KIT-Forscher hält Wasserstoff in Pkw für „ungeeignet“

KIT-Forscher hält Wasserstoff in Pkw für „ungeeignet“

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Martin Doppelbauer, Professor für Hybridelektrische Fahrzeuge am Elektrotechnischen Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), erklärte in einem Interview mit Bizz Energy seine Sicht auf den Hype um Wasserstoff-Brennstoffzellenautos, warum die Zukunft im Pkw-Markt der reinen Batterie-Elektromobilität gehört und was passieren muss, um Elektroautos noch alltagstauglicher zu machen.

Ganz nachvollziehen kann er den Hype um die Brennstoffzelle nicht, schließlich gebe es weltweit nur zwei Wasserstoff-Serienfahrzeuge, den Toyota Mirai und den Hyundai Nexo. Und die seien „ziemlich groß, haben einen eingeschränkten Platz im Innenraum und sind teuer“, findet Doppelbauer. Und auch die Zulassungszahlen zeigen ein eindeutiges Bild: „Über 99,8 Prozent aller elektrische Fahrzeuge werden mit Batterien betrieben und weniger als 0,2 Prozent mit Wasserstoff.

Die nur rudimentär ausgebaute Infrastruktur mit in Deutschland gerade einmal um die 80 Wasserstofftankstellen, „die sehr schlechten Wirkungsgrade und der hohe Primärenergiebedarf bei der Herstellung“ von Wasserstoff sprechen ebenfalls gegen den Einsatz im Massenmarkt. Mit der Energie, die für die Herstellung von Wasserstoff gebraucht wird, kommt ein rein elektrisches Batterieauto dreimal so weit.Man könnte auch sagen: Wasserstoff ist viel zu kostbar, um es im Auto zu verbrennen – beziehungsweise viel zu teuer“, sagt Doppelbauer.

Der Eindruck, es gebe einen Wettbewerb zwischen Wasserstoff und reiner Elektromobilität, komme von einer „großen Interessensgruppe, die ein Riesenproblem mit batterieelektrischen Fahrzeugen hat: die Öl- und Gasindustrie. Die macht sehr viel Druck“, sagt der KIT-Forscher. Bei Wasserstoff seien diese Gruppen sogar bereit, den Aufbau der Infrastruktur zu übernehmen. Das erscheine „sehr attraktiv“ im Gegensatz zum Aufbau einer Lade-Infrastruktur für Elektroautos: „Wenn man Elektromobilität will, dann müssen die Stromnetze ausgebaut werden. Dazu braucht man Windräder und Stromtrassen. Das ist für die Politik mühsam durchzusetzen und einigermaßen unpopulär.“

„Es ist an der Zeit, die Dinge klarzurücken“

Doppelbauer hat „den Eindruck, dass je mehr die Elektromobilität sich zu etablieren beginnt, desto stärker gibt es eine Kampagne für Wasserstoff.“ Ihm sind in letzter Zeit vor allem „Artikel in der Sensationspresse oder Auftritte von Komikern im Fernsehen“ negativ aufgefallen, da sie mit falschen Behauptungen argumentieren. Zudem sei „die Wasserstoff-Diskussion ein ziemlich deutsches Phänomen: In ganz Italien gibt es beispielsweise eine einzige Wasserstofftankstelle, in Frankreich sind es drei. In Spanien und Portugal gibt es keine.“ Nun sei es langsam an der Zeit, „die Dinge klarzurücken.“

Mit seiner Meinung steht Doppelbauer nicht alleine da. Zuspruch bekommt er von VW-Chef Herbert Diess und einigen anderen Forschern. Zwar werde der Wasserstoffantrieb sicher nützlich sein, etwa im Schwerlastverkehr, der Schifffahrt, bei Flugzeugen oder Langstrecken-Pkw. „Aber im Massenmarkt Pkw mit Millionen von Fahrzeugen ist er ungeeignet.“ Auch „bei der Netzstabilisierung werden wir ohne Wasserstoff nicht auskommen“, sagt der KIT-Professor. Dort sei er notwendig, um als Zwischenspeicher die Schwankungen bei der Energieerzeugung von Sonne und Wind auszugleichen.

Auch von mit Wasserstoff hergestellten E-Fuels hält Doppelbauer nicht viel. Diese seien „für den Pkw-Bereich viel zu teuer. Die Energiemengen, die wir dort brauchen würden, sind riesig. Das können wir nicht bereitstellen“. E-Fuels für Pkws seien sogar „kompletter Unsinn“, findet er. Allerdings kann er sich auch hier „sehr gut vorstellen, dass sie langfristig eine Option für den Schwerlastverkehr oder auch für Flugzeuge sind.“

Elektroauto ersetzt „einen Verbrenner vollständig“

Die Elektromobilität sei zudem schon bereit für den Massenmarkt, mit einem Elektroauto könne man „einen Verbrenner vollständig ersetzen“. Nur bei der Infrastruktur zum Laden müsse noch „viel passieren. Wir brauchen zum einen mehr Schnellladesäulen an den Autobahnen, damit wir Urlaubs- und Geschäftsreisen mit den Elektroautos machen können“. Außerdem brauche es mehr Ladesäulen in den Wohngebieten: „Die müssen nicht unbedingt schnell sein – das Auto steht dort ohnehin die ganze Nacht. Dafür eignen sich zum Beispiel Lademöglichkeiten an Laternen, von denen dann auch Mieter etwas haben.“

Quelle: Bizz Energy – „Im Massenmarkt Pkw ist Wasserstoff ungeeignet“

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62 Antworten

    1. Lautloses Dahingleiten, Automatik, Standheizung, Emissionsfrei, kein Getriebe-Kupplung-Einspritzung-Kat-Auspuff-Klumpatsch der ständig Ärger macht… Ein schöner Irrweg, den ich gerne beschreiten werde.

      1. Hallo habe mehrere Probefahrten mit E-Autos gemacht.Also leise fahren geht nur bei Schrittgeschwindigkeit.Ansonsten hat ein E-Auto Reifen und Windgeräusche die bei steigender Geschwindigkeit auch nicht schön sind.Höhere Geschwindigkeiten = Längere Ladezeiten.Höhere Ladeströme verringerte Akkulaufzeit.Ständig steigende Strompreise.Dann sind diese Autos einfach zu teuer.Gut ist dieser einfache Elektromotor.Der Schwachpunkt Denke ich ist der Akku.Zu schwer und zu teuer.Mal sehen wie das weiter geht.

        1. Haben Sie nicht bemerkt, dass es ein regenerated breaking (Rekuperation) gibt und dass Sie viel weniger bremsen müssen ? Hat Sie der Händler nicht darauf hingewiesen ? Das ist doch der entscheidende Unterschied beim fahren mit dem Elektroauto vs. Verbrenner ? Weniger bremsen reduziert den Feinstaub, was auch sehr relevant ist.

          Ich fahre mit meinem Model 3 die 25km bis ins Büro mit 3kWh=ca. 60Cents. Mit einem gleichwertigen Verbrenner ( 6l/100km ), also 1.5l/25km =ca. 1.8 Euro. Das ist ein Faktor 3, für mich schon ein markanter Unterschied. Dieselpreise werden eher nicht tiefer werden in Zukunft. Höhere Geschwindigkeit beim Verbrenner = grösserer Dieselverbrauch und damit wiederum höhere Transportkosten. Wenn Sie zu Hause oder im Büro laden, dann spüren Sie die etwas längere Ladezeit nicht, da Sie ja dann die Freizeit geniessen, Essen, Arbeiten, Schlafen.
          Windgeräusche haben Sie dieselben wie bei einem Verbrenner, die Motorengeräusche fallen jedoch weg und diese können Sie beim Diesel nicht eliminieren. Besonders Innerorts ist das ja entscheidend für die Anwohner.

          Ach ja, das allerwichtigste habe ich noch vergessen: das Klima ! Haben Sie diese Faktoren ebenfalls berücksichtigt ?

          1. Das Klima Verhältnis fällt beim E- Auto dann doch eher schlecht aus. Die Produktion der Batterie allein ist Raubbau an der Erde und an der Menschheit. Die Entsorgung der Batterie als Sondermüll ist nicht geregelt und wird die Umwelt sehr stark belasten. Das einzigste was für ein E-Auto spricht, ist der Wirkungsgrad seines Motors, aber Umweltfreundlich ist ein E- Auto auch nicht! PS: Pflanzen Die ein paar Bäume und versorgen Sie, dann haben sie wirklich was für die Umwelt getan.

          2. @Lüdicke: Nur so viel, da scheiden sich halt Ihre und meine Geister diametral. Sie mögen Ihre und ich meine Argumente aus 10 Jahren praktischer Erfahrung mit der E-Mobilität und extensivem Gedankenaustausch mit Fachleuten haben. Diese Diskussion würden wir endlos führen.

          3. Hallo .

            Zuerst einmal ein Danke für diesen Beitrag. Was die Energie-Preise angeht werden wir als Menschen noch ein blaues Wunder erleben. Wo eine Knappheit herrscht da wird die Preisschraube angedreht. Wer kann schon sagen wie der Strompreis sich entwickelt wenn nur 10% der Autos elektrisch fahren? Ich kann mir durchaus Vorstellen, dass das Niveau nicht bleiben kann. Also weg von dem Gedanken. Warum also E-Autos? Weil die Rohstoffe für den Akku von Afrka und Südamerika geplündert werden können OHNE auf Widerstand zu stoßen. Mit Wasserstoff könnte man nicht nur Fahren sondern auch das Eigenheim beheizen. Man bräuchte nur die Anschlüße dafür. Und wenn wir schon beim Heizen sind, was macht ein Stromer bei -10° oder darunter? Oder bei 35°? Da sieht es dann Finster aus Mit der Kapazität der Akkus aus.
            LG Gerhard

          4. 60 Cent für drei kwh… Das war Mal, aktuell liegt er bei 25 Cent/kwh und der wird weiter steigen!!!… auch liegt der Verbrauch außerhalb der Ortschaft mit großen Anteil an Durchschnittsgeschwindigkeiten von 90 km/h bei 15 bis 17 kwh auf 100 km… Bei der lahmen Geschwindigkeit, benötigt mein Diesel Oktavia nicht mal 5 Liter Diesel (aktueller Preis Diesel an der Autobahn 1,26 euro pro Liter) und das macht 6.3 euro. Bei 15 kWh dürfte der Strom im Schnitt nicht die 0,42 euro überschreiten und das bedeutet zu Hause laden, sonst wird’s schwierig. Ich habe aber gestern zwei von drei Ladetätigkeiten 0,89 euro/kWh
            bezahlen müssen. Die ladepreise für eine kWh werden definitiv in der Zukunft steigen, da die Einnahmen an einer Ladesäule bei 0,29 euro pro kWh unwirtschaftlich für die Betreiber sind. Rechne Mal selber aus, was ein Ladestellenbetreiber am Tag für seine Ladesäule bekommt. Bei der negativen Rendite würde jeder die Investition verweigern, ohne Subventionen wäre der Ausbau aktuell gar nicht machbar. Frag dich auch, was passiert, wenn die Einnahmen durch steuern auf Sprit sinken. Der Staat wird auch irgendwann die Elektroautos als Umweltsünder ( was sie natürlich auch sind) abkassieren, war beim Diesel nicht anders. Hab gestern am Billigsten unterwegs für 0,29 Cent und am Teuersten für 0,89 Cent pro kWh geladen. Die Anzahl an unterschiedlichen Ladesäulenbetreibern und die dafür benötigten Apps, Ladekarten und RFID Chips ist irre!!. Beinahe jede 10 Säule an der Autobahn ist defekt. Manche Säulen Vertragen sich nicht mit der Systemspannung einiger Autos… z.b. Renault Zoe oder Nissan env200. Hab permanent mit beiden Probleme, ohne Rücksetzung der Ladesäule läuft da nix. Fernfahrten sind eine qual… Auch funktionieren nicht immer die Ladesäulen oder statt 50 kW gibt’s nur 11 kW, was die Ladezeit mehr als vervierfacht… Zusätzlich ist es ein Märchen zu glauben, dass Windkraft und Sonnenenergie konventionelle Kraftwerke komplett ersetzen könnten. Schon jetzt wird im dreistelligen Millionenbeitrag Phantomstrom, wegen den Windkraftspitzenlasten bezahlt. Dann gibt’s Zeiten, wo ohne den konventionellen Kraftwerken, die Stromversorgung zusammen brechen würden.

            Sie profitieren von einer aktuellen Technik, die noch im Kleinserienformat steckt und auch nur da funktioniert. Sollte es zu 10.000.000 Elektroautos in Deutschland kommen, dann fehlen Ladestationen, Stromnetz ist nicht in der Lage die Auto ausreichend mit Strom zu decken, der Strompreis explodiert, Strom muss rationalisiert werden. Wenn sie glauben, unser Stromsystem könnte in 10 Jahren an diese Probleme angepasst werden, dann träumen Sie. Die Technik lohnt sich für die Reichen und den gehobenen Mittelstand. Die Leute, die sich für 30.000 Euro und mehr, einen Zweitwagen leisten können, über ein eigenes Haus verfügen mit ideal einer Photovoltaik Anlage auf den Dach und nicht mehr als 300 km am Tag fahren. Dabei wird das finanziell gut gestellte Pack auch noch mit Subventionen (die der normale Bürger auch in Form von Steuer mit zahlen muss) unterstützt. Der einfache Bürge hat davon nix!!! Doch hierbei handelt es sich nicht Mal um 3 Prozent der Bevölkerung, wie die aktuellen Verkaufszahlen klar zeigen. Oder glauben sie in echt, der Bürger würde sich weiter von den Ölkonzernen und den Staat finanziell ausbeuten lassen, wenn er eine wirkliche Option hätte? Die meisten Deutschen können sie ohne Kredit nicht Mal ein 10.000 Euro Auto leisten, wohnen ihn Mehrfamilienhäuser zur Miete, wo es schwer ist überhaupt einen Parkplatz vorm Haus zu finden… es gibt genügend Pentler und die fahren weit mehr als 300 km am Tag. Bei den wenigen Tesla Ladestationen, würde schnell eine Schlange an den Ladesäulen entstehen. Steht dann noch links und rechts ein Auto, dann halbiert sich die Ladeleistung. Die Urlaubszeit, würde zum Chaos auf den Autobahnen führen. Das erzwingen von Elektroautos und der Verbot von Benzin- und Dieselmotor trifft wie immer die normalen Bürger, die sich solch ein finanziellen Aufwand nicht leisten können. Elektroautos haben als alternative und nicht als Ersatz für Verbrennungsmotoren eine Zukunft, aber brauchen noch mehr als 50 Jahre ( insofern das Problem mit der Stromerzeugung überhaupt gelöst werden können, geringe Laststabilität von Wind- und Sonnenenergie und der absolut komplett fehlenden Technik, Strom in großen Menge zu speichern) um einer breiteren Bevölkerungsschicht als finanziell erschwingliches Fortbewegungsmittel zu dienen. Die Kosten für die Umbaumaßnahmen des Stromnetzes und Ladeinfrastruktur werden beachtlich hoch und nur über Jahrzehnte hin finanzierbar, daher wird noch viel Zeit vergehen. Zum Thema, ein Elektroauto ist leiser als ein Verbrennungsmotor ist völliger Schwachsinn! Die wir wahrnehmende Lautstärke ab einer Fahrgeschwindigkeit von 30 km/h, besteht zum größten Teil aus dem Rollwiderstand der Reifen. Auch unter 30 km/h sind normale (keine Sportwagen) aktuelle Verbrennungsmotoren nicht mehr wahrnehmbar.

            Fazit: Elektroautos sind nicht die Lösung für unser Mobilitätsproblem (Mobilität zu Umweltbelastung), aber auch nicht als Alternative uninteressant. Im Verbrauch in der Stadt unschlagbar. Auf Fernstrecke absolut keine Alternative, ganz speziell für Pendler, Aussendienstmitarbeiter oder Vielfahrer. Aktuell ist Tesla der einzige Hersteller mit Alltags tauglichen Fahrzeugen für Mittelstrecken, aber viel zu teuer in der Anschaffung. Zusätzlich ist es interessant, wie Tesla die nâchsten Jahre übersteht. Da alle Autohersteller nun ins Elektroautogeschäft stark einsteigen und der Markt noch mehr als überschaulich von der Kundenanzahl ist. Für Langstrecken ist der Tesla auch bedingt tauglich, insofern man mit maximal 100 km/h fahren möchte und Ladezeiten am supercharger zwischen 30min bis 1,5 h (ist schon wer an der Ladesäule, dann verdoppelt sich die Ladezeit) im Kauf nehmen möchte, aller 250 bis 300 km. Im Bereich Warentransport (Langstrecke) gibt es aktuell keine sinnvolle Alternative, als den Verbrennungsmotor.

          5. @Gerhard: Dieser Artikel gibt mir Mut, noch öfters mit meinem BEV auf der Strasse Leute anzusprechen, so dass wir zugunsten des Klimas noch schneller vom ineffizenten CO2-Diesel/Benziner/Hybriden Zeitalter wegkommen. Die Argumente sind überzeugend.

            Energie muss Allgemein teurer werden, auch der Strom, damit der Energieverschwendung Einhalt geboten wird.

            Aus alternativen Energiequellen erzeugter Strom ( egal für Heim oder Auto ) muss für Wasserstoff Erzeugung 4-5 mal so teuer werden, damit ineffizienz bestraft und effizienz via Batterie belohnt wird.

            Drastische Diesel/Benzinpreiserhöhungen müssen parallel zu einem Ausbau des ÖV’s einhergehen. Schiffen, Flugzeugen, Fernfahrten LkW’s gehört die Wasserstofftechnologie, PkW’s die Batterietechnologie. Dass diese Batterietechnologie funktioniert beweisen täglich 100’000-de von BEV’s. Die BEV Gemeinde ist bereits in ein neues Zeitalter aufgebrochen. Und die Gemeinde wird immer grösser und hat somit immer mehr Hebelwirkung.

            Wie schon Archimedes sagte: “Give me a lever long enough and a fulcrum on which to place it, and I shall move the world!”
            Wir alle können Teil dieses Hebels werden und mit Common Sense müssen nicht immer auf die ewigen Zweifler warten. Dazu noch etwas, ein kluger Mann hat einmal gesagt: “Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!” Ich würde noch ergänzen ” … das Klima!”.

            Das Klima wartet nicht bis wir uns entschieden haben, es verhandelt nicht mit uns. Deshalb war es wichtig, dass Greta uns allen einmal den Schuh in den Arsch gegeben hat, damit wir endlich aufwachen und unsere Bedürfnisse nach unseren Möglichkeiten richten. Ob das bei allen hier in diesem Forum angekommen ist, wage ich vorerst noch zu bezweifeln. In meiner EV Community ist das schon lange klar. Geschichten wie Verbrenner, Hybride, Wasserstoff haben wir schon lange hinter uns gelassen. Nicht nur Tesla macht es seit fast 2 Jahrzehnten vor auch VW hat es begriffen, und das stimmt mit optimistisch.

          6. Lieber Herr Doessegger
            sie haben in Ihrer Argumentation nur in einem Punkt recht und das ist der Feinstaub beim Bremsen alles andere ist schöngeredeter Unsinn , ihr tolles Model 3 muss erst mal 120 t km fahren um in die Nähe einer Umweltgerechten Berechnung zu gelangen , den Stromanbieter müssen sie mir mal zeigen der Ihnen 1 KW für 0,20 cent verkauft , wir haben hier bei uns schon 0,50 cent an Ladesäulen und wer glaubt das sich die paar Stromanbieter, die es auf diesem Planeten gibt ,diese Chance entgehen lassen der ist ein Träumer wir werden über kurz oder lang 1 euro pro Kw haben , leider trifft uns das alle auch ohne E Auto .
            Sie rechnen auch nicht well to wheel , ein älteres Auto länger zu fahren schon Umwelt und Klima um ein vielfaches als ständig was neues zu kaufen oder ein E Auto . Alles wird unter dem Deckmäntelchen Umwelt und Klima getaucht, das ist der Witz überhaupt , die können nicht mehr rechnen und denken wie sie mit einem Tesla etwas für die Umwelt getan zu haben , mir wird schlecht wenn ich so was lese , sie tun was für Ihr EGO und sonst nix . Diese bescheuerte CO2 Diskussion ist so was von daneben , die Menschen fahren zum Flughafen mit Ihrem Model 3 und steigen dann in den Flieger um dann 3 Tage irgendwo am anderen Ende der Welt kurz Urlaub zu machen mit diesem CO2 Verbrauch fahre ich 2 Jahre Auto .

            Ich bin kein E Auto Gegner aber wer braucht bitte einen E SUV mit 3 tonnen Gewicht was für ein Wahnsinn

        2. Fahre selber ein i3 . Und bin absolut nicht überzeugt von elektro Fahrzeuge. Laufzeit Geräusche preis .
          Lieber habe ich Auspuffgeräusche wie windgereusche dauer selber ekeliger Ton.
          Dann davon abgesehen die akku Haltbarkeit habe schon 1 neuen akku erhalten im Preis von 8300euro . Mit 94ah 30kw akku grösse
          Leider sehe ich das Wasserstoff auto als besser an .
          Reichweite Zuverlässigkeit Technik gibts schon seit Jahrzehnten im BMW versuchsfahrzeug und Mercedes wie auch VW. Leider hat damals die Regierung (Öl lobi) das unterbunden .
          Man kann heute Wasserstoff ohne co2 produzieren Windräder z.b solar der Überproduktion Strom kann man in Wasserstoff Gewinnung rein pumpen .

          Und jedes Fahrzeug egal ob Diesel oder Benzin könnte man umrüsten .
          Und die bewerte alte zuverlässige Technik verwenden . Dazu
          Und es kommt zu 100% keine schädlichen Gase aus dem Auto mehr raus .

          1. Sie fahren einen i3, welcher Ihnen zu teuer ist, eine kurze Laufzeit aufweist und zu laut ist? Und einen neuen Akku für 8300 Euro mussten Sie auch noch anschaffen? Damit ist die Elektromobilität bei Ihnen durch? Währe bei Ihnen wahrscheinlich auch bei einem Verbrenner mit Mängeln passiert, einfach nicht zufrieden. Dass sich ein mit Diesel oder Benzin betriebenes Fahrzeug ganz einfach auf Wasserstoff umrüsten lässt, ist Unsinn. Sie meinen wohl, man könne Wasserstoff in einen Tank füllen und im Verbrenner verfeuern? Ein Wasserstofffahrzeug ist mit einer Brennstoffzelle bestückt, welche Strom generiert und damit E-Motoren antreibt, kein Verbrenner lässt sich damit umrüsten (allerhöchstens ein Versuchsfahrzeug, welches nicht für den Verbraucher taugt).

        3. Ja es sieht so aus als ob unbedingt bei Diesel bleiben muss. Keine Technologie ist so preiswert zuverlässig und umweltfreundlich.
          Aber wer möchte kann sich ja das eine oder andere E-Spielzeug oder Wasserstoff Geldverschwendungsmaschine zulegen. Wir leben in einer freien Welt.

          1. Frei Welt stimme mit Ihnen 100% überein, das bedeutet für mich freie Meinungsäusserung.

            Jeder hat soll die Möglichkeit haben voran zu schreiten und ein Zeichen zu setzten auch wenn es aktuell noch nicht seinem Eigennutz dient. Nur weil 2’300 Leute auf der ganzen Welt zwischen 2008 und 2011 überteuert und die Vision von Elon Musk unterstützt haben un einen Tesla Roadster gekauft haben, haben jetzt viele 100’000 die Chance diese Vision mit einem Model S/X/3/Y weiter zu gestalten. Je grösser die BEV Gemeinde wird desto grösser wird der Demand nach öffentlichen Ladestationen und nach Möglichkeite in Hotels ( 5000 gibt es schon in ganz Europa auf http://www.chargehotels.com ) gratis zu laden. Stellen Sie sich vor, wenn Sie eines Tages irgend ein Hotel in Ihren Ferien ansteuern und Sie laden Ihr BEV während Sie gemühtlich essen, sich erholen und gut ausschlafen. Und am Morgen haben Sie wieder 500+km gratis in Ihr BEV geladen und können einfach losfahren. Ihren Diesel müssen Sie zuerst an eine stinkende Dieseltankstelle lotzen, um dann 10-15 Minuten ( inkl. Schlangestehen und Bezahlung ) und einem Betrag von vielleicht 70Euro volladen.
            Dies nur zum Thema preiswert.

            Gerade habe ich meine neuestes Update via WLan auf meinem Tesla Model 3 ( das Sie ja Spielzeug nennen ) eingespielt und darin enthalten sind ganz neue Funktionen, NetFlix und vieles mehr. Ich weiss zwar nicht welchen Diesel Sie fahren, aber ich wette, dass Sie für Ihr nicht Spielzeugauto etwas dafür mit Heller und Pfennig hätten müssen, von wegen preiswert.

            Ich fahre jeden Tag ca. 50km und benötige mit meinem höchsteffizienten Spielzeug gerade mal 6kWh zu einem Preis 20Cents Nachtsrom, also 1.2 Euro. Wie ich aus Kommentaren zu diesem Artikel entnehme kostet 1Liter Diesel=1.26 Euro. Meine Annahme, Sie brauchen mit einem zum Model 3 equivalenten Diesel, dann schätze ich einmal, dass Sie etwa 6Liter/100km Diesel benötigen würden. Also auf 50km=3×1.26Euro, damit also rund das 3-fache meines Spielzeug Model 3, von wegen preiswert. Und das rechnet sich über die Jahre, mit weniger Servicekosten, Einsparungen bei der Versicherung/Jahr ( min. 600Euro ), keine Strassenverkehrsabgabe ( pro Jahr ca. 400Euro ), von wegen preiswertem Diesel.

            Und Sie sind in einer Community, die tolle Leute hat, die Ihnen Lebensinhalt und einen hochstehenden Gedankenaustausch bietet. Sie sind Teil einer vorwärtsstrebenden Cummunity wo es Macher Typen gibt, die sich nicht zurücklehnen. Und vor Allem, Sie erhalten Kontakt zu Ingenieuren, Architekten, Start-Up Unternehmern, Clean Tech Firmen und Professoren, die auf den entsprechenden Gebieten viel Know-How haben. Also ich schätze das.

            Wie gesagt, jedem das Seine und jeder hat die Chance auch Teil dieser weltweiten Community zu sein. Sie nocht nicht ?

      2. Was du da auf zählst hatte ich die letzten 10 Jahre nicht bei ein und dem selben Verbrennen der hat nie eine Werkstatt von innen gesehen. Nur einmal im Jahr ein Olwechsel das war alles. All zwei Jahre zum Tüf hingestellt war alles in Ordnung und wieder abgeholt. Und der fährt immer noch so wie am ersten Tag. Der Tank kostet auch keine Miete so wie die Batterie. Batterie Miete bei 12500 km 89€ plus Dan noch der Strom der da rein mus. Tank ist inklusive kostet nur das was rein muß und das sin im Monat bei mir weniger als die Batterie Miete. Ich fahre so 15000 km mindestens im Jahr.

    2. Bestätigt meinen Eindruck und dem logischen Menschenverstand (zumindest meinem als Chemiker) : um Klimaneutral zu sein muss man Wasserstoff durch Elektrolyse machen. Dafür braucht man grünen Strom um es richtig zu machen. Der Prozess hat einen gewissen Wirkungsgrad. Dann muss der Wasserstoff komprimiert und zur Tankstelle transportiert werden wo er wieder über einen Kompressor ins Auto gepumpt werden muss. Dann macht das Auto mit der Brennstoffzelle aus dem H2 wieder Strom (Umkehr der Elektrolyse vom Anfang) mit bestimmten Wirkungsgrad und schickt den Strom über einen Batterie Puffer zum E- Motor. Das ganze kann nie im Leben so effizient sein wie den Strom einfach direkt in einen Akku zu laden.

      Davon ab habe ich immer das Gefühl, dass es kaum Artikel sind, die das Thema Elektromobilität mal wirklich ganz neutr bewerten. Es gibt Artikel die betreiben mehr oder weniger Bashing und es gibt Artikel die Hypen das ganze. Dabei werden leider auch immer Fakten und Studien so hingedreht, ausgelegt oder ignoriert, dass es zur beabsichtigten Aussage des Artikels passt.

      1. Vor der Elektrolyse muss man aus dem Leitungswasser ein ausreichend reines Wasser für die Elektrolyse produzieren was noch zusätzliche Kosten verursacht.
        Wenn man dann Wasserstoff produziert hat muss man bei Elektrolyse, Lagerung, Transport, Tankstelle und Fahrzeug H2 Dichtigkeit gewährleisten.
        Zusätzlich gibt es die Sicherheitsvorschriften für Elektrische Spannungen für Elektrolyseur, Tankstelle und Fahrzeug.

        Man braucht Personal das sicher mit Wasserstoff unter 700bar und mit Hochvolttechnik (bei PKW -1000V) in der Automobiltechnik umgehen kann.
        Bei einem Elektroauto reicht der sichere Umgang mit Hochvolttechnik.

    3. Ich war lange Zeit E-Autofan. Aber dann sind mir folgende Nachteile immer stärker bewust geworden:

      – Bezahlen nur noch mit RFID oder Handy (Stichwort: Gläserner Autofahrer*) Barzahlung NICHT möglich!
      – Rohstoffverbrauch (jetzt graben wir nach Lithium und Kobalt statt Erdöl)
      – Elektrischen Strom kann man nicht speichern! Man kann ihn nur umwandeln in Lage-, kinetische oder in chemische Energie. Das E-Auto hat entsprechend einen chemischen Speicher.
      – E-Autos belasten das Stromnetz, das sowisso schon durch Strom aus Wind und Sonne immer höher belastet wird. Wir brauchen in D-land mind. 16 neue Pumpspeicher die aber von Behörden und Bürgerinitiativen verhindert werden! Stichwort: Atdorf

      Fahre seit gestern einen CNG up von VW der hat auch einen chemischen Speicher: zwei Stahltanks mit Methan. Ladezeit: 3 min. ; Reichweite: 380km ; Bezahlt in Bar.
      #StrohimTank

      Gruß Simon

  1. Ladesäulen an Laternen LOL. In der Stadt gibt es zb mehr Autos als Laternen, vom Land will ich gar nicht erst sprechen.
    Und was mache ich wenn ich zb nach Frankreich muss? Ladezeiten von 1 Stunde sind da völlig inakzeptabel, das gleiche gilt für Vertreter die von A nach B, C und D müssen.?

    1. Das kommt schlicht auf die Reichweite des accus an. Wenn ich nur 200 km fahren kann und dann muss ich schon tanken ist ein Riesen Unterschied zu 500 km und 1 h tanken. Weil alle 5 h muss ich sowieso 1 h stehen bleiben. Ich fahre schon ein e auto mit 450 km reichweite und habe auf langstrecke überhaupt keine probleme. Die accus werden aber in 5 jahren schon richtung 700 bis 1000 km gehen. Das ladeproblem und Reichweiten Problem ist per dato schon erledigt. Ich fahre am Samstag mit dem e auto in den skiurlaub, 0 Problem.

      1. Sehr geehrter Herr Wittmann,
        das was Sie da gerade beschreiben scheint ja im Moment ganz gut zu funktionieren. Aber sobald die Zahl der Batterieelektrischen Fahrzeuge steigt wird es knapp mit Ladestationen in Wohnvierteln und die nächste Frage ist wie bekommen wir die riesen energiemengen die zum Laden gebraucht werden zu den Fahrzeugen? Mit h2 ist das ja kein Problem.

    2. Die Hochvolttechnik, vor der sich alle Nicht-Fachleute so fürchten, heisst in Fachkreisen ‘Niederspannung bis 1000V AC / 1500V DC’…

      Schade, dass durch gedankenlose Wortwahl hier Ängste geschürt werden. Daher rede ich auch bewusst von Traktionsbatterien und nicht von Hochvoltbatterien…
      Und Respekt, aber keine Angst, habe ich vor allen Batterien / Akkus. Sei es eine Li-Ion Einzelzelle, der 48V 620Ah Bleiakku, der nachts unser Zuhause versorgt, der 80V 900Ah Bleiakku in meinem Gabelstapler oder eben die 400V Traktionsbatterien in unseren Elektroautos… Batterien / Akkus kann man nicht abschalten und muss daher umsichtig arbeiten. Aber sich nicht davor fürchten.

    3. Hallo Wolfgang,
      die Strecke Deutschland-Frankreich fährst Du täglich? So dass eine Stunde Ladezeit unerträglich ist (ich gehe mal davon aus, dass die Fahrstrecke dann so etwa 800km beträgt)? Ganz ehrlich: jeder verantwortungsbewusste Erwachsene sollte nicht mal überlegen müssen, sondern sich einfach aus Vernunftgründen für die neue Technik entscheiden. Luft, die Menschen atmen, darf einfach nicht vorher aus einem Auspuff gekommen sein. Das gebietet einfach schon mal der Anstand.
      Zu Deinen anderen Argumenten:
      zum Einen werden nicht schlagartig alle Autos durch E-PKW ersetzt. Dann kann man schon mal die abziehen (sicher um die 50%), die zuhause laden können, einfach weil der Eigentümer ein Haus mit Garage oder mit Stellplatz hat. Weiter kann man die abziehen, die beim Arbeitgeber laden können, und da kannst sicher davon ausgehen, dass das immer mehr werden.
      zum Zweiten musst’ das Auto auch nicht jede Nacht nachladen. Bei der typischen Nutzung (50km am Tag, entsprechend etwa 4kWh) reicht es selbst bei einem Langsamlader (2kW), das Auto alle paar Tage über Nacht aufzuladen…

      Viele Grüße
      Arno

  2. OMG,
    so ein Professortitel schütz also nicht vor Inkompetenz.
    Die Wasserstofftechnik ist also ungeeignet, weil es in Italien keine Wasserstofftankstellen gibt und in Deutschland derzeit nur 0,2 % der elektrifizierten Autos, auf Wasserstofftechnik basieren.
    Diese Argumentationskette klingt irgendwie nach Stillstand. (Als wenn unsere Flugpioniere gesagt hätten: “Wir können niemals fliegen, es gibt keine Landebahn”, selten so gelacht)
    Hier mal paar Aspekte, die man diskutieren müsste, um einen minimalen wissenschaftlichen Charakter zu wahren.
    Wasserstoff Vorteil: hohe Energiedichte, schnelle Betankung, Transportmöglichkeit
    Wasserstoff Nachteil: hohe Produktionskosten, Speichervolumen, Speicherkosten

    1. @Jan, im Artikel ist ganz spezifisch “PkW” erwähnt.
      Nur weil Ihnen die Resultate eines Professors nicht passen, aus was für Gründen auch immer, ist es fehl am Platz diesen Professor al inkompetent zu nennen.
      Ausserdem, erwähnt der Professor in seinem Strategiepapier, das ich kenne, ausdrücklich, dass ” … werde der Wasserstoffantrieb sicher nützlich sein, etwa im Schwerlastverkehr, der Schifffahrt, bei Flugzeugen … “.
      Alles in Allem, denke ich dass der Professor die Problematik genau ins rechte Licht rückt.

      1. Ok vielleicht bin ich etwas hart ins Gericht gegangen. Könnte durch aus sein, dass der Autor seine Mitschuld trägt, indem er echte Argumente des Herrn Professors vorenthalten hat.
        Sie werden mir aber wo kaum absprechen wollen, dass ein Beitrag nach dem Motto: „Wasserstofftechnik ist ungeeignet, weil es keine Tankstellen gibt“, einem Wissenschaftler mit Professortitel in keinster Weise gerecht wird.
        Wo sind seine Argumente für oder gegen die beiden Technologien?

          1. Ok Danke,
            Insbesondere die Unterscheidung Kurzstrecke, Langstrecke macht aus meiner Sicht Sinn.
            (Batteriebetrieb für kleine Stadtautos, Wasserstoff für Autobahnfahrten)

        1. Der Professor Doppelbauer hat in einem Strategiepapier ( http://www.eti.kit.edu/img/content/Strategiepapier%20Elektroautos%20Stand%202019-10%20V1.5.pdf ) vom Oktober 2019, also relativ neu, dargelegt, warum er für PkW’s die BEV den FCVE’s den Vorzug gibt. Klar darüber kann man geteilter Meinung sein. Meine fast 10-jährige praktische Erfahrung mit einem BEV und mein reger Gedankenaustausch auf der Strasse und unter Kollegen, bestärken mich eben, dass sein Darstellung der Dinge weitgehende richtig ist.

          Bei beinahme 100% meines Gedankenaustausches in der Öffentlichkeit bei Anlässen etc. hat ebenfalls ergeben, dass immer nur das Argument “ich MUSS zwingend in 10 Minuten tanken, wenn das nicht geht, dann fahre ich solange Verbrenner, bis ich ein Wasserstoffauto habe, PUNKT”. Die Argumente wie Umwelt, Klima, Reichweite, Effizienz, Wirkungsgrad, Komplexität des Transportes, Kosten und vieles mehr, blieben dabei stets im Hintergrund oder wurden gar nicht erwähnt. So irgendwie nach dem Moto: “Solange die BEV’s dieses Kriterium nicht erfüllen, fahre ich meinen Verbrenner oder dann das Wasserstoffauto, egal was das Klima macht!”

          Infrastruktur:
          2016 bin ich mit meinem Tesla Roadster in 80 Tagen um die Welt gefahren. Und egal wo ich war, ich habe immer eine Ladelösung gefunden. Sei das in einem Kraftwerk in Russland, an einem einsamen Transformator in der Wüste von Kazakhstan, in einem Hotelzimmer in Frankreich, auf einem Campingplatz in den USA, in einem Reifenreparaturshop in China oder an einer Computerladestation in Österreich oder der Schweiz, ich habe immer laden können sonst wäre ich nicht angekommen. Nicht das mich hier jemand falsch versteht, das sehe ich natürlich nicht so in der Zukunft. Aber diese Reise hat mir die Augen geöffnet. Jedes Haus ist eine potenzielle Ladestation, ich muss es nur für meine Bedürfnisse nutzbar machen.

          Auf der ganzen Strecke ( 25’000km ) habe ich keine Wasserstofftankstelle angetroffen.

          Was bedeutet das: Das Ladenetzt WELTWEIT und in allen Ländern existiert eigentlich schon, wir müssen es nur für die Elektromobilität inteligent nutzbar machen und dazu gehört auch eine Ausbau und natürlich mit erneuerbaren Energien wie Solar, Wind, Wasserkraft etc.
          Da liegt so ein grosses Potenzial für kluge Köpfe, die wir in Europa und anderswo haben, dass es sehr viel zu tun gibt. Aber wir müssen Jetzt und Heute Nägel mit Köpfen machen, wenn wir das kommende Jahrzehnt voll nutzen wollen.

          Da ist es für mich eigentlich logisch, dass ein Fahrzeug um 100km weit zu kommen, mit einen um Faktoren schlechteren Wirkungsgrad dasteht als das ElektroBatterieAuto und deshalb 3 mal mehr erneuerbare Energie benötigt, und dessen Infrastruktur weltweit fast gar nicht steht, nicht mein erster Ansatz ist, um das Klimaproblem zu lösen. Und darum geht es primär.

          1. Hallo erstmal,
            ich weiß nicht was für ein Auto ich mir demnächst kaufen werde.
            Wenn es ein e- Auto wird, frage ich mich was passiert mit dem Akku, wenn er geduscht werden muss!
            Welche Kosten kommen auf mich zu.
            MfG

          2. @Sehl: Soviel ich über den Tesla Club Schweiz, via Mitglieder mit Insiderwissen ( gute Kontakte zu Tesla algemein ), dass bei Tesla eine Wiederaufbereitung im Umfang von 80%-90% geschieht. Ist der Akku hin ( kenne aber keinen Fall ) wird er innerhalb der Garantie voll ersetzt. Ansonsten, Kosten weiss ich nicht. Ein Akku wird jedoch nicht ersetzt, wenn er einen normalen Kapazitätsabfall zeigt. Was ist normal: meine Erfahrung ca. 2-6km in den ersten Jahren, danach etwa stärker. Ich kenne jemanden mit einer Model S Batterie mit fast 600’000km. Diese Batterie hat bei schonender Fahrweise noch ca. 65%-70%, das heisst immer noch eine Reichweite von 300km.

            Meine Tesla Roadster Batterie hattte nach 130’000km noch ca. 87%. Ein Ersatz beim Roadster, ist aber nicht mehr relevant, keine Roadsters mehr produziert werden ( 54kWh ) war ca. 25’000 Euro. Wie gesagt, das war vor 4 Jahren. Heute sind die Preise ganz anders und werden auch noch in Zukunft anders sein. Der Roadster ist auch schon ein sog. Old Timer und hat Liebhaber Wert.

    2. *Mythen der Elektromobilität:*
      Video: https://www.youtube.com/watch?v=D0Kg7n3ujn8
      PDF: https://www.mosbach.dhbw.de/fileadmin/user_upload/dhbw/redaktion/presse/news_2019/DHBW_MOS_Mythen_Elektromobilitaet_Vortrag_Okt_2019.pdf
      *Quelle Prof. Dr.-Ing. Rainer Klein*

      https://www.volker-quaschning.de/artikel/Fakten-Auto/index.php
      Quelle Prof. Dr. Volker Quaschning

      wie kann es sein, dass die Wissenschaftler/Ingeneure sich einig sind, aber jemand aus dem “Internet” es besser weiß ? Wieviel bekommen sie von der Öl-Lobby?

      1. Haben Sie mein Kommentar gelesen? Habe ich irgendwo Position für oder gegen einer der beiden Technologien bezogen? Ich weiß nicht welcher Technologie sich durchsetzen wird. Daher hätte ich erwartet, dass man bei einem kritischen Beitrag zu einer Technologie, Vor- und Nachteile benennt, und beide Technologien mit Vor- und Nachteilen gegenüberstellt.
        Das Argument „fehlende Tankstellen“ ist kein Argument! Die Ladesäulen müssten ja auch noch gebaut werden. Der Beitrag ist somit unsachlich geführt, darauf bezieht sich meine Kritik.
        Immer mehr Menschen haben Probleme mit verstehenden Lesen.
        Was hat Wasserstoff mit der Ölindustrie zu tun, außer dass beides chemische Industrie ist?

      2. Ihre Argumentation hört sich für mich nach Pokern an. Sie legen einen Professor ich halte mit drei dagegen. Mann sollte auf mehrere Fakten und auf die Lobby der Argumentatoren schauen. Nach meinem Verständnis ist Wasserstoff, wenn überhaupt, noch sehr weit weg.

  3. In den Aussagen ließt man immer wieder “zu teuer”. Mir persönlich fehlt hier der Punkt “Umwelt”. Hat auch jemand mal berechnet was es kostet Batterien zu entsorgen in der Zukunft ?

  4. Beide werde nebeneinder existieren. Und es werden auch PKW mit Wasserstoff fahren. Was ist mit der Energie der Windmühlen die weggeworfen wird. Das ist teuer sie einfach abzuschalten weil das Netz keine Kapazitäten mehr hat. Wenn alle mal zusammenarbeiten würden kommt auch mal was vernünftiges raus leider sieht jeder nur seins und glaubt die heilige Kuh erfunden zu haben. Die E Mobilität ist in grossen Umfang 45 Millionen PKW ein Irrweg. Wo sollen die Netze dafür herkommen und wer soll die bezahlen?

    1. Jedes halbwegs vernünftige Wasserstoff Auto benötigt einen Akku. Wie soll denn vernünftig eine Bergabfahrt gebremst werden? Wo soll die Bremsenergie hin? Jeder kennt aus der Fahrschule das bergab die Motorbremse zu nutzen ist, das sonst die Bremse überhitzt. Das geht auch bei einem H2EV, nur über einen ausreichend großen Akku. Den braucht ein H2EV um zu beschleunigen.
      1m3 H2 wiegt nur 70kg. Somit müssten sehr viele Lkw unterwegs sein für Tankstellen zu versorgen. 1kg wird für etwa 100km H2EV Fahrt benötigt
      Wasserstoff ist ein Ozonkiller. Bei jedem Tankvorgang entweichen kleine Mengen H. H ist das kleinste Atom und diffundiert durch eigentlich alles hindurch.
      Die Lebensdauer der mechanisch filigranen Brennstoffzellen liegt, meinem Kenntnisstand folgend, bei nur ca. 5000h.
      Die Erdölindustrie könnte sehr wohl aus folgenden Gründen ein großes Interesse an H2 haben:
      Würden nur Akku Autos unterwegs sein, würde man keine Tankstellen mehr benötigen. Mit Tankstellen wird heute Geld verdient. H2 wird zur Zeit hauptsachlich aus Erdgas gewonnen und man würde mit einer h2 Wirtschaft die gleichen Tanksstellen mit den gleichen Methoden der Benzin Wischhaft bedienen und betreiben.
      Strom ist Sozialismus pur! Jeder kann überall selbst Strom herstellen! Strom kommt aus jeder Steckdose. Strom macht die PKW-Erdölbranche arbeitslos! Na klar hat die Erdöl Industrie etwas gegen Akku Autos. H2 wäre für die Ölköpfe die Rettung.
      Der Wandel kommt so oder so.
      Kleine BEV werden uneinholbar billiger sein als andere Antriebskonzepte.
      Für lange Strecken bleibt der Diesel noch relativ lange erhalten. Spätestens wenn es Akkus gibt, die in größe und Gewicht eines heutigen 80 bis 100 kW Akkus liegen, ca. 140kWh speichern Ist der Verbrenner PKW tot.

      Die Physik verbietet wissenschaftlich dsskywenkenden Menschen den H2 Einsatz in PKW mit Brennstoffzellen. Die Bremnstoffzelle ist seit 30 Jahren in 3 Jahren Reif für den Pkw. Lol.

  5. „die sehr schlechten Wirkungsgrade und der hohe Primärenergiebedarf bei der Herstellung“ von Wasserstoff sprechen ebenfalls gegen den Einsatz im Massenmarkt. Mit der Energie, die für die Herstellung von Wasserstoff gebraucht wird, kommt ein rein elektrisches Batterieauto dreimal so weit. „Man könnte auch sagen: Wasserstoff ist viel zu kostbar, um es im Auto zu verbrennen – beziehungsweise viel zu teuer“, sagt Doppelbauer.

    Er bringt ja auch noch die wichtigsten sachlichen Argumente, die gegen Wasserstoff im Bereich PKW sprechen. Wer lesen kann…

    1. Warum reden bei Wasserstoff eigentlich alle von der Brennstoffzelle ?
      Man kann den auch verbrennen, wie jedes andere Gas, in Erdgasnetze einspeisen, selbst dezentral erzeugen, mit Biogas, Synthesegas u. anderen mischen, Gasfahrzeuge damit betanken usw.
      Teils mit vorhandener, teils mit leicht modifizierter Infrastruktur.
      Der schlechtere Wirkungsgrad bei der Erzeugung wird schnell dadurch kompensiert, dass wir keine neuen Kriege um Rohstoffquellen führen müssen und uns kein Batteriemüllproblem mit einer ähnlichen Dimension wie bei der Kernenergie aufhalsen.
      Und die Zeiten billiger Energie sind eh vorbei.

      1. ‘und uns kein Batteriemüllproblem mit einer ähnlichen Dimension wie bei der Kernenergie aufhalsen.’ ist schlichtweg Unsinn.
        Ein ganz großer Teil der Batterie sind Alu, Kupfer, Graphit und Nickel. Dazu kommt etwas Kobalt und so wenig Lithium, dass sich das Recycling des Lithium am allerwenigsten lohnt und man nur die zuvor genannten Rohstoffe zurückgewinnt.
        Und meinst nicht auch, dass sich das Recycling einer zigtausend Euro teuren Batterie schon allein aus finanziellen Gründen lohnt? Wenn z.B. die Batterie, die nachts mein Haus mit Strom versorgt, mal verbraucht ist (30kWh Blei), dann hat die verbrauchte Batterie immer noch 1000€ Schrottwert.

        Bitte besser informieren.

        https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/e-mobilitaet/batterierecycling-wie-akkus-von-elektroautos-recycelt-werden/

        https://de.motor1.com/news/381247/elektroauto-recycling-akkus-wiederverwertet/

  6. Die deutschen Autobauer können oder wollen es wohl nicht und wer sollte ein Brennstoffzellen-Fahrzeug kaufen, wenn man es nirgendwo (außer evtl. in 2 oder 3 Großstädten) betanken kann. Sollen jetzt die Japaner oder Koreaner auch noch Tankstellen in Deutschland bauen?

  7. Ich würde gerne mal persönlich mit dem Herrn Professor Doppelbauer über Redoxchemie und Energiespeicher reden. Die Aufreinigung von Lithiumsalzen ist, bedingt durch ihre Löslichkeit, extrem energie- und arbeitsintensiv. Der Wasserstofftank ist nichts als ein Druckbehälter. Die Energiedichte ist Volumenbezogen beim Sekundärelement definitiv höher, aber weil ein Fahrzeug eine Masse bewegt, ist auch hier der Wasserstofftank im Vorteil.
    Sicherheitsaspekte sollen ja auch eine Rolle spielen: Womit wird ein Brand beim Elektroauto gelöscht? Richtig, Sand. Den hat die Feuerwehr zufällig eher selten sprühbereit dabei. Auch hier liegt der Wasserstoff im Vorteil.
    Elektrische Energie kann durch erneuerbare Quellen nur sporadisch ausreichend bereitgestellt werden. Der bisher einzige nachvollziehbare Weg, sie speicherbar zu machen, ist der Weg über die Elektrolysezelle gefüllt mit Wasser – die Speicherform ist Wasserstoff.
    Merkt keiner, dass durch Elektrolyse von Wasser an einzelnen kleinen Einheiten erneuerbarer Energieträger (Solarpark, Hausdach, Windpark…) die Kilowattstunde eingespeisten Stroms als Währung abgelöst und durch Kg Wasserstoff ersetzt werden könnte?
    Klingt revolutionär, aber im Studium hat man auch die Zeit, über solche Ideen nachzudenken. Warum kann nicht ein zweites öffentliches Gasnetz erschaffen werden mit dem Zweck, Wasserstoff vom Produzenten zum Konsumenten (Tankstelle, Kraftwerk) zu bringen?

    Sicher ist die Elektrolyse mit Energieverlusten verbunden.
    Wer aber Strom unregelmäßig einspeist, damit versucht, einen Akkumulator zu laden, ihn dann wieder zu entladen bei verrichteter Arbeit, hinterlässt wohl per Überschlag einen größeren ökologischen Fußabdruck, weil Grundlastkraftwerke gebraucht werden wie auch weiter Unmengen Lithiumsalze.

    Danke für’s Lesen.

    1. Hallo Tim,

      brennende E-Autos werden zunächst mal auf die gleiche Weise gelöscht wie alles andere. MIt Wasser oder Schaum. Oft brennt ja gar nicht der Akku. Bei dem ‘bekannten’ Tesla in Österreich war es anscheinend das Kältemittel der Klimaanlage und halt Kunststoffteile. Der Akku wurde vom Feuer zwar angekokelt, hat aber nicht gebrannt. Im Internet findest Du Bilder vom ausgebauten Akku,

      Ausserdem kann die Feuerwehr brennende Autos auch einfach ausbrennen lassen und nur das Übergreifen der Flammen verhindern. Da bis zum Eintreffen der Feuerwehr in aller Regel am Auto eh nichts mehr zu retten ist, ist das eine durchaus pragmatische Vorgehensweise, die die Feuerwehren auch bei Verbrennern öfters mal anwenden, um Kontaminationen des Untergrunds zu vermeiden (Auslaufende Öle und Kraftstoffe brennen weg und es muss nicht jede Menge mit Löschwasser und Kraftstoff/Öl verunreinigtes Erdreich weggebaggert werden).

      Ausserdem ist es völlig normal, dass neue Szenarien neue Vorgehensweisen erfordern. Das war auch so, als das Auto die Pferdekutsche verdrängt hat. Wie man sich vorstellen kann, ist das Brandrisiko bei einem Pferd gleich null. Die Feuerwehren mussten sich also auf brennende Motorkutschen einstellen, und sie werden sich jetzt auch auf brennende E-Fahrzeuge einstellen.

      Viele Grüße
      Arno

  8. Der Wirkungsgrad bei der Gewinnung von Wasserstoff beträgt mittlerweile knapp 80%. Die restlichen 20% gehen als Wärme verloren. Diese Wärme könnte aber als Fernwärme unsere Häuser heizen. Auch in einem H2 Auto gibt es Wirkungsgradverluste, die sich durch Wärme äußern. Die Sorgen in Winter dann aber für eine gleichbleibende Reichweite…

    Für mich machen beide Konzepte Sinn. H2 und BEV. Beides hat Vor und Nachteile und beide Konzepte haben ihre Berechtigung!
    Der Professor sagt das ja auch offen, nur leider ist der Autor des Artikels pro BEV und akzeptiert wie viele andere BEV-Fans anscheinend keine sinnvollen Alternativen…

    1. Ich würde lieber mal davon ausgehen, dass auch bei einem Brennstoffzellenfahrzeug die Reichweite im Winter runtergeht. Schon moderne TDI brauchen ja einen Zuheizer, um die Heizwärme herzubekommen…

  9. Sowohl die (mangelnde) Verfügbarkeit von Ladestationen als auch der (kleine) aktuelle Anteil am Fahrzeugmarkt sind keine guten Argumente für die Erfolgsaussichten einer Technologie. Sonst würde sich nie eine neue Technologie durchsetzen und die Verbrenner hätten die mit Abstand zukunftsträchtigste Antriebstechnologie.
    Dabei scheint weit herum unbestritten, dass ein ‘mässiges BEV’, also ein PKW mit elektrischem Antrieb und einer Batterie für 150 – 200 km extrem sinnvoll ist. Es reicht dem typischen Benutzer für den grössten Teil der Fahrten, wird in Kürze über die Lebensdauer gesehen einen unschlagbaren Preis haben und es braucht kaum neue Infrastruktur, weil man es primär zuhause und beim Arbeitgeber an einer normalen Starkstrom-Steckdose aufladen kann.
    Wenn man mehr Reichweite will, wird die Einschätzung schwieriger. Zuerst weiss man schon mal nicht, wie viele Eigner eines solchen mBEV künftig unbedingt mit dem gleichen Fahrzeug auch weitere Strecken ohne wesentlichen Unterbruch bewältigen können wollen (statt ÖV oder dafür ein anderes Fahrzeug zu mieten)? Gehen wir mal davon aus, dass eine namhafte Anzahl Käufer mehr will, sagen wir mal 600 km, dann kann man das entweder mit noch zwei Mal so viel Batterie (+ 350 kg, + 5’000.-) oder mit einem Range-Extender (+ 150 kg, + 2’000.-) bewerkstelligen. Die letzteren 2/3 nun sehr grossen Batterie rechnen sich eigentlich nicht, weder ökologisch, noch finanziell. Da wäre ein für diesen Einsatz optimierter Range Extender effizienter, ob er nun mit Benzin, Gas oder (eher künftig) mit Wasserstoff betrieben wird. Dieser hat noch ein paar zusätzliche Vorteile: So kann er z.B. durch rasches Nachtanken die zusätzlichen 400 km mehrfach erbringen und sobald auch geheizt werden muss, kann man seine Abwärme dafür nutzen (bzw. steigt sein Wirkungsgrad).
    Es gab und gibt schon einige in dieser Art konzipierte Fahrzeuge, auch wenn sie teilweise einfach als Plug-in-Hybrid bezeichnet werden, wie z.B. der BMW i3 oder der neue Ford Transit PHEV. Mazda arbeitet an einem Range-Extender mit Wankel-Motor und ich gehe davon aus, dass noch eine ganze Reihe von Herstellern an solchen Konzepten arbeiten, aber ihre Karten einfach nicht zu früh aufdecken wollen. Qui vivra verra.

  10. Nun sehr viel interessante Meinungen hier. Selbst bin ich der Elektro Mobilität gegenüber auch noch sehr skeptisch.
    Die Gründe dafür sind der irrsinnig erhöhte Strombedarf, der meiner Meinung nicht durch regenative Energien ersetzt werden kann. Bei ca. 50 mio Fahrzeugen zur Zeit in Deutschland würde sich bei einem Wechsel zu E Fahrzeugen alleine in Deutschland die benötigte Energie Menge ver60ig fachen, irre oder, jetzt rechnet mal die benötigte Energie Menge auf Europa um.Da kommen Massen zusammen die unglaublich sind.
    Natürlich finde ich Erdöl ebenfalls viel zu kostbar um es zu verbrennen, aber alle E Diskusionen sind ebenfalls zu kurz. Was ist mit Elektrosmog?
    Hier denke ich werden wir noch unser blaues Wunder erleben in vielfältiger Weise.

    1. Ähm nein. Die Gesamtenergie würde nur um ca.20% steigen. https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Verkehr/emob_strom_ressourcen_bf.pdf&ved=2ahUKEwjK-KyF1qXmAhWFC-wKHWH4DN0QFjABegQIBRAB&usg=AOvVaw02OHOEQJ4LaJgDP6yAPVYD und andere Quellen.
      Und wenn nicht jeder schnell laden will müsste nicht Mal das Netz ausgebaut werden. (Wenn eine Ladestation beim Langsamladen auch die Netzparameter überwacht und entsprechend herunterregelt wie bspw jede PV Anlage es tun muss)

      Das Problem sind die künstlichen Ausbauhindernisse der erneuerbaren Energien. Und die immer noch existierenden Subventionen von fossilen Energieträgern (keine Kerosinbesteuerung etc.)

      Bei den E-Autos kann man ein Auto billig betreiben (Stadt fahren, netzdienlich laden) dann ist es auch umweltfreundlich und man kann es teuer betreiben (SUV 3to, 200km/h, Langstrecke täglich) dann ist es auch umwelttechnisch nicht sinnvoll.
      Ist ein E-Auto in eurer Rechnung teuer dann bedient ihr es falsch.

  11. Hier wird viel erzählt. Vieles ist wahr, aber noch Sachverstand. Die Produktion der Akkus vernichtet die Umwelt in vielen Ländern die die Rohstoffe produzieren. Die Entsorgung ist genauso ein Thema. Akkus dürfen nur mit einem Abstand von 80cm gelagert werden und auch nicht gestapelt werden. Wenn so eine Entsorgung Fläche mit Akkus brennt, kann diese mit heutigen Mitteln nicht gelöscht werden. Der Strom kommt natürlich auch aus der Steckdose. Ich möchte gerne sehen, wenn die Urlaubszeit beginnt und die Tankstellen stündlich zu Tausenden Fahrzeugen geladen werden müssen. Fahren Sie mit so einem E Auto doch mal in die Toskana. Viel Spaß

    1. Hans Becher, möchten Sie das nächste Mal 1200km im TESLA mit mir mitfahren? Wenn keine große Staus sind, fahre ich die Strecke regelmäßig in ca. 14h, incl. der drei Ladestopps (die ebenso zum essen, trinken, WC und Beine vertreten Sinn machen)

      Rohstoffe? Jeden Tag werden 160 Millionen Liter Erdöl gefördert um in Verbrennermotoren vergast zu werden. Lithium ist weder giftig, noch ist der Abbau oder das Recycling auch nur einen HAUCH so umweltbelastend, wie Erdöl millionenfach mehr abzufackeln.

      Geht das irgendwie in Ihren Kopf?

  12. Toller Beitrag Herr Professor! Das kommt dabei heraus, wenn jemand die Physik und Betriebswirtschaft verstanden hat. Leider traut sich bis auf VW noch kein dt. Automobilhersteller seinen Kunden zu sagen, dass es für heutige, hochpreisige Oberklassefahrzeuge noch keine vergleichbare Batterielösung gibt!

  13. Wie immer werden krude Theorien über die Strompreise aufgestellt wenn es mehr E-Autos gibt. Reicht der Strom? Bleibt das Metz stabil? Wie schädlich sind die Akkus? Fakt ist die derzeitigen Akkus nicht die Lösung. Ich hoffe es gibt bald Feststoffakkus. Fakt ist auch, Benzin wird nicht von kleinen Engeln in die Tanks der Tankstellen gepinkelt. Das Rohöl kommt z.T. aus sozial und politisch zweifelhaften Ländern. Die Förderung ist mit erheblicher Umweltverschmutzung verbunden. Für die produktion von 6L Benzin werden 47kWh Energie benötigt. Damit fährt ein E-Auto 300km. Allein in der Rafenerie brauchen 6L Benzin ca. 10kWh Strom. Damit fährt ein E-Auto ca. 80km. Also wenn kein Benzin produziert wird ist genug Strom für E-Autos da. Übrigens würden eine Mio. E-Autos das dt. Stromnetz mit ca. 4% belasten. Die Tägliche Schwankung im Netz beträgt ca 40%. Autos stehen ca. 23,5 Stunden am Tag herum, auch E-Autos. Mit einer intelligenten Steuerung könnten E-Autos für eine Stabilisierung des Stromnetzes sorgen.

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