Zahl öffentlicher Ladepunkte im Jahresvergleich mit 38 Prozent im Plus

Cover Image for Zahl öffentlicher Ladepunkte im Jahresvergleich mit 38 Prozent im Plus
Copyright ©

Press-Inform / XPeng

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Die Zahl an Elektroautos auf unseren Straßen nimmt nach dem Wegfall des Umweltbonus in Deutschland nicht mehr so stark zu wie noch in den Jahren zuvor. Doch die Ladeinfrastruktur wächst deutlich besser, wie nun veröffentlichte Zahlen der Bundesnetzagentur für den Stichtag 1. März 2024 zeigen. Demnach gab es zu diesem Zeitpunkt insgesamt 128.517 öffentliche Ladepunkte in Deutschland, 103.226 davon waren AC-Ladestationen, 25.291 waren DC-Säulen.

Im Jahr zuvor waren es bundesweit 77.331 AC- und 15.555 DC-Punkte, womit insgesamt ein Plus von 38 Prozent zu verzeichnen ist. Dabei wuchs die Zahl besonders flotter DC-Schnellladepunkte überdurchschnittlich um 63 Prozent, wie den Daten der Bundesnetzagentur zu entnehmen ist. Die Top 5 der Betreiber stellen EnBW (6637 Ladepunkte), Eon Drive (4246), Tesla (2626), Mercedes-Benz (2433) und EWE Go (2228).

An den Ladepunkten können insgesamt 4,52 GW Ladeleistung bereitgestellt werden, vermeldet die Bundesnetzagentur, im Jahr zuvor waren es erst 2,67 GW. Der hohe Zuwachs ist vor allem auf den überdurchschnittlich hohen Anteil neuer DC-Lader zurückzuführen. Innerhalb der verschiedenen Leistungsklassen sind Schnellladepunkte mit 149 bis 299 kW Leistung am stärksten gewachsen, hier hat sich das Angebot mit einem Plus von 98 Prozent annähernd verdoppelt, von 4632 auf 9189 Ladepunkte. Zusammen mit High-Power-Chargern (HPC) mit mehr als 299 kW Ladeleistung (7097 Ladepunkte, 71 Prozent Wachstum zum Vorjahr) weisen mehr als 16.000 Ladepunkte (knapp zwei Drittel aller Schnellladepunkte) eine Ladeleistung von mehr als 149 kW auf.

Deutschlandkarte Ladeinfrastruktur für Elektroautos
Bundesnetzagentur

Nicht berücksichtigt in der Auswertung sind die Hunderttausenden privaten Wallboxen für E-Autos in Garagen, Carports und Tiefgaragen sowie an nicht-öffentlichen Unternehmensstandorten, deren Anzahl einer Schätzung der Energieagentur Dena zufolge im Mai 2023 bei gut 900.000 lag.

Quelle: Bundesnetzagentur – Mitteilung vom 10.06.2024

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


Groß:

In China sind in neuen EInkaufzentren bis zu halbe Parkdecks mit Ladepunkten ausgestattet.
Das ist alles nur eine Sache der EInstellung und des denkens.
In Europa ist man immernoch weit hinterher.

Rolando:

– Wir brauchen auch die „Laternenladeplätze“ für die Hochhausbewohner. Ich habe auch meine Wallbox am Carport aber wenn ich mit den Leuten spreche heißt es sie haben keine Möglichkeit zu laden. Extra zum Ladepark fahren und auch noch zu überhöhten Preisen zu laden ist keine Option. Das ist verständlich.
– Weiterhin benötigen wir eine Regulierung bei den Preise an den (nur AC?) Ladestationen. Z.T. 59 Cent sind Wucher! … und kommt mir jetzt nicht mit Marktwirtschaft.
…..

Apfel:

In einigen Gegenden können durchaus noch mehr Ladepunkte ausgebaut werden.
Gerade an Parkplätzen darf die Zahl gerne verdoppelt werden.

Wenn wir weiterhin solch ein Wachstum hinlegen, sind wir alle gut bedient.
Ich denke mit 75.000 Schnellladestationen und 250.000 Normalen Ladestationen (50KW), sind wir schon sehr gut bedient.
Die nächsten Jahre muss einfach weiter ausgebaut werden.

Ich war letztens bei einem Einkaufscenter bei uns in der nähe und der hat locker 1000 Parkplätze, aber so gut wie keine Ladestationen und dann sicherlich auch hohe Preise (habe nicht geguckt).
Auf dem Parkplatz sollten aber locker 100 Ladestationen stehen.

egon_meier:

Man kann immer noch Ecken finden und sagen: DA muss auch noch ein Ladepark hin.
Allerdings sind ganz viele Lücken geschlossen worden und es gibt sehr viele Ladeparks die im Wettbewerb zueinander stehen. Das führt endlich mal zu Preisdruck.

Ich war jetzt 2500 km im Urlaub elektrisch unterwergs und es was völlig tiefentspannt. Überall reges Kommen und Gehen aber immer reichlich Platz.
Es wird Zeit, dass die Ladeparks auch besser ausgelastet werden.

Ähnliche Artikel

Cover Image for Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Sebastian Henßler  —  

Im exklusiven Interview verrät Philipp Senoner, warum 400 kW für den Massenmarkt reichen, 850 kW und darüber hinaus aber als Sonderlösung kommen werden.

Cover Image for Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Daniel Krenzer  —  

Stecker rein und einfach losladen: Diese unkomplizierte Art des E-Auto-Ladens gibt es für immer mehr Modelle. Doch welche sind die günstigsten?

Cover Image for Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Michael Neißendorfer  —  

Effizienter, intelligenter und resilienter will Deutschlands größter Autohersteller werden: Dafür setzt der VW-Konzern in der Produktion verstärkt KI ein.

Cover Image for Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Michael Neißendorfer  —  

Im stadtnahen CLTC-Zyklus fährt der neueste Plug-in-Hybrid von Volvo 200 Kilometer weit. Ob er nach Europa kommt, ist noch offen.

Cover Image for Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Daniel Krenzer  —  

Mit der Anzahl der getauschten Akkus geht es für Nio in Europa voran, doch von den 170 geplanten Standorten gibt es bislang nur 60.

Cover Image for EU: Marktanteil von E-Autos steigt auf 15,6 Prozent

EU: Marktanteil von E-Autos steigt auf 15,6 Prozent

Daniel Krenzer  —  

In Deutschland steigt der Anteil von Elektroautos in diesem Jahr besonders stark an. Frankreich hingegen schwächelte.