BYD baut seine Position auf dem deutschen Markt weiter aus. Im März 2026 hat der chinesische Automobilhersteller erstmals innerhalb eines einzigen Monats mehr als 1000 Autos an Privatkund:innen in Deutschland ausgeliefert. Von insgesamt 3439 Neuzulassungen entfielen 1353 auf private Käufer:innen – das entspricht einem Privatkundenanteil von 39,34 Prozent. Auf dem gesamten Privatmarkt erreichte BYD damit einen Anteil von 1,31 Prozent.
Die Zahlen markieren einen deutlichen Sprung gegenüber dem Vorjahresmonat. Im März stiegen die Neuzulassungen um 327 Prozent, über das gesamte erste Quartal sogar um 644 Prozent. Zwischen Januar und März wurden insgesamt 9121 neue BYD-Modelle in Deutschland zugelassen, was einem Marktanteil von 1,3 Prozent entspricht. Der Privatmarktanteil im selben Zeitraum lag bei 1,18 Prozent.
Unter allen chinesischen Automobilherstellern behauptet sich BYD damit erneut als die meistzugelassene Marke in Deutschland – auch im Segment der Privatzulassungen. Dass gerade dieser Bereich für den Konzern eine besondere Rolle spielt, betonte Lars Bialkowski, Country Manager von BYD Deutschland: „BYD will bei allen Kunden wachsen, aber natürlich ist uns der Privatmarkt besonders wichtig, weil wir hier die unmittelbare Verbindung zu den Kunden haben und ein ungefiltertes Feedback bekommen.“ Der Erfolg bei privaten Käufer:innen sei ein Zeichen des Vertrauens in die Marke, auf das man auch künftig aufbauen wolle.
Hinzu kommt ein weiterer Achtungserfolg für ein einzelnes Modell. Der BYD Seal 6 Touring, ein Plug-in-Hybrid-Kombi, erreichte im März den dritten Platz in der Zulassungsstatistik der Plug-in-Hybride. Im ersten Quartal schaffte es das Modell zudem unter die zehn meistzugelassenen Plug-in-Hybride in Deutschland.
BYD: Wachstum mit Substanz oder noch frühe Phase?
Die Zahlen lassen sich aus zwei Richtungen lesen. Einerseits sind die prozentualen Wachstumsraten beeindruckend – allerdings ausgehend von einem niedrigen Basiswert im Vorjahr. Ein Marktanteil von 1,3 Prozent ordnet BYD weiterhin im unteren Bereich der Gesamtstatistik ein. Andererseits zeigt die Dynamik bei den Privatzulassungen, dass die Marke zunehmend bei Endkund:innen ankommt und nicht ausschließlich über Flotten und gewerbliche Zulassungen wächst.
Dass BYD im ersten Quartal bereits mehr als 9000 Neuzulassungen verzeichnet, unterstreicht die Richtung. Ob sich dieser Trend über das Gesamtjahr stabilisiert, wird auch davon abhängen, wie sich das Händlernetz und die Modellpalette in den kommenden Monaten entwickeln.








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