VW-Tochter Elli wird Mobilitätspartner des Vatikans

VW-Tochter Elli wird Mobilitätspartner des Vatikans
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Volkswagen

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Der Vatikan hat Elli, die Energie- und Lademarke des Volkswagen Konzerns, als Mobilitätspartner für seine wachsende elektrische Fahrzeugflotte ausgewählt. Mit der Elli Ladekarte sowie der digitalen Flottenmanagement-Plattform können die Servicefahrzeuge des Heiligen Stuhls künftig europaweit geladen werden. Ladevorgänge, Kosten und Energieverbräuche lassen sich dabei zentral steuern – ein Schritt, der in die langfristige Nachhaltigkeitsstrategie des Stadtstaats eingebettet ist.

Diese sieht vor, die staatliche Fahrzeugflotte bis 2030 vollständig auf klimaneutrale Mobilität umzustellen. Im Jahr 2024 wurden im Rahmen der laufenden Flottentransformation nahezu 40 vollelektrische Fahrzeuge aus der ID.-Familie von Volkswagen übergeben, 2025 folgten weitere elektrische Nutzfahrzeuge. Mit wachsender Flotte steigt auch die Anforderung an ein strukturiertes Lade- und Flottenmanagement.

Elektrifizierung von Flotten gewinnt auch im Vatikan an Bedeutung

Giovanni Palazzo, CEO von Elli, ordnet die Zusammenarbeit in einen breiteren Kontext ein: „Die Elektrifizierung von Flotten gewinnt in Europa zunehmend an Dynamik, und Institutionen suchen nach verlässlichen Partnern, um diesen Wandel erfolgreich zu gestalten.“ Der Vatikan zeige dabei, so Palazzo, „dass die eigentliche Aufgabe der Elektrifizierung erst nach der Auslieferung der Fahrzeuge beginnt.“ Ziel sei es, nachhaltigen Anspruch in einen verlässlichen Alltagsbetrieb zu überführen – über Ländergrenzen hinweg.

Praktisch bedeutet das: Die Mitarbeitenden des Governatorats der Vatikanstadt erhalten mit der Elli Ladekarte Zugang zu mehr als einer Million öffentlicher Ladepunkte in Europa. Transparente Tarife für AC-, DC- und Ionity-Ladevorgänge sollen dabei klare Kostenkontrolle und planbare Ladeausgaben sicherstellen. Ergänzt wird das Angebot durch die digitale Flottenmanagement-Lösung Elli Fleet Charging, über die Ladekarten zentral verwaltet, Ladevorgänge überwacht und Abrechnungsdaten für Buchhaltung und Reporting exportiert werden können.

Viele Flotten noch ohne digitale Steuerung

Operative Rückgrat für Firmenflottenkunden bildet Elli Mobility, die auf Flotten- und Mobilitätsdienstleistungen spezialisierte Tochtergesellschaft. Das Unternehmen betreut nach eigenen Angaben bereits mehr als 20.000 Unternehmen in Europa, die Softwarelösungen von Elli zur Steuerung ihrer Ladeinfrastruktur und Mobilitätsservices einsetzen.

Dass Handlungsbedarf besteht, zeigt eine Umfrage, die Elli Mobility im August 2025 in Deutschland durchgeführt hat. Demnach verwalten 26 Prozent der Unternehmen ihre Flotten noch immer mit einfachen Office-Tools wie Tabellenkalkulationen – weitere 26 Prozent setzen keinerlei spezialisierte digitale Lösungen ein. Effizienzpotenziale bleiben so häufig ungenutzt.

Der Hintergrund ist struktureller Natur: Rund zwei Drittel aller Neuzulassungen in Europa entfallen auf gewerbliche Flotten. Deren Elektrifizierung gilt als einer der wirksamsten Hebel zur Reduktion betrieblicher CO₂-Emissionen – setzt aber neue operative Prozesse und digitale Infrastruktur voraus. Der Vatikan liefert mit seiner Transformation ein konkretes Beispiel dafür, wie Institutionen diesen Wandel aktiv gestalten.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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