VW-Partnerschaft mit Rivian wird zur finanziellen Belastung

VW-Partnerschaft mit Rivian wird zur finanziellen Belastung
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen kommt nicht zur Ruhe: Neue Softwareprobleme treffen den Konzern hart und belasten nicht nur VW selbst, sondern auch die Premiummarken Audi und Porsche. Wie das Manager Magazin berichtet, summieren sich die Schwierigkeiten inzwischen zu Milliardenlasten.

Ursprünglich sollte die VW-Softwaretochter Cariad den Konzern fit für die digitale Zukunft machen. Doch nach Jahren voller Verzögerungen, Funktionsproblemen und Projektabbrüchen suchte sich Volkswagen mit Rivian und Xpeng neue Partner. Nun steht Cariad wieder im Fokus – diesmal als möglicher Hoffnungsträger. Denn die aktuellen Defizite zeigen, dass externe Partnerschaften allein nicht reichen.

Besonders brisant: Auch die Zusammenarbeit mit dem US-Start-up Rivian, die Volkswagen eigentlich aus der Softwareklemme helfen sollte, bringt zusätzliche Kosten in Milliardenhöhe. Statt Entlastung drohen dem Konzern dem Manager Magazin zufolge noch größere finanzielle Probleme. Volkswagen hatte die Milliardenpartnerschaft mit dem US-Start-up im Sommer als Befreiungsschlag präsentiert – endlich sollten frische Ideen und moderne Softwarearchitektur in die eigene Flotte einziehen.

Doch anstatt schnelle Lösungen zu liefern, bringt die Allianz offenbar bislang vor allem neue Belastungen mit sich. Milliarden fließen in das Projekt, während die dringend benötigten Fortschritte bei der Fahrzeugsoftware ausbleiben, so das Manager Magazin. Probleme gab es unter anderem mit fehlerhaften Over-the-Air-Updates. Für VW ist das ein Dilemma: Die Zusammenarbeit mit Rivian sollte eigentlich Tempo bringen, doch bislang zeigt sich das Bündnis eher als kostspielige Wette mit ungewissem Ausgang.

Markteinführungen verschieben sich wohl

Die Folgen seien gravierend. Zahlreiche Modelle – darunter sowohl Elektroautos als auch Verbrenner – stehen demnach aufgrund fehlerhafter oder unfertiger Software auf der Kippe. Markteinführungen verschieben sich wohl teils um Jahre, was die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns massiv unter Druck setzen dürfte. Gleichzeitig wächst dem Vernehmen nach der Unmut im Aufsichtsrat und bei den Arbeitnehmervertretern.

Für Konzernchef Oliver Blume wird die Lage damit immer heikler. Er muss Antworten liefern – und das schnell. Denn VW kann es sich nicht leisten, im entscheidenden Zukunftsfeld Software weiter ins Hintertreffen zu geraten. Die Konkurrenz schläft nicht, und Kunden wie Investoren erwarten endlich verlässliche Lösungen.

Jüngst hatte erst VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo Blume aufgefordert, seine Doppelrolle als VW-Konzern- und zugleich Porsche-Markenchef zu beenden. Die wachsenden Probleme dürften ihr da weitere Argumente liefern, weshalb VW eine Spitze benötigt, die sich um die akuten Brände in der Gruppe besser kümmern kann.

Quelle: Manager Magazin – Code Red – neuer Software-Alarm bei Volkswagen

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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