BMW-Chef Nedeljković reagiert mit Stellenabbau auf Krise

BMW-Chef Nedeljković reagiert mit Stellenabbau auf Krise
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Sebastian Henßler
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BMW bereitet einem Bericht des Manager Magazins zufolge einen größer angelegten Stellenabbau in der Verwaltung vor. Konzernchef Milan Nedeljković, der das Unternehmen erst seit Mitte Mai führt, soll dafür laut Insidern fast eine Milliarde Euro zurückgelegt haben. Das Geld ist für freiwillige Trennungsvarianten wie Abfindungen, Vorruhestandslösungen und Altersteilzeitmodelle vorgesehen. Wie viele Arbeitsplätze konkret betroffen sein werden, ist bislang nicht bekannt, rechnerisch wären jedoch einige Tausend Stellen möglich.

Nach Informationen aus Konzernkreisen sollen unverzüglich Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen werden, dem Arbeitnehmervertreter Martin Kimmich vorsteht. Mitarbeitende von BMW in Deutschland sind durch eine Beschäftigungssicherung grundsätzlich vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt, weshalb sich der Konzern auf freiwillige Lösungen konzentrieren muss. BMW selbst wollte sich zu den Plänen nicht äußern. Der Hersteller beschäftigt weltweit rund 155.000 Menschen.

Sparkurs als Reaktion auf schwächere Geschäftszahlen

Der geplante Stellenabbau fällt in eine Phase, in der BMW seine Kostensenkungen ohnehin verstärkt. Nedeljković kündigte an, die laufenden Struktur- und Effizienzmaßnahmen im Unternehmen deutlich zu intensivieren und zu beschleunigen. „Unsere unternehmerische Verantwortung gebietet es, dass wir unsere laufenden Maßnahmen nochmals deutlich intensivieren und beschleunigen“, erklärte der BMW-Chef. Es gehe dabei um Geschwindigkeit und Effizienz angesichts sich verschärfender Marktbedingungen.

Damit reagiert der neue Vorstandsvorsitzende auf eine Reihe von Belastungen, mit denen sich BMW derzeit konfrontiert sieht. Schleppende Verkäufe in China und die Folgen des Nahost-Konflikts hatten den Konzern zuletzt zu einer deutlichen Anpassung seiner Jahresprognose gezwungen. Bislang galt BMW unter den drei großen deutschen Autoherstellern als vergleichsweise stabil, während Volkswagen und Mercedes-Benz bereits seit Jahren Stellen abbauen und Werke schließen.

Kritik an komplexer Antriebsstrategie

Branchenbeobachter sehen die aktuellen Schwierigkeiten auch im Zusammenhang mit der bisherigen Unternehmensstrategie. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research, kommentierte, BMW habe sich mit einer zu komplexen Variantenvielfalt einen teuren Überbau aufgebaut. Der Konzern hatte unter dem früheren Vorstandsvorsitzenden Oliver Zipse parallel auf fünf unterschiedliche Antriebskonzepte gesetzt, von Ottomotoren über Dieselaggregate und Plug-in-Hybride bis zu batterieelektrischen Autos und einem Serienmodell mit Brennstoffzelle.

Der jetzt eingeleitete Sparkurs trifft auf einen Konzern, der intern bereits seit Monaten mit kritischen Stimmen zur bisherigen Führung umgeht. Nedeljković übernahm die Position laut Einschätzungen aus dem Unternehmen in einem bereits „massiv verschärften Umfeld“. Mit dem geplanten Stellenabbau in der Verwaltung setzt der neue BMW-Chef nun einen ersten sichtbaren Akzent seiner angekündigten Sparpolitik.

Quelle: Manager-Magazin – Neuer BMW-Chef bereitet Jobabbau in der Verwaltung vor / BMW – Pressemitteilung vom 17.06.2026

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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