Die Volkswagen Group hat im ersten Quartal weltweit 2,05 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert – vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Während der Konzern in Europa zulegen konnte, drückten deutliche Rückgänge in China und den USA die Gesamtbilanz. Den globalen Marktanteil habe man dennoch weitgehend stabil gehalten, teilte VW mit – allerdings in einem Gesamtmarkt, der selbst geschrumpft ist.
Marco Schubert, im Konzern zuständig für Vertrieb, ordnete die Zahlen mit Blick auf das schwierige Umfeld ein: „Der weltweite Automobilmarkt ging bis Ende März insgesamt zurück. Die Volkswagen Group hat ihren globalen Marktanteil dennoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weitgehend stabil gehalten.“ Der Krieg im Nahen Osten habe bislang keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtauslieferungen gehabt, so Schubert.
Europa hält den VW Konzern über Wasser
Deutlichster Lichtblick war Europa: In der Region stiegen die Auslieferungen um 4,7 Prozent auf knapp 984.000 Fahrzeuge. Westeuropa legte 4,2 Prozent zu, Zentral- und Osteuropa sogar 7,6 Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland wurden 4,8 Prozent mehr Autos übergeben als im Vorjahreszeitraum. Zum positiven Bild trug auch der Auftragsbestand bei: Gegenüber Jahresende 2025 stieg er in Europa um 15 Prozent. Modelle wie der VW T-Roc, der Škoda Elroq, der Audi Q3 und der Porsche Cayenne Electric sorgten für steigende Auftragseingänge über dem bereits hohen Vorjahresniveau. Auch Südamerika entwickelte sich positiv, mit einem Plus von sieben Prozent auf rund 148.000 Einheiten; Brasilien legte sogar 14,4 Prozent zu.
China und die USA präsentierten ein anderes Bild. Im wichtigsten Einzelmarkt China gingen die Auslieferungen um knapp 15 Prozent auf 548.700 Fahrzeuge zurück – und das in einem Gesamtmarkt, der ebenfalls deutlich schrumpfte. In Nordamerika sanken die Auslieferungen um mehr als 13 Prozent auf 205.500 Fahrzeuge, in den USA allein um 20,5 Prozent. Dort wirken sich die seit April 2025 erhöhten Zölle der Trump-Administration zunehmend aus.
E-Auto-Absatz: Europa zieht, Rest der Welt bremst
Bei den Elektroautos lieferte der Konzern weltweit rund 200.000 Fahrzeuge aus – ein Rückgang von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Einbruch fiel damit sogar stärker aus als bei den Verbrennern. Ursache waren vor allem gegenläufige Entwicklungen in den Kernregionen: In Europa wuchsen die Elektroauto-Auslieferungen um 11,5 Prozent auf 176.400 Fahrzeuge, der E-Anteil in Westeuropa stieg von 19 auf 20 Prozent.
In China hingegen brachen die E-Auto-Auslieferungen um 64 Prozent auf 9400 Fahrzeuge ein – bedingt durch veränderte Förderbestimmungen, unter denen einheimische Elektromarken besonders litten. In den USA, wo die E-Auto-Förderung unter Trump vollständig gestrichen wurde, lag der Rückgang bei 80 Prozent. Konsequenz: VW stellte die Produktion des ID.4 in den USA ein und will dort stattdessen mehr Verbrenner-SUVs vom Typ Atlas fertigen.
Einen Überraschungserfolg verbuchte die Kernmarke Volkswagen in China: Inklusive Jetta stieg sie im ersten Quartal wieder zum Marktführer auf – ein Effekt der veränderten Förderpolitik, die den einheimischen E-Auto-Herstellern schadete und dem starken Verbrennergeschäft von VW zugutekam. Der Konzern selbst dämpft allerdings Erwartungen: Bis Jahresende werde diese Position wohl nicht zu halten sein.
Gegen den Trend entwickelten sich die Plug-in-Hybride: Weltweit lieferte der Konzern rund 109.000 PHEV-Fahrzeuge aus – 31 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Modelle der zweiten Generation mit rein elektrischen Reichweiten von bis zu 143 Kilometern finden demnach wachsenden Zuspruch. Schubert verwies zudem auf neue Modelle wie die Electric Urban Car Family in Europa und lokal entwickelte Elektromodelle in China, von denen der Konzern für die kommenden Monate weiteres Wachstum erwartet.
Quelle: Volkswagen Group – Pressemitteilung / Manager-Magazin – USA und China drücken weltweiten VW-Absatz








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