Die Volkswagen Group hat nach eigenen Angaben die Marke von vier Millionen ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeugen geknackt. Konzernchef Oliver Blume spricht von einem „Meilenstein“ für die Elektrifizierungsstrategie der Wolfsburger. Die Zahl umfasst sämtliche rein batterieelektrischen Fahrzeuge der verschiedenen Konzernmarken seit dem Marktstart der ersten Elektromodelle.
Die Absatzkurve kletterte zunächst lange Zeit vergleichsweise langsam, erklärt Volkswagen-CEO Blume: „Für die erste Million reine E-Fahrzeuge haben wir noch rund zehn Jahre gebraucht. Für die vierte war es nur noch ein Jahr.“
Erst mit der Einführung der speziell für Elektroautos konzipierten Fahrzeugplattform MEB („Modularer E-Antriebs-Baukasten“) und der darauf basierenden ID.-Modelle stiegen die Absatzzahlen deutlich. Inzwischen entfällt ein bedeutender Teil der Elektroverkäufe des Gesamtkonzerns auf Fahrzeuge aus der ID.-Baureihe. Besonders beliebt sind laut Volkswagen der E-SUV ID.4 und dessen Coupé-Variante ID.5 – zusammengenommen stellen sie mit rund 901.000 abgesetzten Einheiten das meistverkaufte Elektroauto des Konzerns dar. Dahinter folgt der ID.3 mit rund 628.000 ausgelieferten Exemplaren.
Nicht nur die Kernmarke Volkswagen, sondern auch die anderen Konzernmarken tragen ihren Teil zum Erreichen des Meilensteins bei – wenngleich in deutlich geringerem Umfang. Dazu gehören etwa der Audi Q4 e-tron inklusive der Sportback-Variante mit etwa 387.000 ausgelieferten Fahrzeugen, gefolgt vom Škoda Enyaq (inkl. Coupé), der rund 352.000-mal ausgeliefert wurde. Für den Premium-Stromer Porsche Taycan verzeichnet der Konzern bislang 177.000 Auslieferungen. Der VW e-Golf wurde indes rund 152.000-mal ausgeliefert.
Rund die Hälfte der Auslieferungen entfällt auf die Marke Volkswagen Pkw
72 Prozent der Auslieferungen reiner Elektroautos entfielen laut Volkswagen auf die Markengruppe „Core“, also auf das Volumensegment. Rund zwei Millionen ausgelieferte Fahrzeuge entstammen der Marke Volkswagen Pkw, gefolgt von Škoda mit 480.000 Einheiten, Seat und Cupra mit zusammen 230.000 Einheiten und Volkswagen Nutzfahrzeuge mit 140.000 Einheiten.
Auf die Markengruppe „Progressive“ entfielen rund 22 Prozent aller ausgelieferten E-Autos, dabei handelt es sich um 870.000 Audi-Modelle aus dem Premiumsegment. Rund sechs Prozent der reinen E-Fahrzeuge wurden in der Markengruppe „Sport Luxury“ ausgeliefert – in Form von 250.000 Porsche-Fahrzeugen. Auf die Markengruppe „Trucks“ entfielen insgesamt rund 0,3 Prozent der BEV-Auslieferungen, das entspricht rund 11.000 Fahrzeugen.
Europa bleibt der wichtigste Markt für Volkswagen
Regional entfällt der größte Teil der Auslieferungen weiterhin auf Europa. Dort wurden nach Konzernangaben mit 68 Prozent gut zwei von drei Elektroautos verkauft. China folgt mit einem Anteil von 20 Prozent, während rund 8 Prozent der Fahrzeuge in den USA ausgeliefert wurden. Alle weiteren Märkte kamen zusammen auf 5 Prozent.
Mit Blick auf die Produktionsstandorte macht die europäische Fertigung ebenfalls den überwiegenden Teil aus: Rund 77 Prozent der ausgelieferten Stromer wurden in Europa hergestellt. Hier befinden sich mit Emden, Zwickau, Hannover, Bratislava, Mlada Boleslav, Ingolstadt, Neckarsulm, Leipzig, Zuffenhausen, München und Södertälje elf Produktionsstandorte für Elektroautos. Im weltgrößten Elektromarkt China fertigte der Konzern jedes fünfte E-Auto an einem der vier Fertigungsstandorte Anting, Foshan, Hefei und Changchun. In den Werken Chattanooga und Tulsa in den USA wurden rund 3 Prozent der bislang ausgelieferten BEVs produziert. In Brasilien ist vor kurzem im Werk Sao Paulo die Produktion vollelektrischer Nutzfahrzeuge angelaufen.
Quelle: Volkswagen Group – Pressemitteilung vom 05.03.2026







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