Vergleichstest: Welche E-Limousine hat die Nase vorne?

Vergleichstest: Welche E-Limousine hat die Nase vorne?
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Angesichts der wachsenden Auswahl bei elektrischen Limousinen haben sich die Kollegen der Auto Zeitung für ihre aktuelle Ausgabe 16/2023 fünf Modelle intensiv angeschaut und miteinander verglichen. Konkret gegeneinander ins Rennen geschickt wurden in alphabetischer Reihung der BMW i4 eDrive35, der Hyundai Ioniq 6 AWD, der Mercedes EQE 350+, der Nio ET5 sowie das Tesla Model 3 (maximale Reichweite).

Mit seinen 4,69 Metern ist das Tesla Model 3 das kürzeste Fahrzeug im Feld, am längsten ist der Mercedes mit seinen 5,05 Metern. Mit seinen 215 kW (292 PS) gehört der EQE dafür gemeinsam mit dem BMW i4 mit dessen 210 kW (286 PS) zu den leistungsschwächsten Fahrzeugen im Feld, am meisten Power bringt der Nio mit 360 kW (490 PS) auf den Asphalt.

Nur der EQE schafft AC auch 22 kW

Auch den größten Akku hat der ET5 mit 91 kWh netto vorzuweisen, dicht gefolgt vom Mercedes mit 90,6 kWh. Den kleinsten Akku im Feld hat der BMW mit gerade einmal 66 kWh Kapazität. In Sachen maximaler Ladeleistung stehen Tesla und Hyundai mit 250 sowie 240 kW an der Spitze, hier schneidet der Nio mit nur 120 kW am schwächsten ab. Beim AC-Laden schaffen alle 11 kW, aber bei Mercedes sind 22 kW optional gegen Aufpreis möglich.

Mit Abstand am günstigsten schneidet beim von der Auto Zeitung bewerteten Testwagenpreis der Tesla ab, der 46.205 Euro kostet. Auf Rang zwei schafft es der Nio mit 56.694 Euro, am teuersten ist der auf Luxus getrimmte Mercedes EQE mit knapp 76.000 Euro. Den niedrigsten Testverbrauch stellten die Kollegen beim Model 3 mit nur 16,3 kWh pro 100 Kilometer fest, am meisten Energie benötigt der Nio mit 20,8 kWh.

Der Sieger ist „unverschämt günstig“

In der Endabrechnung geht es sehr knapp zu. Bei von der Auto Zeitung maximal 5000 vergebenen Punkten liegen Platz zwei bis fünf zwischen 3180 und 3155 Zählern. Lediglich der Erstplatzierte setzt sich mit 3219 Punkten ein klein wenig von der Konkurrenz ab – und das ist das Tesla Model 3. Vor allem in den Kategorien „Kosten/Umwelt“ und „Motor/Getriebe“ überzeugte demnach das US-amerikanische Fahrzeug im Vergleich zur Konkurrenz aus Deutschland und Asien, angesichts des Gebotenen sei der Preis für den Tesla „fast schon unverschämt günstig“.

Die beiden Modelle deutscher Hersteller schaffen es aber immerhin auf das Treppchen. Rang drei geht an den BMW i4, der in der Kategorie „Karosserie“ die höchste Punktzahl von allen Modellen erreichte. Zweiter wird der Mercedes EQE, der die Tester vor allem in Sachen Fahrtkomfort überzeugte. Auf den undankbaren vierten Platz kommt der Hyundai Ioniq 6, der zwar durch seine Schnellladefähigkeit und lange Garantie glänze, der aber beim Handling und der Federung Schwächen aufweise. Letzter wird der Nio ET5, der laut Auto Zeitung aber dennoch ein „bärenstarkes“ und vergleichsweise günstiges Fahrzeug sei.

Den kompletten Testbericht mit vielen Details und allen Punktwertungen zu den fünf Fahrzeugen gibt es in der Auto Zeitung, Ausgabe 16/2023.

Quelle: Auto Zeitung (16/2023, S. 14 bis 24) – „Wer schwimmt hier gegen den Strom?“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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