VW ID.Buzz XL: Mehr Länge, Leistung und Reichweite

VW ID.Buzz XL: Mehr Länge, Leistung und Reichweite
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Stefan Grundhoff
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Anfang nächsten Jahres kommt der VW ID.Buzz auch in Größe XL. War bisher nur die Version mit normalem Radstand zu bekommen, so freuen sich viele Fans auf die Version mit langem Radstand, der nicht nur auf seinem Hauptmarkt USA die Elektrofans begeistern soll.

Der elektrische VW ID.Buzz ist prächtig eingeschlagen, denn in den wenigen Monaten nach dem Marktstart wurden bereits mehr als 35.000 Fahrzeuge verkauft. Und die Version mit dem XL-Radstand dürfte in vielen Ländern noch mehr Kunden finden als die aktuelle Normalversion. Bestes Beispiel ist: die USA. Daher kein Zufall, dass der VW Buzz mit langem Radstand seine Weltpremiere beim Bully-Festival in Huntington Beach an der kalifornischen Küste feiert.

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Pablo Di Si, CEO der Volkswagen Group of America: „Der ID.Buzz und die USA – das passt perfekt zusammen! Der VW Bus hat in den USA eine lange Geschichte und genießt echten Kultstatus. Unser Anspruch heute ist es, die Marke Volkswagen in Amerika weiter zu stärken. Genau dafür ist der große ID.Buzz das richtige Modell.“ Die Version mit langem Radstand ist statt der bekannten 4,71 Meter Länge nunmehr 4,96 Meter lang. Damit sieht der Elektrobus nicht nur schicker aus, sondern ist auch als Sechs- oder Siebensitzer zu bekommen. Das Ladevolumen steigt damit je nach Sitzkonfiguration auf 306 bis 2.469 Liter. Praktisch: die Schiebetüren links und rechts sind jeweils über 19 Zentimeter breiter als die des elektrischen Standard-Bullys, der aus Hannover in die ganze Welt exportiert wird.

Besonders praktisch ist die ID-Buzz-Version mit zwei Fondeinzelsitzen in der zweiten Reihe statt der bekannten Dreisitzbank. Diese Sitze lassen sich nicht nur verstellen oder umklappen, sondern auch wohlig warm beheizen. Mindestens genauso wichtig für viele Kunden: auf Knopfdruck öffnen sich nicht nur die beiden Schiebetüren elektrisch, sondern auch die kleinen Schiebefenster lassen sich neben dem jeweiligen USB-Port über einen Taster in der Türverkleidung bedienen. Ebenfalls neu ist das mächtige Panoramadach, das sich elektromagnetisch gegen übermäßige Sonneneinstrahlung verschatten lässt.

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Der Zuwachs an Radstand macht sich nicht nur durch die beiden ebenfalls umklappbaren Fondsitze in der Reihe drei bemerkbar, sondern auch in der zweiten Reihe gibt es mehr Raum und damit Aufenthaltsqualität für die Insassen. Ohnehin ist das Raumgefühl des VW ID.Buzz eine Klasse für sich. Der Zustieg in die dritte Reihe erfolgt entweder durch das Umklappen der Fondsitze oder mit etwas Kletterei durch die Mitte. Cockpit und Bedienung bleiben unverändert. Wenn dem VW ID.Buzz XL etwas fehlt, dann ist es eine edle Lederausstattung, die aktuell nicht vorgesehen ist. Unverändert bleibt bei der Variante mit Hinterradantrieb die Zuglast von 1.000 Kilogramm.

Mit dem verlängerten Radstand bekommt der 2,7 Tonnen schwere VW ID.Buzz auch einen neuen, deutlich stärkeren Antrieb vom neuen ID7. So leistet die Normalversion als Hecktriebler 210 kW / 286 PS und ein maximales Drehmoment von stattlichen 560 Nm. Bisher war bei 150 kW / 204 PS / 320 Nm Schluss. Damit geht es nunmehr auch auf der Autobahn etwas flotter, denn die müden 145 km/h werden zumindest auf 160 km/h erhöht. Neben dem Kernmodell folgt die Allradvariante mit 250 kW / 340 PS, der als ID Buzz GTX dann bis zu 180 km/h schnell rennen dürfte.

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Als neue Einstiegsversion bringt Volkswagen den ID.Buzz mit 125 kW / 170 PS, der über einen 63 kWh großen Akku verfügt. Die Versionen mit 210 kW / 286 PS und 250 kW / 340 PS sind zudem mit der neuen CATL-Batterie ausgestattet, die mit 91 kWh elektrische Reichweite von bis zu 460 Kilometer ermöglichen soll. Die Ladeleistung steigt wie beim aufgefrischten VW ID3 auf 170 kW und damit soll das Ende nicht erreicht sein. Der Normverbrauch dürfte beim Hecktriebler bei 20 und bei der Allradversion bei rund 21 kWh auf 100 Kilometern liegen.

Marktstart für den VW ID.Buzz XL soll im Januar 2024 sein; kurz danach folgen Allrad– und Einstiegsversion. Zu den Preisen hält sich Volkswagen aktuell noch bedeckt, doch nachdem der aktuelle VW ID.Buzz bei rund 65.000 Euro startet, dürfte es für die Version mit langem Radstand und deutlich mehr Leistung bei knapp 70.000 Euro losgehen. Übrigens: die Version mit XL-Radstand ist nicht als gewerbliche Version zu bekommen; diese bleibt zumindest erst einmal heim normalen Radstand und der Gesamtlänge von 4,71 Metern.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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