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Das Elektro-SUV ist im Alltag deutscher Familien angekommen. Im September war laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mehr als jedes dritte neu zugelassene Auto rein elektrisch, und meistzugelassenes Modell des Monats war mit dem Tesla Model Y ein Elektro-SUV. Damit treffen zwei Entwicklungen zusammen: der Wandel beim Antrieb und die seit Jahren hohe Nachfrage nach SUVs. Wie breit das Angebot inzwischen ist, und wo der Smart #5 darin steht, zeigt ein Blick auf Preise, Platz und Technik.
Bereits 2025 entfiel rund ein Drittel aller Neuzulassungen auf SUVs, hinzu kamen knapp elf Prozent Geländewagen. Laut Monitoringbericht der Deutschen Energie-Agentur war im selben Jahr fast jedes zweite neue Elektroauto ein SUV. Seither hat der Elektroanteil deutlich zugelegt, in den ersten neun Monaten 2026 lag er bei 27,2 Prozent. Wie viele dieser Fahrzeuge tatsächlich in Familien unterwegs sind, weist die Statistik nicht aus, da das KBA Segmente und Antriebe erfasst, nicht die Zusammensetzung der Haushalte.
Hinweise auf die Prioritäten von Eltern liefert eine Befragung des Vermittlungsportals Carwow unter Kund:innen mit Kindern unter 18 Jahren. Repräsentativ ist sie nicht, die Rangfolge ist dennoch aufschlussreich. An erster Stelle stand der Preis, gefolgt von Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie dem Platzangebot. Bei Eltern von Kleinkindern rückte der Platz mit über 42 Prozent klar nach vorn. Offen für ein E-Auto zeigten sich insgesamt 78,6 Prozent der Befragten.
Entsprechend breit gefächert ist das Angebot. Die Preisspanne familientauglicher Elektro-SUVs reicht derzeit von 37.890 Euro für den kompakten Škoda Elroq bis 87.100 Euro für den sechssitzigen Hyundai Ioniq 9. Dazwischen liegen etablierte Modelle wie Škoda Enyaq und Tesla Model Y, Premiumangebote wie der BMW iX3 ab 63.400 Euro sowie große Siebensitzer wie der Kia EV9.
Eine dritte Sitzreihe gibt es inzwischen auch unterhalb der großen Modelle. Škoda bietet sie für den neuen Peaq gegen 990 Euro Aufpreis an, beim Peugeot e-5008 gehören bis zu sieben Sitze laut Hersteller zur Serie. Beide bewegen sich preislich um 50.000 Euro und damit in jenem Bereich, in dem auch der Smart #5 antritt. Diesen gibt es allerdings ausschließlich als Fünfsitzer.
Smart #5: viel Raum, kurze Ladestopps
Smart, ein Gemeinschaftsunternehmen von Mercedes-Benz und Geely, positioniert den #5 als größtes Modell im eigenen Portfolio. Das SUV misst 4,70 Meter bei einem Radstand von 2,90 Metern. Laut Hersteller fasst der Kofferraum 630 Liter, bei umgeklappter Rückbank 1530 Liter. Unter der Fronthaube kommen bei den heckgetriebenen Versionen 72 Liter hinzu, bei den Allradvarianten 47 Liter. Die Zuladung gibt Smart mit rund 500 Kilogramm an, die Anhängelast mit 1600 Kilogramm.
Für Familien zählt vor allem der Fond. Die beiden äußeren Plätze der Rückbank verfügen über Isofix-Befestigungen, die gut erreichbar und mit einer Klappe abgedeckt sind. Bei Euro NCAP erhielt der #5 im Jahr 2025 fünf Sterne und 93 Prozent im Bereich Kindersicherheit. Serienmäßig an Bord ist laut Euro NCAP zudem eine Erkennung von im Auto zurückgelassenen Kindern.
Technisch setzt der #5 auf eine 800-Volt-Architektur und eine Batterie mit 94 kWh nutzbarer Kapazität. An Schnellladesäulen nimmt er laut Hersteller bis zu 400 kW auf, der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent soll weniger als 18 Minuten dauern. An der heimischen Wallbox lädt das SUV mit bis zu 22 kW Wechselstrom, eine Vollladung ab 10 Prozent benötigt unter optimalen Bedingungen weniger als 5,5 Stunden. Nach Norm ergeben sich daraus alltagstaugliche Reichweiten: 590 Kilometer für die heckgetriebenen Versionen bei 18,4 kWh pro 100 Kilometer, 540 Kilometer für die Allradmodelle bei 19,9 kWh.
Preislich staffelt sich das Modell in fünf Linien. Der Pro+ mit 267 kW kostet 51.400 Euro, die Pro+ Black Collection 52.000 Euro und der Premium 55.900 Euro. Für den Premium AWD mit 432 kW verlangt Smart 58.400 Euro, für den Brabus mit 475 kW 62.500 Euro.
Ähnlicher Preis, sehr unterschiedliche Schwerpunkte
Aussagekräftig wird ein Vergleich erst bei ähnlich ausgestatteten Versionen. Am nächsten am #5 Pro+ liegt preislich das Tesla Model Y Premium mit Heckantrieb für 50.990 Euro. Laut EV Database nutzt es eine Batterie mit 74 kWh netto, leistet 255 kW und kommt nach WLTP auf 603 Kilometer bei 14,0 kWh je 100 Kilometer. Auf Basis einer 400-Volt-Architektur nimmt es in der Spitze bis zu 250 kW auf, für den Ladehub von 10 auf 80 Prozent schätzt die Datenbank allerdings rund 36 Minuten. Die Anhängelast beträgt wie beim Smart 1600 Kilogramm, für den Kofferraum im Heck führt EV Database 854 Liter.
Beim Škoda Peaq lohnt der Blick auf die Batteriegröße. Die Einstiegsversion für 49.900 Euro nutzt 59 kWh netto und erreicht maximal 456 Kilometer. Technisch im Umfeld des Smart bewegt sich erst der Peaq 90 mit 86 kWh und 210 kW für 57.900 Euro. Škoda nennt dafür bis zu 642 Kilometer Reichweite, einen Verbrauch von 15,1 bis 17,6 kWh, 1800 Kilogramm Anhängelast und 935 Liter Kofferraum als Fünfsitzer. Beim Laden ist der Smart überlegen, denn der Peaq 90 nimmt bis zu 199 kW auf und braucht für den gleichen Ladehub laut Hersteller 28 Minuten.
Der Peugeot e-5008 beginnt bei 50.640 Euro. In der Version Long Range mit 170 kW kommt er nach Herstellerangabe auf bis zu 664 Kilometer bei 18,2 bis 19,4 kWh. Mit Gleichstrom lädt er mit bis zu 160 kW und benötigt rund 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent. Für den Kofferraum nennt Peugeot 748 Liter nach VDA-Norm. Da die Hersteller unterschiedlich messen, sind solche Angaben nur eingeschränkt vergleichbar.
Auch beim Allradantrieb lohnt der Blick auf gleichwertige Versionen. Dem Smart #5 Premium AWD für 58.400 Euro stehen das Model Y Premium AWD mit 364 kW und bis zu 622 Kilometern WLTP-Reichweite für 53.990 Euro sowie der Peaq 90x mit 220 kW für 60.400 Euro gegenüber. Für den Tesla schätzt EV Database eine Ladezeit von rund 28 Minuten, Škoda nennt für den Allradler bis zu 609 Kilometer und 2000 Kilogramm Anhängelast. Der e-5008 Dual Motor leistet 239 kW, kommt mit seiner 73-kWh-Batterie aber höchstens 465 Kilometer weit. In der Topversion trifft der #5 Brabus für 62.500 Euro auf das Model Y Performance mit 461 kW und 580 Kilometern Reichweite für 62.990 Euro.
Bei der Sicherheit liefert Euro NCAP Anhaltspunkte. Smart #5 und Tesla Model Y erhielten 2025 jeweils fünf Sterne und 93 Prozent bei der Kindersicherheit, der Peugeot e-5008 kam auf vier Sterne und 85 Prozent. Eine Erkennung zurückgelassener Kinder führt Euro NCAP bei Smart und Tesla als Serienausstattung, beim Peugeot nicht. Für den Peaq liegt bislang kein Ergebnis vor. Da Euro NCAP seit 2026 nach einem überarbeiteten Verfahren prüft, sind künftige Wertungen nur bedingt mit diesen Resultaten vergleichbar.
Nicht nur das SUV, nicht nur der Listenpreis
Wer nicht auf ein SUV festgelegt ist, findet weitere Alternativen. Der VW ID.7 Tourer, ein Kombi mit 4,96 Metern Länge, kostet ab 55.305 Euro und bietet laut Hersteller 605 bis 1714 Liter Kofferraum. Noch mehr Raum verspricht der VW ID. Buzz ab 52.270 Euro, der in der langen Version bis zu 2469 Liter fasst und sich mit sieben Sitzen konfigurieren lässt.
Beim tatsächlichen Kaufpreis spielt zunehmend die Förderung eine Rolle. Seit Mai 2026 unterstützt der Bund private Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen bis 80.000 Euro beim Kauf eines E-Autos, die Grenze steigt um 5000 Euro je Kind, für höchstens zwei Kinder. Je nach Einkommen und Kinderzahl beträgt der Zuschuss zwischen 3000 und 6000 Euro, beantragt wird er beim BAFA. Ergänzend gewähren verschiedene Hersteller eigene Nachlässe, bei Smart etwa laut Konfigurator 4000 Euro auf die Linien des Pro+ und 6000 Euro auf die übrigen Versionen.
Steuerlich sind E-Autos mit Erstzulassung bis Ende 2030 für bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis Ende 2035. Für Dienstwagen gilt bei Anschaffungen zwischen Juli 2025 und Ende 2030 eine Versteuerung von 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises, sofern dieser 100.000 Euro nicht übersteigt. Alle hier genannten Modelle liegen darunter.
Wie stark die Förderung genutzt wird, zeigt eine erste Bilanz. Laut Bundesumweltministerium wurde Anfang Oktober die Marke von 100.000 bewilligten Anträgen erreicht, rund 90 Prozent davon für reine E-Autos. Etwa die Hälfte stammte von Haushalten mit höchstens 45.000 Euro Jahreseinkommen.
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