BYD: Festkörperakkus nicht in jedem E-Auto sinnvoll

BYD: Festkörperakkus nicht in jedem E-Auto sinnvoll
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Automobilhersteller BYD bestätigte, dass sich seine Festkörperbatterien in einer Durchbruchsphase befinden. Allerdings bremste der Hersteller zugleich die Euphorie, dass künftig jedes Elektroauto mit einer solch schnell aufladbaren Fahrzeugbatterie ausgestattet werden könnte. „Die Kommerzialisierung ist weiterhin durch zahlreiche technische und industrielle Hindernisse eingeschränkt“, sagte BYD-Chefwissenschaftler Lian Yubo laut Car News China.

Der Übergang von der Pilotlinienproduktion zum groß angelegten Fahrzeugeinsatz berge demnach weiterhin Herausforderungen, was technische Komplexität, Kostenkontrolle und Produktionsausbeute mit sich bringe. Auf Materialebene seien die Stabilität bestimmter Batterieareale sowie die Unterdrückung von Lithium-Dendriten zentrale Engpässe, die den weiteren Fortschritt behindern. Lithium-Dendrite sind baumförmig verzweigte, nadelartige Strukturen aus Lithiummetall, die auf dem Minuspol wachsen – vor allem beim Schnellladen.

LFP-Akkus werden immer besser

Automobilhersteller sollten zwecks einer ganzheitlichen Logik direkt an der „Definition von Batteriezellen mitwirken und Anforderungen wie Reichweite, Lebensdauer, Ladeverhalten, Umweltanpassungsfähigkeit und Sicherheit in messbare Ziele auf Systemebene umsetzen, darunter Wärmemanagement, mechanische Integrität und elektrochemische Leistung“. Yubo geht dem Bericht zufolge davon aus, dass sich jedoch auch flüssige Lithium-Ionen-Akkus in Zukunft in Sachen Energiedichte und Umweltverträglichkeit deutlich weiterentwickeln werden. Daher kommt er zu dem Schluss, dass je nach Leistungs- und Kostenniveau eines Fahrzeugs künftig unterschiedliche Batterietypen zum Einsatz kommen dürften.

Voraussichtlich im kommenden Jahr sollen in China sulfidbasierte Festkörperbatterien fertiggestellt und pilotweise in Fahrzeugen eingesetzt werden. Doch auch an den bisherigen Lithium-Ionen-Akkus wird eifrig weitergetüftelt. Dass diese deutlich schnellladefähiger sein können, als lange gedacht, zeigt unter anderem die neue Generation an Elektroautos vom chinesischen Mitbewerber Xpeng. Skaliert werden sollen Festkörperakkus wohl ab 2030, doch bis dahin sind LFP-Akkus vielleicht bereits so weit entwickelt, dass nur noch die allerwenigsten den Leistungssprung hin zu einer dann zunächst sicher teureren Festkörperbatterie tatsächlich im Alltag benötigen.

Quelle: Car News China – BYD chief scientist: solid-state battery at ‘critical breakthrough stage’ while commercialisation constrained

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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