Stellantis steigt bei Wasserstoff-Unternehmen Symbio ein

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Michael Neißendorfer
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Faurecia, Michelin und Stellantis haben eine bindende Vereinbarung unterzeichnet, laut der Stellantis einen Anteil von 33,3 Prozent an Symbio erwerben wird. Faurecia und Michelin bleiben Anteilseigner an dem vor gut drei Jahren gegründeten Joint-Venture auf dem Gebiet emissionsfreier Wasserstoffmobilität und halten Anteile von ebenfalls jeweils 33,3 Prozent.

Diese Vereinbarung markiere einen wichtigen Schritt in der Dekarbonisierung der Mobilitätsbranche und spiegle die technologische Exzellenz von Symbio bei Innovationen im Bereich Wasserstoff-Brennstoffzellen wider, so Stellantis in einer aktuellen Mitteilung. Den Autokonzern, vom Absatz her die Nummer vier weltweit, als Anteilseigner gewonnen zu haben, soll der Entwicklung von Symbio in Europa und den USA zusätzlichen Schwung verleihen. Die Transaktion, mit der Stellantis schon länger liebäugelte, unterliegt den üblichen behördlichen Genehmigungen. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2023 erwartet.

„Der Erwerb einer Beteiligung in gleicher Höhe wie die anderen Anteileigner an Symbio wird unsere Position bei wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen stützen, da er die Produktion in Frankreich stärken wird. Zudem ist die Transaktion auch eine perfekte Ergänzung zu unserem wachsenden Portfolio an batterieelektrischen Fahrzeugen“, sagt Carlos Tavares, CEO von Stellantis. „Während wir unseren Plan Dare Forward 2030 vorantreiben und darauf hinarbeiten, bis 2038 CO2-neutral zu werden, erwägen wir jedes uns zur Verfügung stehende technologische Werkzeug, um die globale Erderwärmung zu bekämpfen. Wasserstoff-Brennstoffzellen sind notwendig – und Symbio wird ein wichtiger Akteur im Kampf zum Schutz künftiger Generationen werden.“

Symbio plant bis 2025 die Fertigung von 50.000 Brennstoffzellen pro Jahr in seiner Gigafactory in Saint-Fons, die in der zweiten Jahreshälfte 2023 die Produktion aufnehmen soll. Im Jahr 2022 kündigte Symbio die Umsetzung seines HyMotive-Projekts an, das darauf abzielt, die Industrialisierung und die Entwicklung disruptiver Innovationen durch das Unternehmen zu beschleunigen. Ein Projekt, das Symbio bis 2028 zu einer Gesamtproduktionskapazität von 100.000 Systemen pro Jahr in Frankreich verhelfen wird. Dadurch sollen in Frankreich gut 1000 neue Arbeitsplätze entstehen.

„Wir freuen uns über diese Transaktion, die Symbio noch weitere Handlungsmöglichkeiten eröffnet und dem Joint Venture zusätzliche Dynamik verleiht. Symbio ist nun bestens ausgestattet, um zu wachsen und seine Position außerhalb Europas auszubauen. Und das in einer Zeit, in der die Automobilindustrie ihren Trend hin zu null Emissionen verstärkt vorantreibt“, sagt Patrick Koller, Chief Executive Officer von Faurecia.

„Der Erwerb von Symbio-Anteilen durch Stellantis ist ein enormer Treiber der Entwicklung für unsere gemeinsame Tochtergesellschaft“, teilt Florent Menegaux mit, CEO von Michelin. „Zudem ist dieser Schritt ein idealer Beleg dafür, dass die Brennstoffzellen-Technologie für die Automobilindustrie unverzichtbar ist, wenn sie mit der Elektrifizierung der Mobilität Erfolg haben will – insbesondere im gewerblichen Sektor. Stellantis ist für uns bereits heute ein Partner der Wahl und darüber hinaus ein künftiger Hauptakteur an unserer Seite. Nicht zuletzt unterstreicht diese Transaktion eine Überzeugung, die Michelin schon seit vielen Jahren vertritt: Wasserstoff ist eine Dekarbonisierungs-Lösung, an der kein Weg vorbeiführt.“

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 16.05.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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