Duell der E-Crossover: Kia EV6 gegen Cupra Tavascan

Duell der E-Crossover: Kia EV6 gegen Cupra Tavascan
Copyright:

Cupra

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Die Auto Motor und Sport hat für ihre Ausgabe 26/2024 die beiden Elektro-Crossover Cupra Tavascan und Kia EV6 miteinander verglichen. Die beiden Modelle waren erst kürzlich bei einem Dreikampf der Auto Bild Kontrahenten, als sich noch der Xpeng G6 mit ins Teilnehmerfeld mischte. Und erneut gehen mit dem Tavascan VZ und dem EV6 GT-Line Allradvarianten ins Rennen.

Einige Eckdaten der beiden Widersacher sind sich sehr ähnlich. Mit knapp 4,70 Metern ist der Kia fünf Zentimeter länger als der Cupra, zudem ist der Akku mit 84 zu 82 kWh minimal größer. Der Tavascan darf in der Spitze 180 Stundenkilometer fahren, der EV6 acht Stundenkilometer mehr. Dafür kostet der Testwagen der Koreaner mit 65.260 Euro ein klein wenig mehr als der spanische VW-Vertreter, der 63.205 Euro kostet. Günstige Elektroautos sind somit beide nicht.

An der Schnellladesäule schneidet der Kia mit seinem 800-Volt-System erwartungsgemäß besser ab, wobei der Vorsprung am Ende gar nicht mal so groß ist. In der Spitze lädt der EV6 im Test zwar mit 255 kW und der Tavascan nur mit 146 kW, doch mit 183 zu 123 kW im Durchschnitt von 10 bis 80 Prozent liegen die beiden dann schon deutlich dichter beisammen. 200 frische Kilometer hat der Kia in 18 Minuten nachgeladen, im Cupra sind es 25 Minuten. Keine Rolle spielt dabei der Verbrauch, denn der ist mit 27,7 und 27,5 kWh bei beiden E-Crossovern im Test nahezu identisch. Daraus ergeben sich realistische Reichweiten von 316 Kilometern im Kia und 303 Kilometern im Cupra.

Erschreckend teure Vollkasko

Kommen wir zu den Bewertungen: Der Kia überzeugt die Tester zwar in Sachen Karosserie und Antrieb etwas mehr, doch bei Sicherheit, Komfort und Fahrverhalten sehen sie den Cupra mitunter ein gutes Stück weit vorne. So liegt dieser nach den Eigenschaftswertungen vorne. Und diesen Vorsprung baut er mit den abschließenden Umwelt- und Kostenbewertungen sogar noch aus – auch wegen der laut Tester erschreckend teuren Vollkasksoversicherung für den EV6. Am Ende ist es ein souveräner Erfolg mit 614 zu 584 von 1000 möglichen Punkten für den Tavascan VZ. Auch im Test der Auto Bild lag der Cupra am Ende vorne.

Kia_EV6_GT-test
Kia

„Der Tavascan ist nicht nur im Design sportlich, sondern löst dieses Versprechen auch im Fahrverhalten ein“, konstatieren die Tester. Der Kia bringe dafür serienmäßig mehr Ausstattung und Ladekompetenz mit und lasse mehr Freiraum bei den Extras. Beide Modelle glänzten indes mit einem „erfrischend eigenständigem Auftritt“ im Vergleich zur sonst kantenarmen Konkurrenz.

Quelle: Auto Motor und Sport (26/2024, S. 54 bis 61) – Zwei mit dem Mut zum Anderssein

worthy pixel img
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Cupra Elektroautos

Cupra verhilft Seat zum Allzeit-Rekord

Cupra verhilft Seat zum Allzeit-Rekord

Michael Neißendorfer  —  

Das spanische Duo des VW-Konzerns hat 2025 einen neuen Rekord aufgestellt, obwohl Seat stark schwächelt. Garant für den Rekord: E-Autos und Plug-in-Hybride.

Was der Cupra Born VZ besser kann als der normale Born

Was der Cupra Born VZ besser kann als der normale Born

Sebastian Henßler  —  

Kälte, Nässe und kurze Tage: Der Cupra Born VZ wurde unter winterlichen Bedingungen gefahren. Wie sportlich, effizient und alltagstauglich er sich dabei zeigt.

Seat-Cupra öffnet Anlage für Kreislaufwirtschaft in Barcelona

Seat-Cupra öffnet Anlage für Kreislaufwirtschaft in Barcelona

Michael Neißendorfer  —  

Die neue Kreislaufwirtschaftsanlage in der Zona Franca von Barcelona ist Teil des laufenden Transformationsprozesses des VW-Tochterunternehmens.

Seat-Cupra weiht Montagewerk für Batteriesysteme in Martorell ein

Seat-Cupra weiht Montagewerk für Batteriesysteme in Martorell ein

Michael Neißendorfer  —  

Das Werk ist ein wichtiger Teil der Gesamtstrategie des Volkswagen-Konzerns für Batterien und die Einführung günstiger Elektroautos.

VW verteilt E-Auto-Produktion neu zwischen Standorten

VW verteilt E-Auto-Produktion neu zwischen Standorten

Sebastian Henßler  —  

VW passt seine Produktionspläne an: Der Cupra Born bleibt in Zwickau, während der ID.3 länger vor Ort gebaut wird und Wolfsburg nur schrittweise einsteigt.

Cupra Raval bringt neue Dynamik ins „kleine“ E-Auto-Segment

Cupra Raval bringt neue Dynamik ins „kleine“ E-Auto-Segment

Sebastian Henßler  —  

Cupra bringt den Raval für rund 26.000 Euro auf den Markt und setzt mit dem günstigen Einstiegspreis neue Impulse im engen Segment kleiner E-Autos.

Der Vorbote einer neuen Ära? Erste Fahrt im elektrischen Cupra Raval

Der Vorbote einer neuen Ära? Erste Fahrt im elektrischen Cupra Raval

Wolfgang Gomoll  —  

Der Raval ist das erste Modell der neuen Familie günstiger E-Autos des VW-Konzerns, die neben ihm den VW ID.Polo, ID.Cross und Škoda Epiq umfasst.