Panasonic erzielt erstmals Gewinn mit Tesla-Gigafactory

Panasonic erzielt erstmals Gewinn mit Tesla-Gigafactory

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Das Joint Venture von Panasonic mit Tesla zur Herstellung von Batteriezellen für Tesla-Elektroautos hat einem Medienbericht der Financial Times zufolge im vergangenen Quartal erstmals einen Gewinn erzielt. Nachdem sich die Investition in die US-amerikanische „Gigafactory“ in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar (etwa 1,45 Milliarden Euro) nun endlich erstmals ausgezahlt hat, stieg die Aktie des japanischen Technologiekonzerns um 10 Prozent.

Insgesamt stieg der Betriebsgewinn von Panasonic im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent auf 100,4 Milliarden japanische Yen (gut 840 Millionen Euro). Dabei glichen die Gewinne des Joint Ventures mit Tesla den Umsatzrückgang in anderen Bereichen aus.

Ein ernstes Problem für das Joint Venture in Nevada war dem Bericht zufolge zuletzt ein branchenweiter Mangel an Batterieingenieuren, der laut Panasonic mittlerweile behoben wurde. Laut Hirokazu Umeda, Chief Financial Officer von Panasonic, greifen nun auch die lange ersehnten Effekte der Skalierung: Die Verluste der Gigafactory in Nevada, die der Batteriehersteller gemeinsam mit Tesla in Nevada betreibt, konnten ausgeglichen werden, da höhere Produktionsmengen die Rohstoffkosten gesenkt hätten.

Bis zum nächsten Jahr hoffen wir, dass sich die Gewinne stabilisieren“, sagte Umeda weiter. Die Verbesserung des Geschäftsverlaufs von Panasonic spiegeln einige gute Ergebnisse der vergangenen Woche wider. Auch Tesla erzielte seine ersten Netto-Quartalsgewinne und schaffte in 2019 einen neuen Produktionsrekord.

Die Wende kommt für Panasonic zu einem entscheidenden Zeitpunkt, nachdem der chinesische Batteriehersteller CATL erst vor wenigen Tagen bestätigt hat, einen Liefervertrag mit Tesla unterzeichnet zu haben. Mit der Investition in die US-amerikanische Gigafactory war Panasonic einige Jahre lang exklusiver Lieferant von Lithium-Ionen-Akkuzellen für Elektroautos von Tesla.

Die Gigafactory in Nevada hatte seit seiner Eröffnung im Jahr 2017 immer wieder Probleme, die Produktion zu steigern, die Beziehungen zwischen den beiden Partnern waren maßgeblich gestört. Tesla-Chef Elon Musk hatte das japanische Unternehmen sogar beschuldigt, die Produktion des Model 3 eingeschränkt zu haben.

Ein Teil der Enttäuschung von Panasonic über die Partnerschaft war das Missverhältnis zwischen dem Verkauf von Tesla-Fahrzeugen und dem aggressiven Plan von Musk, auch in China und Deutschland neue Fabriken zu errichten. An dem neuen Batteriewerk für Tesla in China ist Panasonic nicht beteiligt. Umeda betonte, Panasonic werde sich weiterhin auf die Zellproduktion für das Model 3 und das Model Y konzentrieren. Er sagte, Panasonic sei „nicht zu besorgt“ über den Verlust der Exklusivität, nachdem Tesla auch Verträge mit LG Chem aus Südkorea und CATL aus China unterzeichnet hat.

Quelle: Financial Times — Panasonic’s joint venture with Tesla turns first profit

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2 Antworten

  1. Freut einen ja zu hören, dass Panasonic endlich was von der Kooperation hat und nicht nur Geld reinsteckt. LG Chem und CATL sind neue Partner von Tesla? LG Chem ist auch das Unternehmen was schon nicht genug Akkus für i-Pace, EQC und e-tron liefern kann. Na das wird ja lustig, wenn Tesla von denen auch noch Batterien bezieht. Ich vermute mal das Panasonic davon nicht allzu verstimmt ist, weil sie sowieso mit der einen Gigafactory schon ausgelastet sind. Nicht jedes Unternehmen hat so Ehrgeizige Pläne wie Elon Musk (der ja offenbar auch mal seine Partner gerne offen kritisiert, obwohl sein eigenes Unternehmen auch nicht nur positive Schlagzeilen im letzen Jahr produziert hat).

  2. Es ist gut, wenn sich mit Elektromobilität in allen Teilen der Wertschöpfungskette (Akkuherstellung, Akkurecycling, Fahrzeugherstellung, usw.) Geld verdienen lässt.
    Das wird auch bei anderen Herstellern die Investitionsbereitschaft dafür erhöhen.
    Damit bekommt das mehr Eigendynamik … und es entsteht auch wieder Wettbewerb, der irgendwelche überhöhten Preise nicht (mehr) zulässt.

    Nun muss nur noch die Ladeinfrastruktur (in D) schnell genug “mitwachsen”.

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