VW-Chef Blume: Chinesen sind keine große Gefahr für uns

VW-Chef Blume: Chinesen sind keine große Gefahr für uns
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Zwar warnt der Verband der Automobilindustrie (VDA) zuletzt gebetsmühlenartig vor der Abwanderung der deutschen Automobilhersteller ins günstigere Ausland, weil die Konkurrenz aus dem vorwiegend asiatischen Raum vor allem wegen dortiger Wettbewerbsvorteile so stark geworden sei. Dies formulierte zuletzt Hildegard Müller als führender Kopf des VDA im Beisein von Bundeskanzler Olaf Scholz. Doch Volkswagen-Chef Oliver Blume teilt die Angst vor den aufstrebenden Herstellern aus China zumindest öffentlich nicht. Darüber berichtet Automobil Industrie Vogel.

„Die Chinesen haben in den letzten Jahrzehnten das Autobauen gelernt“, sagte demnach Blume bei der IAA Mobility in München. Die etablierten europäischen Hersteller hätten im Vergleich aber nach wie vor Vorteile, relativierte der VW-Chef. „Wir haben das Fahrzeug-Know-how, wir haben das Qualitätsniveau. Und wir haben ein Markenerbe. Das haben die Neuen nicht. Wir sehen uns daher gut positioniert, sagte er.

Chinesische Modelle in Europa viel teurer

Zwar hätten die Chinesen den Vorteil, in der Heimat deutlich günstiger produzieren zu können – Blume sprach von 20 Prozent. Allerdings seien sie nicht dazu in der Lage, das niedrige Kostenniveau vom chinesischen Markt auch in Europa anzubieten. Gründe dafür seien Anpassungen an europäische Bestimmungen sowie die fehlenden Vertriebsnetze. „Am Markt sehen wir, dass die Chinesen ihre Fahrzeuge bei uns zu doppelt so hohen Preisen anbieten wie in China“, führte Blume demnach aus.

Allerdings bestätigte der VW-Chef, dass die neue Konkurrenz den Druck auf Volkswagen und Co. erhöhe. Doch das habe auch seine positive Seiten, weil der Ansporn nun umso größer sei, stetig besser zu werden. „Wir werden auf der Kostenseite hart arbeiten müssen, räumte Blume ein. Vor allem Batterien müssten günstiger werden, Ziel sei es zudem, dass die Rendite pro Fahrzeug bis 2030 bei Elektroautos genauso hoch sein soll wie bei Verbrennern. Dass VW weiterhin Verbrenner verkaufe, sei ein Vorteil gegen reine Elektroauto-Hersteller, weil diese Gewinn erwirtschafteten und so die Transformation finanziell erst möglich machen.

Quelle: Automobil Industrie Vogel – „Markt: VW-Chef Blume sieht chinesische Konkurrenz nicht als Bedrohung“

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Daniel Krenzer

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Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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