffens zum chinesischen Projekt der „Neuen Seidenstraße“ zu Gast war. Auch Audi (Győr), Mercedes-Benz (Kecskemét) und Suzuki (Esztergom) betreiben bereits Werke in Ungarn. Die Regierung hatte sich in den Jahren sehr darum bemüht, Unternehmen aus dem Automobilbereich ins Land zu locken.

Zukunft von Werk in Saarlouis unklar

Damit scheint die Übernahme des Ford-Werks in Saarlouis durch BYD zumindest vorerst vom Tisch zu sein. Die Chinesen führten Anfang des Jahres einem Medienbericht zufolge entsprechende Gespräche, wie das Wall Street Journal seinerzeit unter Berufung auf „mit der Angelegenheit vertraute Personen“ berichtete. Ob das Ford-Werk über 2025 hinaus eine Zukunft hat, ist weiterhin unklar.

In China selbst hat sich BYD in den vergangenen Jahren zum Marktführer bei den elektrischen Fahrzeugen gemausert. Weltweit hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr dann die meisten E-Autos inklusive Plug-in-Hybride abgesetzt und Volkswagen auf dem chinesischen Markt vom Absatzthron insgesamt gestoßen. Auch in Europa versucht BYD immer stärker Fuß zu fassen und eröffnet immer mehr Verkaufsstellen – auch in Deutschland. Zunächst wurden die Modelle Tang, Han und Atto 3 angeboten, mit dem Crossover Seal und dem kompakten und günstigen Dolphin gesellen sich weitere interessante Fahrzeuge hinzu, die auf Nischen im Angebot der europäischen Hersteller abzielen.

Quelle: Handelsblatt – „Blatt: BYD will erstes PKW-Werk in Europa wohl in Ungarn bauen“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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