Toyota verschiebt Bau einer Batteriefabrik erneut

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Maria Glaser
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  —  Lesedauer 3 min

Toyota hat bereits zum zweiten Mal den Bau einer Batteriefabrik verschoben. Aufgrund der nicht so schnell wie zuvor erwartet wachsenden Nachfrage nach Elektroautos entschied sich der japanische Automobilhersteller dazu, ein weiteres Jahr Zeit zu nehmen, um die Pläne für das Werk in Fukuoka zu überdenken sowie anzupassen.

Die Pläne des japanischen Autoherstellers seien zwar nicht verworfen, berichtet das japanische Magazin Nikkei Asia, aber die Produktion werde gegenüber dem ursprünglich geplanten Start im Jahr 2028 verschoben. Außerdem könne ein Teil der Produktion dort auf Fahrzeuge oder Komponenten umgestellt werden.

In den kürzlich veröffentlichten Finanzergebnissen gab Toyota bekannt, dass der weltweite Jahresabsatz von Elektroautos bis März 2026 voraussichtlich 277.000 Einheiten erreichen wird. Dabei ist die Marke Lexus mit inbegriffen. Dieses Ergebnis liegt 10 Prozent unter der Prognose vom August. Bereits im Mai erklärte der Präsident von Toyota, Koji Sato, dass der Autohersteller seine Pläne für einen weltweiten Absatz von 1,5 Millionen Elektroautos im nächsten Jahr möglicherweise revidieren wird.

Entsprechend verzögert sich auch der Bau des Batteriewerks, für das Toyota im Februar ein Grundstück im Wert von umgerechnet rund 33,7 Millionen Euro gekauft hat. Es befindet sich in einem Industriepark in Fukuoka, und der Verkauf wurde an die Bedingung geknüpft, dass der Bau von Toyota innerhalb von drei Jahren beginnt. Nikkei Asia berichtet, dass Toyota weiterhin beabsichtige, dies umzusetzen.

Bereits im März wurde der Bau des Batteriewerks zum ersten Mal verschoben. Nun teilte Seitaro Hattori, Gouverneur der Präfektur Fukuoka im Südwesten Japans, vergangene Woche öffentlich mit, dass das Projekt erneut verschoben wurde. Zuvor hatte ein Treffen mit Toyota-Präsident Sato stattgefunden.

Projekte geraten weltweit ins Stocken

Toyota versucht, den Verkauf in China voranzutreiben. Dort ist das Unternehmen aber einem intensiveren Wettbewerb durch lokale Hersteller ausgesetzt und führte daher im März ein Budgetmodell ein. Toyotas gesamter Absatz in China sank von April bis September 2024 auf 860.000 Fahrzeuge, konnte sich jedoch im Vergleichszeitraum 2025 mit 910.000 Fahrzeugen wieder erholen.

Das Unternehmen verfolge bei seiner Elektroauto-Strategie einen regionsspezifischen Ansatz, so Nikkei Asia. Entsprechend wird ein Werk von Lexus in Shanghai 2027 den Betrieb aufnehmen. Ab 2028 will der japanische Hersteller außerdem in Europa regional produzieren.

Der Konkurrent Honda, der zweitgrößte japanische Hersteller nach Toyota, kündigte vor wenigen Tagen eine neue Generation von Hybridautos mit leichterer Plattform an. Mit dieser Hybrid-Strategie, die bereits zuvor umfassend angekündigt wurde, versucht das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Zudem verschiebt auch Honda die Eröffnung eines Werks für Elektroautos und Batterien in Kanada um etwa zwei Jahre.

Nissan gab im Mai sogar bekannt, dass das Unternehmen seine Pläne für eine Batteriefabrik in derselben Präfektur wie Toyota, Fukuoka, aufgeben werde. Das Werk sollte mit geschätzten Kosten von über 860 Millionen Euro zur Wachstumsinvestition des Unternehmens werden.

Quelle: Nikkei Asia – Toyota delays building battery plant again on slow EV demand

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Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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