Eine Steckverbindung dient dazu, mit Hilfe von zwei Verbindungsteilen Leitungen für elektrischen Strom entweder zu verbinden oder zu trennen. Im Automobilbereich spricht man in dieser Hinsicht vom Kfz-Stecker. Diese werden zum Beispiel dann benötigt, wenn man einen Anhänger an sein Fahrzeug hängen möchte. Denn schließlich reicht es nicht nur, hier eine Anhängerkupplung zur Hand zu haben, man muss auch dafür sorgen, dass die elektrischen Signale aus dem Zugfahrzeug auf den Anhänger übergehen, also wenn geblinkt wird oder wenn man bremst. Die Lichter hinten am Anhänger müssen dementsprechend funktionieren, damit man diesen als verkehrstauglich bezeichnen kann.

Wie man sich aber schon denken kann, sind Kfz-Stecker nicht die einzigen Steckverbindungen, die man in einem Auto finden kann. Der kleinste und unscheinbarste ist wahrscheinlich der Zigarettenanzünder, dessen Basis oft auch als Stromquelle für Navigationsgeräte oder MP3-Player genutzt wird, je nachdem eben, wofür man im Auto während der Fahrt gerade Strom benötigt.

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Ladevorgang mit einem Ladestecker Typ-2, Foto: J. Elxnat (Elektroauto-News.net)

Kommen wir nun zum Bereich des Elektroautos. Dass wir es hier mit elektrischem Strom zu tun bekommen, dürfte keine Neuigkeit sein. Schließlich basiert der Antrieb von Elektrofahrzeugen auf Strom und nicht auf Kraftstoffen wie Benzin oder Diesel. Hier kommen so genannte Ladestecker zum Tragen, denn wer sein E-Auto aufladen möchte, der brauch natürlich eine entsprechende Steckverbindung dafür.

Seit etwa einem Jahr hat sich ein wenig das Chaos auf diesem Gebiet gelichtet, denn erst im Januar 2013 hat die Europäische Kommission sich auf eine einheitliche Norm für die Ladestecker an Elektroautos und Ladestationen verständigt. Zuvor konnte es sein, dass man mit (nahezu) leerem Akku an eine Ladestation rollte, diese aber gar nicht benutzen konnte, weil es der falsche Stecker war, der vom Hersteller nicht für das Fahrzeug vorgesehen war.

Diese Zeiten sind aber zum Glück vorbei. Dies wurde auch allerhöchste Zeit, denn es gibt schon genug negative Punkte, die der Elektromobilität nachgesagt werden. Dazu gehören zum Beispiel die hohen Anschaffungspreise, die mangelhaft ausgebaute Infrastruktur und die geringen Reichweiten der Autos selbst. Uneinheitliche Ladestationen waren da noch das Sahnehäubchen auf einer unnötig mit Mängeln beladenen Torte. Mehrere Jahre hatte es gedauert, bis sich die Europäische Kommission darauf einigte, in ganz Europa den Typ-2-Stecker als Einheitssteckverbindung für das Laden von Elektroautos zu benennen.

Deutschlands Autoherstellern dürfte die Entscheidung der Kommission ganz besonders gut gefallen haben, denn dieser Stecker wird hierzulande schon in den meisten Fahrzeugen eingesetzt. Bereits im Jahr 2009 hatte Deutschland genau diesen Stecker als Einheitsnorm vorgeschlagen, doch andere Länder, wie Frankreich und Italien, brachten andere Vorschläge ein, weshalb sich die Diskussion weiter verlängerte. Nun gibt es jedoch doppelten Anlass zur Freude, denn die deutschen Autobauer müssen sich nicht umstellen und europaweit können sich Fahrer von Elektrofahrzeugen darüber freuen, dass sie, egal wohin sie auch fahren, das Glück haben werden, einheitliche Ladestationen vorzufinden. So erspart man sich als Fahrer schließlich die eine oder andere böse Überraschung. Sie ist zwar schon wieder über ein Jahr her, doch in der Branche erhofft man sich durch die Entscheidung der Europäischen Kommission natürlich einen allgemeinen Durchbruch auf dem Gebiet der Elektromobilität.

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Schlechter Artikel!
1. Das Bild zeigt einen autoseitigen Typ 1 Stecker, wenn ich mich nicht irre (nicht Typ 2)!
2. Nach wie vor gibt es Elektrofahrzeuge (ggf. auch Gebrauchtwagen) mit Typ 1 Ladestecker – z.Bsp. Nissan Leaf.
3. Während öffentliche Ladestationen i.d.R. einen Ladestecker Typ 2 (europäische Norm) erfordern, haben dies die wenigsten Besitzer eines Elektrofahrzeuges zuhause. Es sei denn der Elektroautokäufer baut sich eine spezielle Ladestation in die Garage). Viele Elektroautobesitzer laden an einer hausüblichen 230 V Steckdose (einphasig und mit reduzierter Ladeleistung von 2,3 kW (230 V * 10 A reduzierter Ladestrom) oder 3,6 kW (230 V * 16 A Ladestrom).
Obiger Artikel wird diesen Tatbeständen nicht ansatzweise gerecht und hilft potentiellen Käufern nicht bei der allgemeinen Verwirrung beim Autokauf!

Tipp – Was viele Verkäufer und Käufer von Elektrofahrzeugen nicht wissen, aber gesagt bekommen sollten:
Es gibt Elektroautos, die einphasig geladen werden (Einphasengleichrichter im Fahrzeug wie z.B. Nissan Leaf) und Elektroautos, die dreiphasig geladen werden können (Dreiphasengleichrichter im Fahrzeug – z.B. Zoe). Entsprechend höher ist die Ladeleistung und kürzer die Ladezeit bei dreiphasiger Lademöglichkeit (ca. 2 – 3 h für eine Vollladung).

MfG Glück, Joachm

Danke für deine Hinweise Joachim, der Beitrag ist noch vor der Übernahme des Blogs geschrieben worden. Denke aber, dass deine Gedanken weiterhelfen. Solltest du Interesse haben regelmäßig ein paar Worte hier auf Elektroauto-News.net zu verlieren kannst du mich gerne kontaktieren!

Ich kann es mir gut nachvollziehen, wie es einem geht, wenn er mit leerem Akku an eine Ladestation kommt, diese aber gar nicht benutzen konnte, weil es der falsche Stecker war, der vom Hersteller nicht für das Fahrzeug vorgesehen war. Gut, dass die Europäische Kommission sich auf eine einheitliche Norm für die Ladestecker an Elektroautos und Ladestationen verständigt hat. Ich denke auch daran, ein Elektroauto zu kaufen.

Gut zu wissen, dass in ganz Europa den Typ-2-Stecker als Einheitssteckverbindung für das Laden von Elektroautos festgestellt wurde. Die Einheit der Stecker ist auf jeden Fall praktisch. Ich überlege mir ein E-Auto und daher informiere ich mich über das Thema. Danke für den Beitrag!