VW ID.3 GTX (2024): So rollt der E-GTI auf uns zu

VW ID.3 GTX (2024): So rollt der E-GTI auf uns zu
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Volkswagen (Symbolbild)

Felix Katz
Felix Katz
  —  Lesedauer 5 min

Bereits seit längerem wird über eine Sportversion des VW ID.3 gemunkelt. Immer wieder tauchen im Netz Erlkönigfotos auf, die den elektrischen GTI-Ableger bei Erprobungsfahrten zeigen. Der Hot Hatch soll in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Schon im Jahr 2021 gewährte Volkswagen einen Vorschau auf eine besonders sportliche Variante seines kompakten Elektroautos ID.3, damals bekam er den Namen ID.X Concept. Bis heute wurde es um ein solches Modell recht still, doch, dass ein Performance-Ableger des kompakten Elektroautos kommen wird, ist beschlossene Sache und wurde seitens der Wolfsburger auch immer wieder – zumindest inoffiziell – thematisiert. Berichten zufolge wurde nun ein Vorserienmodell des angekündigten ID.3 GTX während Probefahrten abgelichtet.

Im Frühjahr 2023 bekam der ID.3 sein erstes Facelift, Motor und Antrieb blieben dabei unverändert. Bislang leistete das Topmodell Pro S 204 PS, dennoch ging er eher gemütlich zu Werke. Zumindest ein bisschen sportiver lässt sich Cupras Ableger Born fahren, der über die gleiche Leistung verfügt. Mit dem neuen Elektro-Sportmodell des ID.3 könnte sich das allerdings ändern. Auch wenn es vor der für 2024 geplanten Markteinführung GTX noch keine offiziellen technischen Details gibt, wird vermutet, dass er über 280 PS haben wird.

VW ID.3 GTX (2024): So rollt der E-GTI auf uns zu
Der Sport-ID.3 könnte sich am überarbeiten APP550-Motor bedienen, der unter anderem auch in der ID.7-Limo zum Einsatz kommt. Vermutet werden im ID.3 GTX über 280 PS und Hinterradantrieb | Bild: Volkswagen

Mit ID.7-Motor und über 280 PS?

Es wird nämlich erwartet, dass das neue GTX-Modell mit dem deutlich leistungsfähigeren APP550-Motor von Volkswagen ausgestattet sein wird, der den bisherigen APP310-Motor des ID.3 ersetzt. Der neue APP550-Motor, der in der neuen ID.7-Limousine und dem ID.Buzz mit verlängertem Radstand zum Einsatz kommt, zeichnet sich unter anderem durch überarbeitete Kühlmaßnahmen, neue Wicklungen und einen effizienteren Wechselrichter aus. In seiner ursprünglichen Form leistet er 286 PS und ein Drehmoment von 550 Newtonmeter. Wenn der ID.3 GTX diesen E-Motor bekommen sollte, könnte er 81 PS und 235 Newtonmeter mehr leisten als das derzeit stärkste ID.3-Modell Pro S, vermutet das Onlineportal Autocar in einem Bericht.

Der gezeigte Prototyp ist zwar optisch getarnt, dennoch lassen sich ein paar Details erkennen. Etwa eine spezielle Frontschürze, der im mittleren Bereich das Wabenmuster im GTI-Look aufgreift sowie eine seitliche Stoßfängerführung hin zur Mitte der Bugverkleidung, ähnlich der des ID.4 und ID.5 GTX. Sportivere Seitenschweller, eine Tieferlegung sowie neue Raddesigns lassen ebenfalls darauf schließen, dass es sich hierbei um einen sportlichen Ableger des Kompaktmodells handeln könnte. Auch wenn der vermutlich nicht den GTI-Schriftzug tragen wird, könnte er dennoch die typischen GTI-Designmerkmale aufweisen, möglicherweise sogar einen Innenraum mit roten Akzenten und den klassischen Jacky-Karo-, beziehungsweise Clark-Sitzbezügen.

Passend zu seiner sportlichen Ausrichtung erhalte der ID.3 GTX laut Autocar wohl ein speziell abgestimmtes Fahrwerk, das unter anderem ein überarbeitetes Lenkgetriebe, straffere Federn und Dämpfer sowie eine niedrigere Fahrhöhe aufweisen soll. Außerdem verfüge er über neu kalibrierte Stabilitäts- und Traktionskontrollsysteme sowie eine überarbeitete Fahrmodussteuerung. Außerdem erhalte der Wagen wahrscheinlich eine 77-kWh-Lithium-Ionen-Batterie, die eine Reichweite von mehr als 500 Kilometer im WLTP-Testzyklus ermöglichen könnte.

VW ID.3 GTX (2024): So rollt der E-GTI auf uns zu
Obwohl das frühere Management von Volkswagen bei der Markteinführung des ID.3 im Jahr 2019 zunächst eine GTX-Version mit zwei Motoren und Allradantrieb angedeutet hatte, soll der jetzige CEO Thomas Schäfer die Pläne für ein solches Modell inzwischen dementiert haben – zu hoch sei der Kostenaufwand | Bild: Volkswagen

ID.3 GTX soll kein Allradler werden

Wir denken zurück an das Jahr 2021, als VW mit dem ID.X Konzept einen ID.3 samt Allrad und 340 PS präsentierte. Seither hörte man kaum mehr etwas von einem solchen Modell. Dennoch behauptet Autocar, dass der GTX wie seine konventionelleren Schwestermodelle über einen Heckantrieb verfügen wird. Obwohl das frühere Management von Volkswagen bei der Markteinführung des ID.3 im Jahr 2019 zunächst eine GTX-Version mit zwei Motoren und Allradantrieb angedeutet hatte, soll der jetzige CEO Thomas Schäfer die Pläne für ein solches Modell inzwischen dementiert haben. Das liege laut Bericht zum Teil an den Kosten für die Überarbeitung der MEB-Plattform, um einen vorne montierten Elektromotor für dieses Modell zu ermöglichen; anders als bei größeren MEB-basierten E-Fahrzeugen wie dem ID.4 und ID.5 GTX.

Vielerorts wird davon ausgegangen, dass der Name GTX für den sportlichen ID.3 gesetzt ist, obwohl er bisher für Elektroautos mit Allradantrieb reserviert war. Es könnte durchaus sein, dass das Performance-Modell auch einen anderen Namen bekommen wird. Man bedenke, dass Volkswagen im September 2023 bei der IAA Mobility in München erstmals das Showcar ID. GTI Concept präsentierte. Jenes gab einen konkreten Ausblick, wie Volkswagen das ikonische GTI-Label in die elektrische Zukunft übertragen möchte. Vielleicht wird man sich für den Sport-ID.3 auch an diesen Buchstaben bedienen. Bereits im Frühjahr dieses Jahres soll der Newcomer debütieren, spätestens dann wissen wir mehr.

Quellen: Autocar – Volkswagen ID 3 hot hatch due as electric Golf GTI alternative / Vaumax – VW ID.3 GTX beim Wintertest erwischt / Auto Motor und Sport – Elektro-GTI mit wenig Esprit

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Felix Katz

Felix Katz

Felix Katz liebt alles, was vier Räder und einen oder gleich mehrere Motoren hat. Nicht nur Verbrenner, sondern vor allem Elektroautos haben es ihm angetan. Als freiberuflicher Autojournalist stromert er nicht nur fast jeden Tag umher, sondern arbeitet seit über zehn Jahren für viele renommierte (Fach-)Medien und begleitet den Mobilitätswandel seit Tag eins mit.

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