AZ kürt aus Quartett den elektrischen Kompakt-Sieger

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Fotos: Daniel Krenzer (2), VW, Cupra

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Ein Großteil der Bevölkerung fährt in kompakten Fahrzeugen umher – und auch bei Elektroautos gibt es zunehmend Modelle in dieser klassischen Fahrzeuggröße. Die Auto Zeitung (AZ) hat in ihrer aktuellen Ausgabe 18/2023 nun vier grundsolide kompakte Modelle gegeneinander antreten lassen: den Cupra Born (58 kWh), den Kia Niro EV, den Renault Megane E-Tech EV 60 sowie den VW ID.3 Pro.

Mit seinen 4,42 Metern Länge ist der Kia im Feld das größte Fahrzeug – und auch optisch am ehesten SUV als Limousine. Der Renault hingegen ist mit 4,20 Metern Länge der kürzeste im Feld. Die höchste Leistung hat der Cupra mit 170 kW (231 PS) vorzuweisen, die niedrigste Leistung haben Kia und VW mit jeweils 150 kW (204 PS) – insgesamt also ein sehr vergleichbares Feld.

Obwohl der Kia das größte Fahrzeug in diesem Quartett ist, hat die Auto Zeitung dort den geringsten Verbrauch gemessen: 17,4 kWh waren es am Ende, auf Rang zwei schaffte es der ID.3 mit 18 kWh vor dem Renault mit 18,5 kWh. Der etwas stärker motorisierte Cupra gönnte sich 19,4 kWh im Test. Die höchste Schnellladeleistung hat der Megane mit 130 kW vorzuweisen, zudem gibt es für ihn eine im Alltag sehr praktische 22-kW-AC-Ladeoption, an der wir uns zuletzt im Renault Kangoo E-Tech erfreuten. Der ID.3 und der eng verwandte Cupra schaffen 120 kW, der Kia ist beim Nachladen mit maximal 80 kW eher der entspannte Typ – anders als seine Geschwister aus dem Hyundai-Gruppe mit 800-Volt-Ladetechnik.

Der Renault kostet am meisten

Dass der Kia für seine Maße ein äußerst effizientes Fahrzeug ist, davon konnten wir uns bei EAN bereits ebenfalls überzeugen. Auch der Megane hatte im Test auf den Autor einen ordentlichen Eindruck gemacht, auch wenn unter anderem die sehr hohe Ladekante etwas störte.

Von den getesteten Fahrzeugen ist laut AZ der Cupra mit 36.692 Euro nach Abzug der Umweltprämie der günstigste, gefolgt vom VW-Konzernbruder mit knapp 38.000 Euro. Der getestete Kia kostet etwa 38.500 Euro, der Renault ist mit fast 43.000 Euro in diesem Teilnehmerfeld der teuerste. Da er aber im Vergleich zu den anderen drei Fahrzeugen im Test keine Glanzpunkte setzen könne, landet er in der AZ-Wertung mit 2924 von 5000 möglichen Punkten auf dem letzten Rang.

Junger Wilder setzt sich durch

Da sich Cupra Born und VW ID.3 sehr ähnlich sind, überrascht es nicht, dass sie am Ende nicht weit auseinander die „Ziellinie“ in Sachen Punkten erreichen. 3046 Zähler sind es am Ende für den Volkswagen, doch weil er laut AZ zwar den besseren Komfort zu bieten hat, bei der Fahrdynamik aber deutlich hinter dem Cupra herhinkt, muss der ID.3 dem spanischen Verwandten mit 3080 Punkten den Vortritt lassen.

Und der Kia? Der landet zwischen den beiden Teilnehmern aus dem VW-Konzern. Zwar schwächelt der Niro ein wenig bei der Fahrdynamik, in den Kategorien „Karosserie“ und „Kosten/Umwelt“ macht ihm in diesem Teilnehmerfeld aber keiner was vor. 3052 Punkte sind es am Ende für das südkoreanische Modell.

Quelle: Auto Zeitung (18/2023, S. 18 bis 26) – „Mit viel Energie in die Zukunft“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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