Der neue BMW X5 absolviert derzeit seine letzten Abstimmungsfahrten rund um das Werk Spartanburg in den USA. Die nunmehr fünfte Generation des SUVs soll mit fünf verschiedenen Antriebsarten auf den Markt kommen – darunter auch erstmals als rein batterieelektrischer iX5. 2028 wollen die Münchener mit dem iX5 Hydrogen ihr erstes Serienfahrzeug mit Wasserstoffantrieb nachlegen.
iX5: Die bislang größte Batterie in einem BMW
In der vollelektrischen Variante BMW iX5 60 xDrive nutzt der E-SUV die sechste Generation der eDrive-Plattform und damit erstmals Rundzellen sowie eine 800-Volt-Architektur. In der europäischen Variante bietet die Batterie einen nutzbaren Energiegehalt von 141 Kilowattstunden, die US-Version bietet 144 Kilowattstunden. Damit beherbergt der iX5 den bislang größten Akku eines BMW-Serienfahrzeugs. Zu Reichweite und Verbrauch schweigt der Hersteller noch – die WLTP-Werte folgen erst zur Markteinführung.
Für das Vorankommen sind im iX5 60 xDrive zwei Elektromotoren zuständig, je einer an der Vorder- und Hinterachse, die gemeinsam 425 Kilowatt (578 PS) leisten. Auch zur Ladeleistung macht BMW bislang keine konkreten Angaben – vergleichbare Modelle mit 800-Volt-Architektur schaffen aber üblicherweise mindestens 250 Kilowatt.
2028 soll das erste Wasserstoff-Serienmodell folgen
2028 soll der BMW iX5 Hydrogen als erstes Serienfahrzeug mit Wasserstoffantrieb auf den Markt kommen. BMW will ein Brennstoffzellensystem dritter Generation mit einer neu entwickelten Hochvoltbatterie und einem ungewöhnlichen Speicherkonzept kombinieren: Statt der gängigen, großen und zylindrischen Drucktanks will der Hersteller auf einen Flachspeicher setzen, der aus sieben miteinander verbundenen, parallel geschalteten Hochdrucktanks aus kohlefaserverstärktem Verbundmaterial besteht. Die Tanks sollen in einen Metallrahmen integriert werden.

BMW erhofft sich dadurch Raumgewinn: Der Flachspeicher soll sich kompakter in den Fahrzeugboden einfügen, während im Innenraum kein Platz verloren gehen soll. Der Autobauer erklärt, dass die Wasserstoffvariante auf derselben Produktionslinie gefertigt werden kann wie die übrigen Antriebsvarianten des X5 – das soll die Skalierung der Technologie deutlich vereinfachen. Auch hier gibt es bislang keine Angaben zum Reichweite, Tankvolumen oder der Leistung der Brennstoffzellen.
Neue Steuerungseinheit und Level-2-Assistenzsysteme
Neben der Elektro- und der H2-Variante wird BMW den neuen X5 auch weiterhin mit Otto- und Dieselmotor anbieten, hier jeweils mit 48-Volt-Mild-Hybridtechnologie, sowie als Plug-in-Hybrid. Der X5 40 xDrive leistet 294 Kilowatt oder 400 PS, die Plug-in-Hybridvariante X5 50e xDrive leistet 360 Kilowatt (490 PS).
In allen Varianten verfügt der X5 über BMWs neue Steuerungseinheit „Heart of Joy“. Das Modul mit dem sprechenden Namen soll Antrieb, Bremsen, Lenkung sowie Lade- und Rekuperationsfunktionen koordinieren. Laut Herstellerangaben arbeitet das System rund zehnmal schneller als die bisherigen Steuergeräte. Beim iX5 und iX5 Hydrogen soll dadurch insbesondere die Rekuperation effizienter werden, zudem soll das Anhalten ohne Verwendung der Bremsen sanfter werden.
Der neue X5 verfügt zudem über Fahrerassistenzsysteme nach SAE-Level 2 sowie aktive Sicherheitsfunktionen aus dem Technologie-Baukasten der „Neuen Klasse“. Optional bietet BMW einen Autobahn- und City-Assistenten für den X5 an. Dieser soll „Entry‑2‑Exit“‑Unterstützung auf der Autobahn und „Address‑2‑Address“‑Unterstützung im Stadtverkehr bieten. Autonomes Fahren unter Beobachtung des Fahrers gemäß SAE-Level 3 ist nicht vorgesehen.
Quelle: BMW Group – Pressemitteilung vom 15.06.2026







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