Wie Renault in Europa weiter wachsen will

Wie Renault in Europa weiter wachsen will
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Renault | Fabrice Cambolive

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Renault-CEO Fabrice Cambolive hat dem Deutschen Handwerksblatt (DHB) in einem Interview verraten, wie er die Wachstumschancen des französischen Autoherstellers einschätzt und welche Rolle der Renault 5 und der Elektro-Twingo dabei spielen.

Renault komme, wie CEO Cambolive findet, ein ausgeglichenes Portfolio zugute, das Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, Hybride und Elektroautos umfasst. Darauf lasse sich aufbauen, aber man müsse besonders in Europa „agil sein“, wenn man wachsen will, da fast jedes Land eine eigene E-Auto-Agenda verfolgt mit unterschiedlichen Regulierungen und Förderungen. Renault habe „zwei sehr wichtige Trümpfe“ in der Hand: „zum einen den Hybrid und zum anderen das Elektroauto.“

Das komplette Angebot sei bereits hybridisiert, hinzu kommen stetig neue Elektroautos wie nun der R5, der in jenen Ländern, wo er bereits eingeführt wurde, eine „sehr gute Dynamik“ aufweise. Cambolive geht davon aus, dass der Markt den EU-Richtlinien in Sachen CO2-Emissionen und sauberer Luft folgt, und Elektroautos einen Anteil von 20 Prozent aller Neuwagen ausmachen. Der Renault-Manager erwartet von der Politik in den einzelnen Ländern sowie der EU dahingehend „klare Rahmenbedingungen und die Stimulierung der Nachfrage“.

Der Renault 5, zu haben für weniger als 25.000 Euro, sei für Privatkunden „ein wettbewerbsfähiges Angebot im B-Segment.“ Renault habe „sehr hart an diesem Auto gearbeitet, um es mit der besten Batterie und der besten Performance anbieten zu können.“ 2026 folgt ein noch günstigeres E-Auto um 20.000 Euro, der elektrische Twingo, der die Plattform des Renault 5 nutzen, aber ein „völlig unterschiedliches Auto“ sein werde, die AmpR Small, die Renault über seine E-Auto-Sparte Ampere innerhalb von weniger als zwei Jahren neu entwickelt hat.

Den Einwand, dass Batterie- und Ladetechnik noch nicht ausgereift genug seien, damit Elektroautos attraktiv sind, weist Cambolive zurück. Er verweist auf Gespräche mit „einigen Leuten aus Nordeuropa, wo Elektroautos schon lange Realität sind“ – gemeint sein dürfte Norwegen – wo E-Auto-Fahrer „kein Problem mehr mit der Reichweite“ hätten. „Die Reichweite von Elektrofahrzeugen ist kein Problem, wenn die Infrastruktur vorhanden ist“, so der Renault-Chef.

Quelle: Deutsches Handwerksblatt – Renault-Markenchef: Renault ist nicht zu klein, um zu überleben

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Michael Neißendorfer

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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