Cupra-CEO: Raval als „Gamechanger“ im urbanen Raum

Cupra-CEO: Raval als „Gamechanger“ im urbanen Raum
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Cupra

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 3 min

Cupra will sich in 2026 nicht auf den Erfolgen des Vorjahres ausruhen, sondern weiter durchstarten. Der Fokus liegt in diesem Jahr laut Markenchef Markus Haupt auf dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und der Kostensenkung, um Elektroautos bezahlbarer zu machen. Dabei sollen die beiden neuen Elektromodelle Born und Raval eine entscheidende Rolle spielen.

Das Jahr 2025 beschloss Cupra mit einem neuen Jahresabsatzrekord von 328.000 Einheiten, was einem Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auf diesem Erfolg will die VW-Tochtermarke aufbauen und bringt mit dem Raval ihren ersten elektrischen Kleinwagen auf den Markt, der zudem das erste Modell der Produktfamilie städtischer Elektroautos von Volkswagen, der sogenannten „Electric Urban Car Family“, darstellt.

„Der Raval muss uns nach vorne bringen, denn nur so können wir unsere CO₂-Ziele erreichen“, sagte CEO Haupt gegenüber dem britischen Magazin Auto Express. Insbesondere in den Städten, wo Emissionen besonders relevant sind, sei man „zuversichtlich, dass dieses Auto unser Gamechanger sein kann“.

Der Raval ist eines von vier vollelektrischen Kleinwagen-Modellen, die die Electric Urban Car Family des VW-Konzerns bilden. Neben dem Schwestermodell ID. Polo gehören mit dem Škoda Epiq und dem VW ID. Cross auch zwei kompakte SUVs zur neuen Produktfamilie, die auf Basis eines einzigen Komponentensatzes entwickelt wurde und in Spanien gefertigt werden soll. Dadurch hat der Konzern Hunderte Millionen Euro an Produktionskosten gespart und stärkt zudem den Standort Spanien.

Durch Kosteneinsparungen rentabler werden

Die Kosteneinsparungen, auf die sich die Marke laut dem CEO auch in diesem Jahr konzentriert, sollen vor allem die Margen der vollelektrischen Autos verbessern, bei denen bisher noch Autos mit Verbrennungsmotor die Nase vorn haben. Die Kunden sollen wiederum mit bezahlbarer Elektromobilität überzeugt werden. Dazu tragen auch die LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) bei, die die günstigste Akku-Variante darstellen.

Der Born-Facelift, der ebenfalls in diesem Jahr kommt, soll ebenfalls mit den kostengünstigeren LFP-Akkus ausgestattet werden. „Dies dürfte die Rentabilität verbessern und Cupra mehr Flexibilität verschaffen, um mit den aggressiven Preisen chinesischer Elektroautos konkurrieren zu können“, erklärte Haupt. Daneben erhalte der Born Auffrischungen an Front und Heck, unter anderem durch das neueste dreieckige Scheinwerferdesign.

Während die städtischen Kleinwagen mit rund 96 kW (130 PS) auf den Markt kommen sollen, wird Cupra als sportlichste VW-Marke leistungsstärkere Versionen herausbringen: den Dynamic mit 155 kW (210 PS) und den starken VZ Extreme mit 166 kW (226 PS). „Es ist supersportlich und vermittelt ein Go-Kart-Feeling“, merkte der Chef zu dem neuen Modell an, das über ein Sportfahrwerk, eine schnelle Lenkung und eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern in der Dynamic-Variante verfügen soll.

SUV Tindaya als künftiges Flaggschiff

Einen Einblick in die Zukunft hat Cupra auf der vergangenen IAA in München mit dem SUV-Konzept Tindaya gegeben. „Der Tindaya ist kein Traum: Er ist etwas, das wir Wirklichkeit werden lassen wollen“, erklärte der CEO. Für die Einführung des Flaggschiffs prognostiziert er etwa das Jahr 2030, wenn die neue SSP-Plattform des Volkswagen-Konzerns bereit ist.

Auch wenn das Showcar über einen Range-Extender-Antrieb mit einem 1,5-Liter-Benzinmotor verfügt, entwickle man das Auto so, dass es in Bezug auf den Antrieb flexibel ist. „Es könnte ein reines Elektroauto sein, es könnte aber auch einen Range-Extender oder einen Verbrennungsmotor haben. Wir wollen uns jetzt noch nicht festlegen, weil sich die Dinge so schnell ändern“, ergänzte Haupt.

Quelle: Auto Express – Future of Cupra revealed: Raval hatch, facelifted Born and flagship SUV incoming

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