Importeur verkauft Xiaomi SU7 und Avatr künftig in Deutschland

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Der von manchen als „Billig-Taycan“ bezeichnete Xiaomi SU7 aus China soll demnächst auch in Deutschland erhältlich sein. Zwar bietet der chinesische Elektrohersteller Xiaomi sein erstes Elektroauto nicht selbst bei uns an, die Autoteile-Plattform Autohelden will sich aber als Importeur betätigen und das in seiner Heimat überaus beliebte und im Vergleich zum technisch ähnlich ausgestatteten Porsche Taycan bedeutend günstigere E-Auto auch bei uns anbieten, berichtet die Automobilwoche.

Damit könnte eines der derzeit meistdiskutierten Elektroautos Chinas früher auf deutschen Straßen auftauchen als bislang erwartet. Denn offiziell plant Xiaomi den internationalen Verkauf seiner Elektroautos erst frühestens ab 2027. Parallel dazu baut der Konzern bereits seit geraumer Zeit seine Aktivitäten in Deutschland aus und hat im vergangenen Jahr unter anderem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Elektroautos in München eröffnet.

Der Xiaomi SU7 gilt vor allem deshalb als spannend, weil er die Strategie chinesischer Tech-Konzerne im Automobilbereich exemplarisch zeigt: viel Leistung, moderne Software-Architektur, hohe Lade- und Fahrleistungen sowie ein stark digitalisiertes Nutzererlebnis – zu Preisen, bei denen europäische Premiumhersteller zunehmend unter Druck geraten könnten.

Besonders häufig wird der SU7 mit dem Porsche Taycan verglichen. Das liegt nicht nur am Design und den Fahrleistungen, sondern auch daran, dass Xiaomi gezielt ehemalige Ingenieure europäischer Hersteller verpflichtet hat. In China ist die Limousine bereits ein großer Erfolg. Vor allem die besonders leistungsstarken Varianten sorgen regelmäßig für Aufmerksamkeit.

Vier Modelle von Avatr sollen angeboten werden

Neben dem Xiaomi SU7 sowie der SUV-Version YU7 sollen laut Automobilwoche künftig auch Modelle der chinesischen Marke Avatr importiert werden. Die Marke entstand ursprünglich als Gemeinschaftsprojekt des chinesischen Automobilherstellers Changan, des Batterieherstellers CATL und des Technologiekonzerns Huawei. Entsprechend stark liegt der Fokus auf Software, Konnektivität und Fahrerassistenzsystemen. Besonders interessant für den deutschen Markt dürfte dabei der Avatr 12 sein, der ebenfalls im Premiumsegment antritt und optisch wie technisch klar gegen europäische Oberklassemodelle positioniert ist. Auch SUV-Modelle wie der Avatr 11 könnten eine Rolle spielen, doch auch 06 und 07 werden im Artikel genannt.

Zudem werden als Importmodelle die von den Chinesen selbst bei uns nicht angebotenen Modelle Zeekr 8X und Zeekr 9X in verschiedenen Leistungsvarianten sowie die Jetour Dashing, X70 und T2 genannt. Jetour hat sich auf geländetaugliche Fahrzeuge spezialisiert und bietet zugleich E-Autos, Hybride und reine Verbrenner an. Ersatzteile für die Fahrzeuge sollen gegebenenfalls eingeflogen werden, damit die Fahrzeuge nicht ewig in den Werkstätten stehen müssen, falls mal Reparaturen notwendig sein sollten.

Für europäische Hersteller dürfte die Entwicklung zunehmend unangenehm werden. Denn chinesische Elektroautos konkurrieren längst nicht mehr nur über niedrige Preise, sondern immer häufiger auch über Technik, Software und Ladeperformance. Der Xiaomi SU7 zeigt, wie schnell sich Tech-Unternehmen aus China inzwischen zu ernsthaften Konkurrenten etablierter Automobilhersteller entwickeln können, auch wenn die Preise für den deutschen Markt noch nicht feststehen.

Quelle: Automobilwoche – China-Porsche Xiaomi SU7: Taycan-Gegner kommt nach Deutschland

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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