Stellantis weitet Produktion von Wasserstoff-Nutzfahrzeugen aus

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Stellantis

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Der Autokonzern Stellantis erweitert die Produktionskapazitäten für seine Nutzfahrzeug-Modelle mit Wasserstoff-Brennstoffzelle und beginnt ab sofort mit der Serienproduktion von mittelgroßen und großen Transportern in seinen Werken in Hordain (Frankreich) und Gliwice (Polen). Damit baut das Unternehmen sein Angebot an Fahrzeugen mit emissionsfreiem Antrieb aus, so Stellantis in einer aktuellen Mitteilung.

Die erweiterte Produktpalette und die industrielle Serienproduktion von Brennstoffzellen-Transportern sollen dazu beitragen, die Position von Stellantis als Marktführer für emissionsfreie Nutzfahrzeuge in Europa zu festigen. Aktuell hält der 14 Marken umfassende Konzern in diesem Bereich einen Marktanteil von gut 40 Prozent.

Im vergangenen Oktober präsentierte das Unternehmen sein vollständig erneuertes Transporter-Portfolio als Schlüsselelement der strategischen Pro One Offensive für Nutzfahrzeuge von Stellantis. Stellantis und seine Marken nutzen demnach die ganze Konzern-Palette elektrischer Antriebs-, Sicherheits-, ADAS- und Konnektivitäts-Technologien, um Fahrerinnen und Fahrern ein stressfreies Ambiente und gewerblichen Nutzern einen zuverlässigen Geschäftspartner zu bieten.

Dass wir zunächst mittelgroße Transporter und nun auch große Transporter mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb auf unseren Produktionslinien integrieren, ist ein Beweis für unser Engagement, die führende Position in der Wasserstofftechnologie zu behalten und sie für unsere Kunden verfügbar zu machen“, sagt Jean-Michel Billig, Stellantis Chief Technology Officer, Hydrogen Fuel Cell Vehicle Development.

Die Brennstoffzellenvarianten der Nutzfahrzeuge seien auf eine intensive Kundennutzung mit hohen Laufleistungen ausgerichtet. Sie basieren auf der Technologie, die in den emissionsfreien Elektro-Varianten der Fahrzeuge zum Einsatz kommt, und bieten zusätzlich den Vorteil kurzer Betankungszeiten ohne Einbußen der Nutzlastkapazität. Bei den mittelgroßen Transportern sorge eine zweite Generation des Brennstoffzellensystems für eine Reichweite von bis zu 400 km und eine Betankungszeit von weniger als vier Minuten. Bei den großen Transportern ermögliche der Brennstoffzellenantrieb eine Reichweite von bis zu 500 km und eine Betankungszeit von nur fünf Minuten.

Stellantis-Peugeot-Opel-Fiat-Citroen-Transporter
Stellantis

Stellantis will in seinen Werken insgesamt acht Brennstoffzellen-Wasserstoff-Versionen von mittelgroßen und großen Transportern herstellen: Citroën ë-Jumpy und ë-Jumper, Fiat Professional E-Scudo und E-Ducato, Opel Vivaro und Movano, Peugeot E-Expert und E-Boxer. Produziert werden sie in Mangualde (Portugal), Vigo (Spanien) und Ellesmere Port (GB) für Kleintransporter, Hordain (Frankreich) und Luton (GB) für mittelgroße Transporter sowie Atessa (Italien) und Gliwice (Polen) für große Transporter.

Die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie spielt eine wichtige Rolle in der Stellantis-Roadmap für emissionsfreie Antriebe. Seit 2023 ist Stellantis zu einem Drittel gleichberechtigter Anteilseigner von Symbio, einem weltweit tätigen Unternehmen für Wasserstofftechnologie mit Niederlassungen in Europa und den Vereinigten Staaten.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 02.01.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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