VW erobert Chinas Automarkt nach zwei Jahren zurück

VW erobert Chinas Automarkt nach zwei Jahren zurück
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Volkswagen hat sich in China zurückgemeldet. Nach zwei Jahren, in denen BYD dem Wolfsburger Konzern auf dessen einst größtem Absatzmarkt den Rang abgelaufen hatte, liegen die deutsch-chinesischen Joint Ventures der Wolfsburger in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 wieder vorn. Den Hintergrund bilden nicht allein eigene Stärke, sondern auch veränderte politische Rahmenbedingungen in Peking.

Laut Daten der China Passenger Car Association erreichten die Joint Ventures von VW mit FAW und SAIC einen gemeinsamen Marktanteil von 13,9 Prozent. Damit setzten sie sich knapp vor Geely, das auf 13,8 Prozent kam. Auf dem dritten Rang landeten die Toyota-Joint-Ventures mit GAC und FAW bei 7,8 Prozent. BYD, zuletzt dominierender Akteur auf dem weltweit größten Automarkt, rutschte mit 7,1 Prozent auf Platz vier ab.

Dass der chinesische Elektroautohersteller derart an Boden verloren hat, lässt sich nicht allein mit der Konkurrenz erklären. Die chinesische Regierung hat sowohl die Steuerbefreiung als auch die Subventionen für umweltfreundlichere Autos gekürzt. Für einen Anbieter, dessen Modellpalette nahezu vollständig auf elektrifizierte Antriebe setzt, wiegt ein solcher Einschnitt schwerer als für Hersteller mit breitem Verbrennerportfolio.

BYD hatte den gesamten Volkswagen-Konzern im Jahr 2024 als absatzstärksten Autobauer in China abgelöst und diese Position auch über das gesamte Jahr 2025 hinweg verteidigt. Darüber hinaus sicherte sich der Konzern im vergangenen Jahr den Titel als weltweit größter Hersteller von Elektroautos und verwies Tesla auf den zweiten Platz.

Volkswagens China-Strategie zwischen Lokalisierung und Ergebnisdruck

Für VW kommt die Rückkehr an die Spitze zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern auf seinem wichtigsten Einzelmarkt unter erheblichem Druck steht. Der stärkere Wettbewerb in China macht dem Unternehmen bereits seit mehreren Jahren zu schaffen. Konzernchef Oliver Blume setzt deshalb auf eine konsequentere Lokalisierung, um näher an die Bedürfnisse chinesischer Käufer:innen heranzurücken.

Die jüngsten Geschäftszahlen verdeutlichen, wie groß der Handlungsbedarf ist. Im vergangenen Jahr brach der operative Gewinn von Volkswagen um die Hälfte auf 8,9 Milliarden Euro ein. Unter dem Strich blieben 6,9 Milliarden Euro übrig, ein Rückgang von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stagnierte bei 322 Milliarden Euro.

Ob die wiedergewonnene Marktführerschaft in China ein nachhaltiger Trend wird oder nur eine Momentaufnahme bleibt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich die Subventionspolitik in Peking weiterentwickelt. BYD hat in den vergangenen Jahren bewiesen, wie schnell der Konzern Marktanteile gewinnen kann. Gleichzeitig zeigt das aktuelle Ergebnis, dass staatliche Fördermechanismen den Wettbewerb auf dem chinesischen Automarkt erheblich mitgestalten.

Quelle: Manager-Magazin – Volkswagen erobert Spitzenplatz bei Autoverkäufen in China zurück

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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